Das spät beim America’s Cup gemeldete US-Team hat die Namen der Segler bekannt gegeben, mit denen es um die Kanne kämpfen will. Mehrere kommen als Steuermann infrage – doch ausgerechnet der erfahrenste US-SailGP-Helm fehlt im Aufgebot. Wie die Amerikaner einzuschätzen sind.
Mit Spannung war erwartet worden, wen das neu gebildete ARC Team USA im nächsten Jahr an die Startlinie des America’s Cups in Neapel schicken will. Seit sich Milliardär Doug DeVos mit American Magic überraschend von der Regatta zurückgezogen und in den SailGP investiert hatte, schien die Veranstaltung erstmals in ihrer dann 176-jährigen Geschichte ohne US-Teilnehmer stattzufinden.
Es wäre wohl der Todesstoß für die Regatta geworden. Stattdessen bildete sich ein Syndikat um Ken Read, den vielleicht profiliertesten US-Segler, der dafür seinen Posten als President von North Sails aufgegeben hat. Es wird finanziert von dem tschechischen Milliardär Karel Komárek und Chris Welch, einem vermögenden Investor aus den USA mit Verbindungen in die Welt großer Marken und Sponsoren. Finanziell bewegt sich das Projekt in einem Rahmen, der wohl das erstmals auf 75 Millionen Euro gedeckelte Budget erreichen kann.

Sie verkündeten mit dem Briten Giles Scott einen spannenden Namen als Sailing Director und erhielten Zugriff auf die Vermögenswerte von American Magic, dessen aerodynamisch speziell geformter AC75-Cupper zu den vielversprechendsten Designs des neuen Zyklus zählt. Da keine neuen Rümpfe gebaut werden dürfen, soll der flache Rumpf, in dem die Radfahrer 2023 liegend statt sitzend strampeln mussten, entsprechend der neuen Regel ohne Radler besonders effektiv für die neuen Vorgaben angepasst werden können.

Was dem Team allerdings fehlt, ist Zeit.

Schreibe einen Kommentar