Russell Coutts ist es wichtig, dass er seine SailGP-Katamarane als schnellste Racer der Welt verkaufen kann. Der 58,1-Knoten-Rekord in Sassnitz hört sich gut an. Aber die Wahrheit ist eine andere. Selbst die kleinen AC40 sind schneller.
Eigentlich ist es eine alberne Diskussion. Die Antwort auf die Frage „Wer ist der Schnellste?“ ist nur im direkten Wettkampf interessant. Da die SailGP-Katamarane aber nicht gegen die America’s-Cup-Flotte antreten, scheint die Leistungsfähigkeit der Boote auf dem Wasser irrelevant zu sein.
Aber es gibt eben doch einen Wettbewerb, und zwar an der Marketing-Front. Die PR-Strategen von SailGP haben große Freude daran, wenn sie behaupten können, sie hätten die schnellsten Segelboote der Welt. Sie werben mit „der höchsten Geschwindigkeit, die ein Segelboot jemals während eines Rennens erreicht hat“ – und freuen sich, dass die Franzosen den Rekord in Sassnitz auf 58,1 Knoten (107,63 km/h) hochschrauben konnten.

Das soll insbesondere beim Wettkampf um Aufmerksamkeit im Vergleich mit dem America’s Cup helfen. Der wird insbesondere 2027 wieder interessant, wenn die AC75-Foiler vor Neapel nach drei Jahren Pause wieder in den Fokus geraten.

Aber ganz so einfach ist es nicht. Ein aktueller Vergleich ergibt, dass die F50 in einem echten Rennen sogar den kleinen AC40 meist deutlich unterlegen wären. Mit der Klasse für den Women’s und Youth America’s Cup wurde gerade auf dem neuen Cup-Revier die erste Vorregatta ausgesegelt.





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