Baltic 47 Custom: Traumschiff mit altem Look und viel Karbon von Andre Hoek

Pseudo-Achter

Gestreckte Überhänge mit Linien, die unter Wasser in einen flachen U-spantigen Rumpf mit seglerisch vorteilhaft gestreckten Anhängseln von Kiel und Ruder übergehen. So einen Pseudoachter hat die finnische Baltic Werft bislang nicht gebaut. © Baltic Yachts

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Erdmann Braschos

Sein Spezialgebiet umfasst Mega-Yachten, Klassiker, Daysailor und Schärenkreuzer. Mehr über Erdmann findest Du hier.

6 Kommentare zu „Baltic 47 Custom: Traumschiff mit altem Look und viel Karbon von Andre Hoek“

  1. avatar Wilfried sagt:

    Die Logik speziell mit dem Kiel erschließt sich mir nicht ganz, da die Massenkonzentration ganz tief unten zusammen mit dem schlangen Rumpf mit wenig Auftrieb an den Enden doch eher ein unangenehmes Seeverhalten in der welle geben müsste.

  2. avatar Jape sagt:

    Irgendwie hab ich glaube ich den falschen Job!? Ich gebs zu: Ich gehör nicht zur Zielgruppe.

  3. avatar Erdmann sagt:

    Massenkonzentration bei diesem Schlitten heißt, dass die Schiffsenden und alles was oben angeordnet ist (sprich zum Stampfen beiträgt) dank cleverer und hochwertiger Bauweise so leicht wie möglich gebaut wird, damit so viel Gewicht so tief wie möglich (im Bleitorpedo) untergebracht werden kann. Wilfried, Du hast mit Deinem Hinweis recht, dass der unter Wasser in 3 m angeordnete Kiel wiederum als Hebel zum Stampfen beiträgt. Aber es ist halt ein schlankes Boot, wo die geringe Formstabilität durch erheblichen Ballastanteil ausgeglichen werden muß. Stampfen und tief eintauchen tun schlanke Rümpfe mit filigranen Überhängen eh, das wird dann der Anmutung halber in Kauf genommen. Ich denke, die Steifigkeit hat Vorrang. Man kann halt nicht alles auf einmal haben. Den Look mit aparten Überhängen, eine ruhige Schwimmlage in bewegtem Wasser, Power am Wind usw.

    Ich segle selbst ein schlankes Boot mit gestreckten Überhängen, kenne den Effekt recht gut und hätte gern eines, das leichter und besser gebaut ist.

  4. avatar Jan-X sagt:

    Das Problem bei dem Teil ist sicher nicht, dass die Enden zu schwer sind. Stampfen im Sinne von Feststampfen wird es nicht geben. Eher ein dauerhaftes und bei etwas mehr See auch ziemlich nasses Nicken, bei dem ständig das Vorschiff tief in die See eintaucht, reingezwungen ohne Gnade von 5,5 Tonnen Blei in drei Metern Tiefe. Das Vorschiff geht durch wie Butter und das Wasser schlägt ein im Cockpit, dass es eine Freude ist. Na gut. Spült wenigstens die ganze K**ze weg, die sich dann schon angesammelt haben dürfte.

    Versteht mich nicht falsch, ich mag solche “Cross-Overs”. Marlene, die Frers-Yacht, eine Fairlie 55 find ich hübsch. Aber um es mit einem alten Brascho-Eintrag zu sagen: “Die Grenze zwischen well done oder overdone ist schmal.”

  5. avatar Torsten sagt:

    Ja, ein schönes Boot, finde ich auch – sieht toll aus! Und so ein Leichtbau! Und so ein Tiefgang!

    Trotzdem frage ich mich: Warum kein richtiger Achter?
    Damit hätte man ein Traditionsboot und könnte Regatta segeln.
    Klar braucht man bei solchem Luxusspielzeug nach Sinn oder Unsinn nicht zu fragen. Aber ist der Performance-Gewinn mit Leichtbau und Tiefkiel wirklich groß? Letztlich bleibt der Bootsspeed doch durch die kurze Wasserlinie begrenzt, und Surfeigenschaften wird es wohl auch nicht haben. Ein Vergleichssegeln Achter / (Zwölfer) / Baltic 47 würde mich da sehr interessieren. Herr Braschos, schreiten Sie zum Test! (Ich komme gern mit…)

    • avatar Stefan sagt:

      …warum kein “richtiger Achter”?

      Weil du von Andre Hoek soetwas nicht erwarten kannst. Zur Konstruktion eines Achters bedarf es weitaus mehr als nur ein paar schöne Linien zu straken. Was hier konstruiert und gebaut wurde hat gar nichts mit einer meter-R Yacht zutun. Warum ein solches Projekt es nötig hat sich solch ein Label zu geben kann ich nicht nachvollziehen.

      Und zum Speedvergleich: natürlich kann man Yachten bauen, die schneller sind als gleich große mR-Yachten. Das Ziel der inzwischen 105 Jahre alten Formel war und ist es ja nicht möglichst schnelle Yachten zu ermöglichen, sondern bei der Vielzahl an konstruktiven Möglichkeiten die Yachten in ihrer Konstruktion so einzuschränken, dass die Schiffe vergleichbar bleiben. Und das wurde von dieser Konstuktionformel besser erreicht als von jeder anderen. Heute segeln bei den Achtern bunt gemischte Felder aus klassischen und modernen Yachten gegeneinander. Und die Unterschiede in der performance sind je nach Windbedingungen relativ gering. Die seglerische Leistung und die Qualität der Konstruktion sind hier viel bedeutender als die Tatsache ob klassisch oder modern.

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