Die britische MAIB hatte den Untergang der Verity längst untersucht. Doch die deutsche BSU ließ es dabei nicht bewenden: Sie stellte eigene Untersuchungen zum Unfallhergang und zur deutschen Verkehrssicherung an – und kommt dabei in entscheidenden Punkten zu weitergehenden Erkenntnissen.

Der Untergang der Verity in der Deutschen Bucht ist vielen Seglern auch durch die TV-Serie „Die Seenotretter“ in Erinnerung geblieben. Fünf Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Nun legt die BSU eine eigene Analyse vor – und ergänzt den MAIB-Bericht in wesentlichen Punkten.
Die Kollision ereignete sich am 24. Oktober 2023 um 04:55 Uhr in der Deutschen Bucht an der Kreuzung der Verkehrstrennungsgebiete „Terschelling-German Bight“ und „Jade Approach“. Das 91 Meter lange Stückgutschiff Verity war von Bremen nach Immingham unterwegs, der knapp 190 Meter lange Massengutfrachter Polesie von Hamburg nach A Coruña. Die Polesie traf die Verity unterhalb der Wasserlinie. Das kleinere Schiff sank innerhalb weniger Minuten. Fünf Seeleute starben, die Verity ging vollständig verloren.
Zwei Untersuchungen – unterschiedliche Schwerpunkte

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