Stephan Bodens Kolumne: Die Zeit ist vermutlich noch nicht reif, neue Segler zu machen.

Eine Idee ist auf Tiefe gegangen

In den letzten Woche habe ich telefoniert, versucht, Player aus der Branche zusammenzubringen. Ich hatte eine Idee im Gepäck und wollte herausfinden, ob die Zeit dafür reif ist. Vermutlich ist sie das nicht, was allerdings weniger an der Idee liegt, sondern an der Bereitschaft, neu zu denken.

 

© Stephan Boden

Ich hatte eine Idee. Eigentlich sogar eine ziemlich einfache, deren Grundansatz ist: Wenn wir mehr Menschen zum Segeln bringen wollen, müssten wir einmal aufhören, darüber nachzudenken, wer dabei vorne auf dem Plakat steht. Kein Verband, kein Medium, keine Messe und kein Hersteller müsste daraus sein eigenes Projekt machen. Man müsste sich einfach einmal gemeinsam an einen Tisch setzen und dabei nicht einmal überlegen, wie man Menschen dazu bringt, diesen einen Gedanken zu haben: Ich will segeln. Denn dafür hatte ich bereits eine Idee parat, eine Lösung, die ohne Kosten eine enorme Reichweite erzielt hätte. Und zwar nicht nur bei Menschen, die zur Zielgruppe gehören sondern vor allem bei denen, die ich als „Sehnsuchtsliebende“ bezeichne, und aus der man viele Menschen in die Zielgruppe holen könnte. 

Mittlerweile weiß ich, dass das keine Aussicht auf Erfolg haben kann. Und das hat Gründe.

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Ein Kommentar zu „Stephan Bodens Kolumne: Die Zeit ist vermutlich noch nicht reif, neue Segler zu machen.“

  1. Stefan

    sagt:

    Ich bekomme auch nicht Lust auf Tennis, nur weil da vielleicht irgendein Superschläger total günstig zu haben ist.

    Wenn eine Maßnahme frisches Blut in die Szene schaffen kann, dann wäre das aus meiner Sicht eine Kampange mit dem Aufruf an alle Segler, ihre bislang segelunbedarften Freunde und Bekannten gezielt einmal für einen Schlag mit aufs Boot zu nehmen und spüren zu lassen, wie sich das anfühlt. Am besten bei gutem Wetter. 🙂

    Ein Gutteil wird dem nichts abgewinnen können, aber einige werden danach heftig Lust bekommen, weiterzumachen und sich je nach Möglichkeiten bei einem Freund, einer Segelschule, in einem Verein oder einer Kojencharter auf die nächste Stufe begeben. Und erst danach kann dann der Markt über sie herfallen und ihnen die Taschen leeren..

    Möglichst niedrige Einstiegshürden und ein maximal unkomplizierter Zugang zu dieser Erfahrungwelt können durch nichts anderes ersetzt werden.

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