Braschosblog: Moody 54 DS für Mobofahrer und Hafenlieger unter den Seglern

"Genialer Wurf" oder zum Kotzen?

Die Greifswalder Hanse Group erweitert ihre Range der Moody Deckssalon Boote um einen 54-Füßer. Die ersten zwei Exemplare gehen nach Australien. Schön sind sie nicht.

Moody 54 DS

Die Mövenperspektive des Moody 54 DS Renderings zeigt: Das Boot wird breit, hochbordig und voluminös, der massige Aufbau unübersehbar © Moody Boats

Regattaboote werden konsequenter denn je auf die absehbaren Kurse, Wind- und Seegangsverhältnisse hin konstruiert. Anhand der Entwicklung eines Hochsee-Regattabootes erklärte mir Rolf Vrolijk einmal, wie bei einem Projekt zunächst ganz nüchtern nach dem Anteil der Raumschots- oder Kreuzkurse geguckt wird. „Das ist reine Statistik. Je mehr Daten wir bekommen, sprich je zuverlässiger die Zahlen sind, um so besser.“

Das ist ein sachlicher wie erfolgreicher Ansatz, der auch für die Entwicklung zeitgemäßer Fahrtenboote gelten könnte. So besagt eine Studie des Hamburger Yachthafens, dass ein Großteil der in Wedel an der Elbe vertäuten Freizeitflotte im Prinzip nur zwei Mal jährlich bewegt wird: im Frühjahr vom Winterlager an den Liegeplatz und im Herbst wieder zurück.

Schwimmende Datsche

Hinzu kommen selten wahrgenommene Nachmittags-Ausflüge. Die Funktion einer Segelyacht erschöpft sich demnach im maritimen Lifestyle, im schönen Gefühl, sie zu besitzen und bei geeignetem Wetter in der Plicht mal einen Kaffee zu trinken. Wenn nun also das Segelboot de facto ein Hafenboot ist, dann kann man auch gleich eine schwimmende Datsche mit dem Komfort einer Ferienwohnung entwickelt. Das ist ehrlicher und erfolgreicher als das Festhalten an Fiktionen und überkommenen Bräuchen.

Moody 54 DS

Schräg von vorn macht die neue Moody 54 DS eine passable Figur, jedenfalls hoch schwimmend in der Computeranimation © Moody Boats

Genau das hat Hanse-Werftgründer Michael Schmidt gemacht, als er vor einigen Jahren nach Übernahme der traditionsreichen englischen Fahrtenseglermarke Moody mit dem 45 Fuß Deckssalon Modell eine neue Moody Generation entwickelte. Das ist kein 50/50er Motorsegler, sondern ein generös motorisierter 80/20er. Er folgte eben der Erkenntnis, dass Boote zu 80 Prozent im Hafen bewohnt und zu etwa 20 Prozent gesegelt werden.

Die Clubs und Marinas sind auch an herrlichen Segeltagen überwiegend belegt. Sei es, das die Eigner nicht an Bord sind. Sei es, dass sie ihren schwimmenden Nebenwohnsitz zum Lesen, Klönen, Putzen oder Herumpüttern nutzen. Das ist ja auch eine Art Entspannung in der frischen Luft.

Über 100 Moody Deckssalon Boote

Dem bislang 90 Mal gebauten Einsteigermodell „Moody 45 DS“ folgte die 15 mal gebaute „Moody 62 DS“. Anlässlich der Düsseldorfer Bootsmesse kündigte die Greifswalder Werft neulich die Erweiterung der Range um einer 54 Füßer an. Das Modell füllt hinsichtlich Komfort, Größe und Preis die Lücke zwischen 345.000 und knapp einer Million Euro.

Zwei Aufträge aus Australien sollen nun die Renderings Wirklichkeit werden lassen. „Das sind die einzigen wahren Deckssalon-Yachten auf dem Markt“ schwärmt der australische Vertreter Peter Hrones. Er verkaufte in den vergangenen Jahren 20 Moodys, darunter 12 Deckssalon Boote an australische und neuseeländische Eigner.

„Die Moody DS bietet einen barrierefreien Gang vom Doppelsteuerstand in den Salon mit Innen-Steuerstand, Navigationsecke, Pantry und 360 Grad Rundumsicht.“ Die Greifswalder feiern das dritte Modell als „genialen Wurf“.

Genialer Wurf oder „zum Kotzen“?

Natürlich haben solche Boote mit ringsum verglastem Deckshaus, Pantry und Couchgarnitur auf einer Ebene im Hafen ihre Vorteile. Allerdings finde ich unübersichtliche Boote, deren wuchtiges Deckshaus den Blick nach vorn versperrt, nicht gelungen.

Erstens kann man achtern am Steuer stehend oder sitzend  nur mit Mühe oder Glück nach vorne gucken. Es würde mir keinen Spaß machen, mich den ganzen Tag zu verrenken, um einen Blick über das schmale seitliche Laufdeck am Deckshaus entlang vorwärts aufs Wasser und in die Fock zu erhaschen. Es würde mir nicht behagen, allenfalls bei passendem Sonnenstand, ohne Regentropfen oder Spritzwasser mit Ach und Krach durch die Frontscheibe des Deckssalons lugend zu erahnen, wohin die Reise geht.

Zweitens weiß ich von Törns mit empfindlichen, zur Seekrankheit neigenden Naturen das für die der ungehinderte Blick in Fahrtrichtung aufs Wasser entscheidend ist. Nur dann gelingt es ihnen die Seekrankheit hinaus zu zögern oder ganz zu vermeiden. Mitsegler, denen mangels Rundumsicht bei frischer Luft in der Plicht eher früh als spät schlecht wird, werden das clevere Hafenkonzept „zum kotzen“ finden.

Massiges Schiff

Drittens hat mir Ted Hood, der namhafte Konstrukteur vieler Blauwasserboote einmal erklärt, dass er den Aufbau seiner Entwürfe und die Plicht dahinter grundsätzlich so angeordnet hat, das der Rudergänger das vordere Viertel des Vorschiffs bequem sehen kann. Dies war für den versierter Segler ein unerschütterliches Kriterium.

Viertens finde ich die Moody Deckssalon Boote trotz des pfiffig gestalteten Aufbaues mit dem Käppi-artigen Dachüberstand achtern – er sieht aus bestimmten Blickwinkeln passabel aus – nicht schön. Das Rendering der Moody 54 DS von backbord vorn gesehen täuscht: Die Boote liegen nachher alle deutlich tiefer im Wasser. Das liegt am bekannten Unterschied zwischen der sogenannten Konstrukteurs- und der metrischen Tonne. Das Rendering aus der Mövenperspektive zeigt die gedrungenen Proportionen des 17 Meter Bootes.

Die bis zur mittleren Relingszughöhe angehobene Bordwand ergibt ein massiges Schiff. Hinzu kommt die erhebliche, voll nach achtern durchgezogene Breite. Da wird viel Volumen mit unschönen, brutal breiten Proportionen erkauft. Zugegeben, die Moody befindet sich da in bester Gesellschaft mit nahezu jedem, von innen nach außen konstruierten Serienboot unserer Tage. Die Bootsbauer der Flensburger Klassikerwerft „Robbe & Berking Classics“ bezeichnen diese aufgeblasenen Kunststoffboote ätzend als „Kreidefelsen“.

Volumenmodelle und Nutzwertbomber

Zugegeben, hier geht es um Geschmacksfragen. Doch kann man sich heute in jedem, mit modernen Fahrtenyachten belegten Hafen selbst ein Bild machen und entscheiden, ob einem solche von innen nach außen konstruierten Volumenmodelle und Nutzwertbomber gefallen.

Ich meine: Neben seglerischen Kriterien und Komfortgesichtspunkten sollte ein kostspieliges Segelboot unbedingt gut aussehen, einem dauerhaft gefallen. Man möchte als Eigner am Wochenende doch mit Herzklopfen zum Boot kommen und sich bereits am Anblick seines Spielzeugs freuen. Dieses Kriterium berücksichtigt die Entwicklung von Hafenbooten mit Segeloption anhand statistischer Werte und Nutzwertgesichtspunkten leider nicht.

 

Moody 54 DS

Länge 17,15 m
Wasserlinie 15,15 m
Breite 5,20 m
Tiefgang 2,60 m (Kurzkiel 2,25 m)
Verdrängung circa 14 t
Ballast circa 7 t
Maschine 150 PS Volvo
810 l Frischwasser
1.000 l Diesel
Groß 81,5 qm
Fock 65 qm
Genua 79 qm
Gennaker 200 qm
Rumpf: GfK mit Vinylesterharz über Core Cell Schaum
Deck:  Balsa-Sandwich Laminat
Einrichtung: Mehrere Varianten
Basispreis Standardboot: 549 Tausend Euro zuzüglich MwSt.

Web Informationen

Datenblatt

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Erdmann Braschos

Sein Spezialgebiet umfasst Mega-Yachten, Klassiker, Daysailor und Schärenkreuzer. Mehr über Erdmann findest Du hier.
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24 Kommentare zu „Braschosblog: Moody 54 DS für Mobofahrer und Hafenlieger unter den Seglern“

  1. avatar RedStar sagt:

    Ist der Autor denn schon eine Moody DS gesegelt? Oder hat sich ein solches Schiff etwas intensiver angeschaut?

    1. Der Überblick vom Steuer ist bei etwas Lage wundebar, da man am dann schrägen Aufbau vorbeischaut.

    2. “Zum kotzen” ist ein Deckssalon mit 360 Grad Rundumsicht gerade nicht, wenn man als seekranke Person bei ruppigen Bedingungen geschützt drinnen sitzt UND rausschauen kann.

    3. Die kurzen Wege zu Pantry und Naviecke sind gerade auf See von Vorteil und nicht kritikfähig.

    4. Zurückkehrend zur einleitenden Frage und den als nicht vorhanden dargestellten Segeleigenschaften. Bitte ein Schiff nicht anhand von Renderings bewerten, wenn man es (ich vermute jetzt) nicht selbst gesegelt ist.

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    • avatar Stefan sagt:

      …zudem sind gerade Yachten mit Deckshaus gefragt bei Langfahrten-Seglern. Der Autor kann ja hierzu gerne mal ein Interview mit dem Ehepaar Wilts führen.

      …auch das Portfolio von auf Yachten für Langfahrten spezialisierten Konsruktionsbüros zeigen, dass der Anteil von Yachten mit Deckshaus recht hoch ist. Z.B. Berckemeyer Yachtdesign (www.berckemeyer-yacht.de)

      …Yachten mit Deckshaus als reine Hafenlieger abzutun, zeugt von wenig Sachkunde.

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  2. avatar andreas sagt:

    Mir hat leider bisher weder Rolf Vrolijk noch Ted Hood irgendwas erklärt. Aber ich finde trotzdem, Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Und ich kenne haufenweise (in meinem Auge!) weit hässlichere Wurstwagen aus südlicheren Gefilden…..

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  3. avatar Thomas sagt:

    Ich finde es schade, dass hier nicht einfach objektiv über Fakten berichtet wird, sondern polemisch eine Einzelmeinung verbreitet wird. Welcher Blauwassersegler steht denn wirklich beim Segeln am Rad, völlig unabhängig ob mit oder ohne Sicht. 99% Autopilot würde ich mal vermuten. Sicherlich ist eine Moody DS nicht mit einer klassischen Yacht zu vergleichen, genauso wie ein T5 nicht mit einem 911 vergleichbar ist. Beide bieten der angesprochenen Zielgruppe trotzdem ihren gewünschten Nutzen.

    Insofern würde ich von segelreporter.de einfach ein bisschen bessere journalistische Arbeit wünschen. Der Artikel passt eher in einen persönlichen Blog.

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  4. avatar Tim sagt:

    Ehrlich gesagt habe ich schon bessere Artikel hier gelesen……Mir erschließt sich der Sinn des Artikels nicht. Was will mir der Autor sagen?? “Ich finde Moody zum kotzen” um dann im nächsten Satz zu sagen, Optik ist aber auch eine Geschmacksfragen.

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  5. avatar Bernd sagt:

    Man könnte jemanden der Silberbesteck verhökert auch mal fragen was er von Fingerfood hält……darüber ließe sich bestimmt auch ein schöner Artikel schreiben.

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  6. avatar Heini sagt:

    Zitat: “Zugegeben, hier geht es um Geschmacksfragen. Doch kann man sich heute in jedem, mit modernen Fahrtenyachten belegten Hafen selbst ein Bild machen und entscheiden, ob einem solche von innen nach außen konstruierten Volumenmodelle und Nutzwertbomber gefallen. Ich meine: Neben seglerischen Kriterien und Komfortgesichtspunkten sollte ein kostspieliges Segelboot unbedingt gut aussehen”

    Dem kann ich zu 100 % zustimmen.

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    • avatar Immanuel sagt:

      Ich hatte immer den Eindruck, das früher Boote konstruiert wurden zum Segeln und dann überlegt wurde, wie man Sie bewohnbar macht; heute werden öfter Wohnungen gebaut die man zum Segeln bringen muß, diesen Gedanken hat er, nicht so brilliant wie gewohnt, aufgegriffen.

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  7. avatar Hannes sagt:

    Zum Vergleich die Fahrtenschiffentwürfe eines der innovativeren Designer gesegelt schneller Regattaboote

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    • avatar Bernd sagt:

      hier werden Äpfeln mit Birnen verglichen…..Moody und Elliott haben doch ganz ander Zielgruppen und Preise!

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  8. avatar Ketzer sagt:

    Hey, Erdmann Braschos: HEUL DOCH!

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  9. avatar armchairadmiral sagt:

    Ja,die Aussis haben aber auch keine Ahnung vom Segeln oder Spaß haben auf dem Wasser.
    Erdmann, Du Snob 😉

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  10. avatar Erdmann sagt:

    Redstar: Am Rad der Moody DS stehend hast Du einen der Holme des hinteren Dachüberstands mit dem Instrumentenpanel direkt vor der Nase. Darunter die breite C-Säule des Dachs. Ansonsten das Deckshaus. Sitzend kannst Du mit Glück durch die Scheiben gucken. Beim Segeln bleibt wie beschrieben der Blick über den schmalen seitlichen Gang an back- oder steuerbord. Das wird bei der Moody 54 DS nicht anders, als wie beim 45 oder 63 Füßer.

    Da die Moody formstabil breit und schwer ist, segelt die selten mit so viel Krängung, dass sich der von Dir beschriebene Effekt ergibt. Der Blick nach vorn ist verbaut. Ich finde ein Boot, wo man vom Außensteuerstand im Normalfall nicht in Fahrtrichtung gucken kann skurril.

    Zur Seekrankheit neigende Mitsegler brauchen nach meiner Erfahrung Rundumsicht an frischer Luft. Da nützt der Ausblick aus dem Salon wenig. Aber vielleicht bist Du mit anderen „Spuck-Kandidaten“ unterwegs als ich. Wenn latent seekranke Mitsegler unterwegs überhaupt eine Chance haben, dann am Steuer stehend mit ungehindertem Blick.

    Den kurzen Weg zur Pantry hatte ich nicht kritisiert. Wozu auch? Das ist doch einer der zahlreichen Vorteile, die das Boot hat. Damit mal eine Woche in einer schönen Bucht ankern und alles an Bord haben ist bestimmt nett.

    Stefan: der Entwurf von Deckssalonbooten ist schwierig und man kann sich von Boot zu Boot anschauen, wie die Aufgabe gelöst wurde. Je kürzer das Schiff, desto schwieriger ist es, da noch zu einer ansehnlichen Form zu kommen.
    Bei einigen Deckssalonbooten kann der Steuermann stehend gut über den Aufbau nach vorne schauen. Siehe die neue „Regina av Vindö 45“.

    Bei anderen Booten wurde das Deckshaus nicht so breit wie bei der Moody gemacht. Bei Kats oder großen Yachten gibt es andere Lösungen wie Hochsitze oder seitlich ausgekragte Sülls.

    Bei den Moody Deckssalonschiffen lag der Schwerpunkt wie beschrieben angesichts der vorrangigen Hafennutzung auf dem Wohnkomfort im Salon zulasten der Übersichtlichkeit beim Segeln. Deine Folgerung, dass Deckssalonboote von Haus aus schlecht wären, ist Quatsch. Nur kann man halt nicht alles haben. Boote sind Kompromisse und diesen finde ich aus den im Artikel genannten Gründen nicht gelungen.

    Thomas: (Fahrten)-Segeln bedeutet für mich Naturnähe: Kontakt zum Wasser, den Wind zu spüren. Dieses elementare Erlebnis schafft der heutige Serienbootsbau mit seinen Erzeugnissen ab. Die neue Moody 54 DS ist ein anschauliches Beispiel dafür.

    Da geben Leute sehr viel Geld aus um raus zu kommen, und verschanzen sich dann hinter solchen Bollwerken. Seltsam!

    Unter „journalistischer Qualität“ könntest Du auch verstehen, dass ein Boot oder Konzept ausnahmsweise einmal nicht über den grünen Klee gelobt wird, nur weil es neu ist oder ein werftseitiger Anzeigenetat dahinter steht, sondern die Vor- und Nachteile klar und begründet erörtert werden.

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    • avatar Stefan sagt:

      ….”journalistisch” betracht ist der Beitrag aber kein Artikel, der die Vor- und Nachteile neutral beschreibt, damit der Leser sich ein eigenes Bild machen kann, sondern es ist ein persönlicher Kommentar des genannten Autors. Das sind zwei unterschiedliche Dinge. Daher verstehe ich nicht das man sich jetzt versucht hinter einer angeblichen Sachlichkeit zu verstecken.

      …und vielleicht sollte man auch nicht jede Yacht an der eigenen Schärenkreuzer-Romantik messen, sondern auch mal die Realität ins Auge fassen. Und da sind Langfahrten etwas anderes in Sachen Naturnähe, als ein verträumter Nachmittag auf der Flensburger Förde. Vielleicht sollte der Autor lieber mal mit seinem Schärenkreuzer bei 25kn Wind über die Nordsee nach England segeln. Danach hätte er garantiert ein anderes Verhältnis zu elementaren Erlebnissen.

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      • avatar RedStar sagt:

        Ich kann mein Frage nur wiederholen. Sind Sie denn jemals eine Moody DS gesegelt?
        Ich kann nur für mich sprechen, dass ab etwa 10 Knoten Wind genügen Krängung besteht, um sowohl am Instrumentenpanel, als auch am Aufbau vorbeizuschauen.
        Bei Hafenmanöver kann man wunderbar durch die Glastüren und die Scheiben nach vorne schauen oder stellt sich alternativ auf die Sitze.
        Bezüglich der Unterüberschrift “für Mobofahrer und Hafenlieger”. Vereinbaren Sie doch einfach ein Probesegeltermin, testen Sie eine 45DS (die 62DS zu testen wir wohl schwierig) und verfassen Sie dann einen Artikel über die DS-Reihe anhand Ihrer Erfahrungen und nicht anhand Ihrer Mutmaßungen.

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      • avatar Polarlys sagt:

        HMMMM, ok, ganz ehrlich, Erdmann geht auch dann und vor allem auch dann richtung see wenn die anderen hilfsleinen ausbringen weil der five o clock tea evt in gefahr gerät….. und eher ne optipaddelsessiion im geschützten hafen arrangieren um ja nix an ihrer frischpolierten bordwand ab zu kriegen………, da würde das teil dann ja auch hinpassen ….. wenn du mal wissen willst wie´s abgehen kann dann empfehle ich dir da mal mit zu reiten!!!! auf jeden fall bist du dann auf einem tollen schiff unterwegs mit einem der´s richtig kann!!! wenn 25 kn dein dollstes erlebnis sind …..ok…..
        dann hol dir ma den eimer, mach ne grillparty ausweichen brauchst du ja nicht fahren ehh alle um dich rum 😉
        warum darf ein journalist nicht seine Meinung schreiben??? ich fand´s super und richtig!

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  11. avatar Einer sagt:

    Moody 45 DS = tatsächlich eigenständiges Produkt, allerdings im Heckbereich zu schwer. Dadurch sind dickere, stabilere Laminatstärken nicht möglich, was wiederum dazu führt, dass sich das gesamte Heck verbiegt sobald das Achterstag angezogen wird.(wird sichtbar, wenn man die Spaltmasse der Heckklappe beobachtet)
    Blauwassertauglich? Wenn der Bug an der Kreutz bei Welle mal etwas Wasser löffelt, dann schießt es gezielt kanalisiert über das luvseitige Laufdeck nach achtern. Ohne Ölzeug und Seestiefel wird’s nass wie auf einer Jolle. Ausreichend vorhandene Handläufe – Fehlanzeige. Dafür gibt’s aber Kingsize Kojen ohne Leesegel.

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    • avatar andreas sagt:

      Falsche Reihenfolge. Dickere, lastengerechte Laminatstärken sind immer möglich und haben Priorität; wenn der Kahn dann auf dem Heck liegt, ist er halt eine Fehlkonstruktion oder zumindest nicht seetauglich. Mit einem Schiff, bei dem sich unter Last die Spaltmaße ändern, würde ich nichtmal die Schlei runter segeln mögen.

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  12. avatar Klaus sagt:

    Hat hier eigentlich die Greifswalder Werft ihre Belegschaft aufgefordert, die Kritik an ihrem Wurstwagen zu konterkarieren?

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  13. avatar Kennedy sagt:

    Ich ärgere mich schon lange nicht mehr über die, einseitigen, engstirnigen und mitunter wirklich “ewig gestrigen” “Artikel” dieses selbsternannten “Experten”. Null Niveau und wirklich weit von der Realität und den Marktgegenheiten entfernt. Als Kolumne “Ach, früher war alles besser” vielleicht gerade noch zu gebrauchen, aber sicher kein objektiver Journalismus.

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