Golden Globe Race: Rennchef McIntyre geht mit Norwegerin Mara hart ins Gericht

„SHOWGIRL“ in der Krise

Die Norwegerin Mara Løvenskiold Kveseth (35) sorgt beim Golden Globe Race für Unruhe. Rennorganisator Don McIntyre kritisiert ihre Aussagen während einer Window-Live-Übertragung ungewöhnlich scharf. Im Mittelpunkt stehen ihre Zweifel an der Fortsetzung des Rennens, die Rolle ihres Landteams und offenbar auch Verstöße gegen die Kommunikationsregeln.

Nach drei Wochen auf See beim GGR stellt die Norwegerin „Mara“ ihr Unterfangen ernsthaft infrage – aus speziellen Gründen. © Classic Mara

Helga Marie „Mara“ Løvenskiold Kveseth ist mit ihrer SHOWGIRL inzwischen seit drei Wochen beim Golden Globe Race auf See. Sie liegt eigentlich mit fünf weiteren Skippern ordentlich im Rennen im Kampf um Platz drei der 16 Starter, von denen schon zwei stoppen mussten. Die Kapverden liegen achteraus, und sie setzt mit ihrer 36 Fuß langen Saltram Saga ihren Weg durch den Atlantik fort. Doch an Land ist ein Konflikt um die Kommunikation ihrer Kampagne entstanden.

Auslöser ist ein Auftritt der Norwegerin bei GGR Window Live, einer neu eingeführten Live-Übertragung für den Veranstalter. Mara hatte darin offen ihre Enttäuschung über die Arbeit ihres Teams an Land geäußert. Nach ihrer Darstellung werde auf ihren Instagram- und YouTube-Kanälen viel zu wenig von ihrer Weltumsegelung veröffentlicht. Sie habe das von vorbeifahrenden Schiffen erfahren, die sie gebeten habe, ihre Social-Media-Kanäle zu überprüfen.

Mara Løvenskiold Kveseth © Henry Lloyd

Für Mara geht es dabei um mehr als die Vermarktung ihrer Weltumsegelung. Sie erklärte, dass sie nicht allein deshalb einhand um die Welt segle, um den Southern Ocean zu erleben oder das Rennen zu beenden. Ihr eigentliches Ziel sei es, mit der Kampagne Aufmerksamkeit für ihr soziales Projekt Sailing Ripple Effect und die Anliegen von Frauen zu generieren. 

 

Sollte dieser Zweck nicht erfüllt werden, stellte sie infrage, ob sie das Rennen fortsetzen wolle. Sie sagte sinngemäß, dass sie die Weltumsegelung nicht beenden werde, wenn sie das Gefühl habe, dass ihre Reise keinen Sinn mehr erfülle. Inzwischen wird sie erstaunlicherweise auf dem Tracker mit „retired“ bezeichnet, also „aufgegeben“. Eine offizielle Information gibt es dazu aber nicht.

Hat Mara aufgegeben?
Sie liegt eigentlich ordentlich im Rennen (grau)

McIntyre: „Das ist eine völlige Überraschung“

Mitgliedschaft erforderlich

Sie müssen ein Mitglied sein, um auf diesen Inhalt zuzugreifen.

Mitgliederstufen anzeigen

Already a member? Hier einloggen

Ein Kommentar zu „Golden Globe Race: Rennchef McIntyre geht mit Norwegerin Mara hart ins Gericht“

  1. Peter

    sagt:

    Es hat sich inzwischen alles eingeregelt. „Retired“ war ein Fehler von yb, der innerhalb einer Stunde korrigiert wurde. Die Kommunikationsregeln gibt es nunmal; das neue „Live Window“ in diesem Retro-Rennen ist quasi ein Test und die Verhaltensweisen müssen sich erstmal einschleifen. Und die von Don angesprochene Verletzung des Fernmeldegeheimnisses durch Mitschneiden und Publizieren von SSB Funk ist absolut ernstzunehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert