Drei Segler sind am Dienstagmorgen, 29. September 2026, vor den Ostfriesischen Inseln in Seenot geraten. Ihre rund elf Meter lange Yacht war nach einem Motorschaden nördlich von Baltrum und Langeoog in der Brandungszone einer Sandbank festgekommen.

Gegen 5.15 Uhr ging bei Bremen Rescue Radio, der Seenotküstenfunkstelle der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, auf UKW-Kanal 16 ein „Mayday“-Ruf der polnischen Yacht ein. An Bord befanden sich drei Männer aus Polen, Russland und der Ukraine.
Die Yacht war im Seegatt Accumer Ee südlich der Tonne A4 am Rand des Fahrwassers auf Grund geraten. Wegen eines Motorschadens konnte sich die Besatzung nicht mehr selbst aus der Situation befreien. Die drei Segler befanden sich auf einer Überführungsfahrt von Dänemark nach Spanien und hatten aufgrund der Maschinenprobleme versucht, Langeoog anzulaufen.
Bei nordwestlichem Wind mit Stärke 4 bis 5 und Wellenhöhen von bis zu eineinhalb Metern verschärfte sich die Lage schnell. In der Brandung wurde die Yacht immer wieder angehoben und anschließend auf den harten Untergrund der Sandbank geschlagen. Mit weiter ablaufendem Wasser bestand zudem die Gefahr, dass das Boot auf die Seite fallen und kentern könnte.
Die Rettungsleitstelle See der DGzRS setzte daraufhin die Stationen Langeoog, Baltrum und Norderney in Marsch. Als erstes erreichten die freiwilligen Seenotretter aus Langeoog mit der SECRETARIUS die festgekommene Yacht.
Die Bedingungen machten das Manöver schwierig: In der Dunkelheit mussten sich die Retter dem Havaristen nähern, ohne mit dem eigenen Boot auf die Sandbank zu geraten. Erst beim dritten Versuch gelang es, eine Schleppverbindung herzustellen. Anschließend zog die SECRETARIUS die Yacht aus der Brandungszone zurück in tieferes Wasser.
Da zunächst nicht auszuschließen war, dass die Yacht bei den wiederholten Grundberührungen weitere Schäden erlitten hatte, kam auch das Seenotrettungsboot WOLTERA zum Einsatz. Es vertritt derzeit auf Baltrum die ELLI HOFFMANN-RÖSER, die sich in der Werft befindet. Die WOLTERA begleitete den Schleppverband vorsorglich, bis ruhigeres Fahrwasser erreicht war.
Die SECRETARIUS brachte die Yacht mit ihren drei Besatzungsmitgliedern schließlich nach Langeoog. Verletzt wurde niemand. „Die drei Segler waren unverletzt, aber froh, wieder im sicheren Hafen zu sein“, berichtete der freiwillige Vormann Sven Klette nach dem Einsatz.
Quelle: DGzRS – Die Seenotretter

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