Braschosblog: Die 15 größten Segelyachten der Welt

Wer hat die längste?

Nummer 11 „Creole“ 64 Meter

Bermudadreimastschoner aus Teak über Stahlspanten, Langkieler, Länge über Deck 58,22 m, Wasserlinie 46,10 m, Breite 9,44 m, Tiefgang 5 m, Verdrängung 697 t, 381 Bruttoregistertonnen, zwei 450 PS MTU Maschinen, 14,5 kn Spitzengeschwindigkeit unter Maschine, Reisetempo 10 kn, 1.413 qm Segelfläche, Konstruktion Charles E. Nicholson, Werft Camper & Nicholson, Baujahr 1927. Entstand als „Vira“, diente im Krieg als Minenräumer und gehörte 1948 – 77 dem griechischen Reeder Stavros Niarchos. Das Schiff wurde 1983 vom italienischen Modekaufmann Maurizio Gucci in vierjähriger Arbeit für ein fabelhaftes Budget, als eines der kostspieligsten Klassikerrefits überhaupt – überholt. Seit dem Tod Maurizio Guccis 1995 wird die Yacht von seinen Töchtern gesegelt. Die derzeit größte Holzsegelyacht der Welt kann gechartert und auch gekauft werden. 16-köpfige Crew, Platz für 8 Gäste.

Nummer 12 „Adix“ 64,85 Meter

Dreimastgaffelschoner aus Stahl, zum Flossenkieler umgebauter Langkieler, Wasserlinie 41,44 m, Breite 8,88 m, Tiefgang 4,09 m, Verdrängung 460 t, 1.726 qm Segelfläche, 460 PS MAN Maschine, Werft Asterillos de Mallorca, Konstrukteur Arthur Holgate, Baujahr 1984. Das Schiff entstand als „Jessica“ für einen argentinischen Eigner. Mit der Optimierung der Manövrierfähigkeit, den Leichtwindeigenschaften und Segelleistung am Wind durch das holländische Konstruktionsbüro Dystra wurde 1990 begonnen, als der australische America’s Cup Segler und Geschäftsmann Alana Bond das Schiff übernahm und es „Schoner XXXX“ nannte. Er besaß es nur ein Jahr, bis es an den heutigen Eigner, einen Spanier ging. Das Rigg wurde geändert (Entfernung der vorderen Rahen), der Lang- in einem Flossenkiel umgebaut und der achtere Übergang bei der südenglischen Pendennis Werft geändert.

Nummer 13 „Felicità West“ 63,64 m

Aluminiumketsch, Langkieler mit Ballastschwert, Wasserlinie 51,17 m, Breite 12,72 m, Tiefgang 4,10 – 9,40 m, 710 t, zwei Deutz Motoren mit jeweils 1.251 PS, Konstruktion Ron Holland, Werft Perini Navi, Baujahr 2003. 2.417 qm Segelfläche, 16 kn  Spitzengeschwindigkeit unter Motor, Reisetempo 12 kn. Bislang zweitgrößtes Exemplar der imposanten, luxuriös ausgestatteten Motorsegler der italienischen Perini Navi Werft. Die Yacht bietet mit einem 45 qm Cockpit, 194 qm großen Salon, 170 qm Wohnbereich für den Eigner und seine Gäste unter Deck und 182 Quadratmetern für die Besatzung im Vorschiff reichlich Platz. Perini Navi Yachten bieten dank ihres Semicustom Konzepts viel Schiff für Geld. Das Schiff kann für 170 bis 195 Tausend Euro gechartert werden und wird für 25 Millionen € zum Kauf angeboten

Nummer 14 „Running on Waves“ 64 m

Stagsegel-Barkentine aus Stahl, flacher U-Spant mit Innenballast, Breite 9 m, Tiefgang 3,20 m, 634 Bruttoregistertonnen, ein 650 PS Volvo, Konstruktion Zygmunt Choren, Werft Odys Danzig, Fertigstellung 2011. Das Schiff wurde vom Moskauer Eigner Rouben Chochrjakov für den Luxuscharter in Auftrag gegeben, bietet 45 zahlenden Gästen Platz und segelt im Mittelmeer. Im Heck ist eine Tauchbasis untergebracht und auf dem Sonnendeck ein Whirlpool. 19-köpfige Besatzung. „Running on Waves“ wird derzeit für 32 Millionen Euro zum Kauf angeboten.

Nummer 15 „Baboon“ 62 m

Dreimastbarkentine aus Stahl, Langkieler, Wasserlinie 43,07 m, Breite 9 m, Tiefgang 4,21 m, 700 t Verdrängung, 440 Bruttoregistertonnen, Konstruktion Lars Johansson, Werft FEAB Marstrandsverken, Baujahr 1990, 13-köpfige Besatzung, 14 Gäste. 2 Tausend PS Caterpillar Maschine, maximale Geschwindigkeit unter Motor 14 Knoten. „Baboon“ liegt in Südfrankreich, bietet 14 Gästen Platz und wird von einer 13-köpfigen Crew gesegelt.

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Erdmann Braschos

Sein Spezialgebiet umfasst Mega-Yachten, Klassiker, Daysailor und Schärenkreuzer. Mehr über Erdmann findest Du hier.

4 Kommentare zu „Braschosblog: Die 15 größten Segelyachten der Welt“

  1. avatar Ketzer sagt:

    Dann sagt Ihr einfach, dass es die Liste der längsten Segelyachten der Welt ist und fertig. 😉

  2. avatar yuammy sagt:

    …hmm, was die „Sea Cloud“ in der Liste soll erschliesst sich mir nicht. Wüsste nicht warum man die als “Yacht” zählen sollte. Und wenn, warum dann nicht auch Krusenstern oder Sedov? Die sind noch größer.

    • avatar Erdmann sagt:

      ganz einfach, weil die “Seacloud” ex. “Hussar” damals als Yacht gebaut wurde und noch segelt. Die “Krusenstern” oder “Sedov” entstanden nach meiner Kenntnis nicht als Yachten. Rahsegler dieses Formats waren damals Frachtsegler oder Schulschiffe.

      • avatar yuammy sagt:

        …ich sehe es auch gerade. Husar II …. tatsächlich als Yacht gebaut.

        …72 Man Besatzung! Na, das nenn ich mal eine Yacht :-))

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