SKAW [A]: Vom Foiling-Mini zum schnellen Fahrtenboot – Rasendes Ehepaar stellt Eigenentwicklung vor

Cruiser mit Rennsport-DNA

Die SKAW [A] soll die Grenzen zwischen Regattayacht und Fahrtenboot verschieben – mit C-Foils, Schwenkkiel und einem 12 Meter langen Carbonrumpf. Hinter dem Projekt stehen zwei Segler, die wissen, wie schnell ein Foiler sein kann: Caroline Boule und Benoît Marie. Ihr Versuchslabor ist ein radikaler Mini 6.50.

Cannes ist in diesen Tagen der Ort, an dem die SKAW [A] erstmals einem größeren Publikum vorgestellt wird. Allerdings nicht so, wie es ursprünglich geplant war. Die Yacht selbst hat den Ponton der französischen Mittelmeermesse in diesem Jahr noch nicht erreicht. Der Stapellauf verzögerte sich bis Anfang September, sodass die erste SKAW [A] nun in Lorient liegt und dort ihre ersten Testfahrten absolviert. In Cannes zeigt das junge Unternehmen deshalb das Projekt und die ersten Bilder des fertigen Bootes.

Damit endet zugleich eine ungewöhnlich lange Vorlaufphase. Das Konzept der SKAW [A] war bereits 2024 vorgestellt worden, damals noch als spektakuläres Bauprojekt. Nun ist aus dem Entwurf ein 11,95 Meter langes, sechs Tonnen schweres Carbonboot geworden.

Ungewöhnliche Optik der neuen SKAW. Die Foils werden durch das Deck geschoben. © Jean-Baptiste D’enquin / Skaw Sailing

Und das sieht anders aus als fast alles, was derzeit im Fahrtenbootmarkt angeboten wird. Auffälligstes Merkmal ist die spezielle Bugform. Die SKAW [A] ist als Scow ausgelegt – eine Rumpfform, die im modernen Hochleistungssegeln vor allem durch Mini 6.50 und Class 40 bekannt geworden ist. Die Scow-Form verhindert das Eintauchen des Bugs bei hohen Geschwindigkeiten. Bei Krängung verändert sich die Form des eingetauchten Rumpfes so, dass der Rumpf vergleichsweise viel Auftriebsvolumen behält.

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