Am Tag vor dem zweiten SailGP-Saisonrennen in Auckland lässt Russell Coutts eine News-Bombe platzen. Es mag ihm eine besondere Genugtuung sein, dass American Magic-Gründer Doug DeVos nach seinem überraschenden Rückzug aus dem America’s Cup nun voll in den SailGP einsteigt.

Das Verhältnis zwischen Dänemark und den USA ist so schlecht wie noch nie. Seit Donald Trump drohte, Grönland notfalls auch mit Waffengewalt zu annektieren, sehen laut einer aktuellen Umfrage (Epinion) 60 Prozent der Dänen die USA als Gegner oder Bedrohung – nur 17 Prozent einen verlässlichen Verbündeten. Wie mag es angesichts dieser Stimmungslage im Land ankommen, dass das Segelteam nun von dem amerikanischen Milliardär Doug DeVos (61) gekauft wird?
Seine Familie gehört zu den 100 vermögendsten in den USA, wird auf rund 5 Milliarden Dollar geschätzt und gilt als eine der einflussreichsten Geldgeber-Dynastien der Republikanischen Partei. In beide Trump-Wahlkämpfe investierte sie insgesamt 20 Millionen Spenden-Dollar. Dahinter steckt die vom Vater aufgebaute Firma Amway, das weltweit größte Direktvertriebsunternehmen. Doug DeVos war langjähriger Präsident und ist inzwischen Co-Vorsitzender des Verwaltungsrats. DeVos’ Schwägerin, Betsy DeVos, war Bildungsministerin während Trumps erster Präsidentschaft.

Mag auch die Nähe zum SailGP-Ligagründer Larry Ellison eine Rolle spielen, einem der engsten Vertrauten von Donald Trump im Silicon Valley? Was will dieser Amerikaner nun mit den Dänen? Geht es um eine feindliche Übernahme oder eher ein freundliches Wogen glätten?

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