Auf der dalmatischen Insel Brač, einem der beliebtesten Segelreviere Kroatiens, sind mehr als 4.500 Hektar verbrannt, mehr als 11 Prozent der Fläche. Im Brennpunkt des Geschehens liegt Milna mit zwei Häfen und einer ACI Marina – insgesamt fast 300 Liegeplätzen. Etwa 700 Menschen wurden mit Booten in Sicherheit gebracht.
Das Revier um Milna, das für Segler in der kroatischen Inselwelt Mitteldalmatiens eine Schlüsselrolle einnimmt, ist am Wochenende zur Fluchtzone geworden. Auf Brač wütet seit Donnerstag ein Waldbrand, der sich insbesondere in der Nacht vom 12. auf den 13. September durch den Einfluss einer starken Bora explosionsartig ausbreitete.
Der Wind aus östlicher Richtung trieb die Flammen aktiv nach Südwesten in Richtung der bewohnten und touristisch genutzten Buchten. Das Feuer fraß sich schnell durch die trockene Buschvegetation (Macchia) und den Kiefernwald. Die Region war durch eine langanhaltende Dürre und wochenlange überdurchschnittliche Temperaturen massiv ausgetrocknet.

Besonders betroffen waren die Buchten Duboka, Lučice und Osibova. Die Flammen bedrohten dort Häuser und touristische Anlagen. Auf dem Seeweg mussten zahlreiche Menschen in Sicherheit gebracht werden. Die kroatische Seenotleitstelle koordinierte eine umfangreiche Rettungsaktion. Beteiligt waren Boote der Hafenmeisterei, der Küstenwache, der Seepolizei und des kroatischen Bergrettungsdienstes sowie zwei Schlepper, zwei Lotsenboote, zwei touristische Boote und zahlreiche private Boote. Insgesamt waren rund 20 Boote verschiedener Institutionen und privater Eigentümer im Einsatz.

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