Wer in diesem Sommer zwischen Fehmarn, Langeland und der Lübecker Bucht segelte, dürfte ihnen begegnet sein: Immer häufiger lassen sich russische Kriegsschiffe in diesem Seegebiet blicken. Zuletzt haben einige ihr Aussehen verändert.

Besonders auffällig ist eine Position etwa 8 Seemeilen südöstlich von Fehmarn. Dort halten sich russische Kriegsschiffe inzwischen regelmäßig auf. Seit Mitte Juni lag dort zunächst die Korvette Soobrazitelnyy. Ende August wurde sie von ihrer Schwestereinheit Stoikiy abgelöst. Die Bundespolizei beobachtet die Schiffe nach eigenen Angaben rund um die Uhr. Die Stoikiy verhalte sich dabei regelkonform, heißt es. Einen direkten Kontakt mit dem Schiff habe es nicht gegeben.
Auch weiter westlich und nördlich ist die russische Marine in diesem Jahr auffällig präsent. Der Zerstörer Vice-Admiral Kulakov der russischen Nordflotte passierte Ende August erneut den Großen Belt und den Fehmarnbelt – laut Kieler Nachrichten bereits zum fünften Mal seit Mai. Dabei wurde der große graue Zerstörer unter anderem beim Passieren der Scandlines-Fähre Deutschland vor Fehmarn fotografiert.
Schon 2025 wurden mehr als 100 Passagen russischer Marineschiffe im Fehmarnbelt gezählt. Das waren rund 30 Prozent mehr als 2024. Für 2026 scheint sich diese Zahl noch weiter erhöht zu haben. Allein seit dem Frühjahr zeigten sich dort unter anderem die Korvetten Stavropol und Soobrazitelnyy, die Zerstörer Severomorsk und Vice-Admiral Kulakov und die Fregatte Admiral Kasatonov. Ende August passierte zuletzt auch das große Landungsschiff Aleksandr Shabalin mit zwei Frachtern den Großen Belt.
Entsprechend häufiger werden sie von Seglern aus nächster Nähe beobachtet. Dabei fällt auf, dass einige der russischen Kriegsschiffe plötzlich anders aussehen.

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