AfD vs. DLRG: Lebensretter geraten unter Beschuss von rechts

„Wir retten jeden, lassen aber nicht jeden bei uns mitwirken, der unsere Grundwerte ablehnt.“

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ist in den Fokus rechter Medien geraten, seit sich ein Landesverband klar gegen die AfD positioniert und seine Satzung entsprechend geändert hat.

DLRG-Hilfe beim Aufrichten einer Europe. © DLRG

Der DLRG-Landesverband Württemberg hat im September eine Satzungsänderung eingeführt, die bereits im Vorjahr beschlossen worden war. In seiner Präambel heißt es nun: „Grundlage der Arbeit des Landesverbandes ist das Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. In diesem Rahmen vertritt der Landesverband die Grundsätze religiöser und weltanschaulicher Toleranz sowie der Überparteilichkeit.“ Zuvor war nur von „Überparteilichkeit“ die Rede. Nun wird klargestellt: Man ist zwar parteipolitisch neutral, aber nicht werteneutral – die Demokratie ist jetzt Satzungszweck.

Dazu heißt es dann (§ 5 Abs. 6): „Der Ausschluss kann erfolgen, wenn ein Mitglied vorsätzlich gegen die Satzung […] verstoßen oder das Ansehen der DLRG geschädigt hat.“ Diese Neufassung wird nun so interpretiert, dass eine aktive Mitgliedschaft in der AfD als vorsätzlicher Verstoß gegen die Satzung und als Schädigung des Ansehens gilt.

Mitgliedschaft erforderlich

Sie müssen ein Mitglied sein, um auf diesen Inhalt zuzugreifen.

Mitgliederstufen anzeigen

Already a member? Hier einloggen

35 Antworten zu „AfD vs. DLRG: Lebensretter geraten unter Beschuss von rechts“

  1. Peter Ningelgen

    sagt:

    Für mich ist die Haltung der DLRG inakzeptabel und gemäß linkem System gestrickt.
    AfD ist sicher rechts, aber nicht extrem, auch wenn bestimmte „Gruppierungen“ anderes behaupten.
    Die AfD ist letzte demokratische Oppositionspartei und sie wird mit allen Mitteln bis aufs äußerste bekämpft.

    Dazu ist die AfD sehr wohl positiv offen auch zu Migration und Migranten, ebenso z.B. zu Homosexualität – dazu soll sich bitte jeder selbst direkt an der Quelle informieren – es ist geradezu unfassbar in welchem Ausmaß fortlaufend auf allen öffentlichen Kanälen falsche Aussagen am laufenden Band verbreitet werden.

    Bitte, jeder muss sich direkt informieren und auch an geeigneten Stellen diskutieren, tatsächlich steht die direkte nahe Zukunft des ganzen Landes auf der Kippe, unsere, die unserer Kinder, Enkel, Urenkel, und weiter.

    Jeder Wohlstand wird verloren gehen wenn wir keine Wende schaffen.
    Insbesondere auch Rentner werden das sehr bald spüren.

    Die DLRG handel für mich mit ihrer Haltung und Aussage antidemokratisch und zudem äußerst Staatsgefährdend, da sie in ihrem betreffenden Bereich öffentlichkeitswirksam als meinungsmachender Multiplikator auftritt.

    6
    8
  2. Stefan

    sagt:

    Man kann nur hoffen, dass die DLRG dann auch diesen Weg konsequent geht. Personen, die diese Werte nicht vertreten, sind ja nicht nur bei der AfD zu finden. Auch Personen mit anderen Glaubensrichtungen als das Christentum denken nicht gerade demokratisch oder haben die Gleichberechtigung von Mann und Frau und freier Sexualität auf der Agenda.
    Diese sollten dann von einer aktiven Teilnahme dann ebenfalls ausgeschlossen werden.

    14
    5
    1. Rike

      sagt:

      Ja ich find auch immer doof wenn Personen anderer Glaubensrichtungen als das Christentum gegen Gleichberechtigung sind oder gegen freie Sexualität. Ich finde Intoleranz sollte Monopol des Christentums sein.

      Generell finde ich deinen Einwand, dass es dann für alle gelten sollte aber sehr wichtig

      5
      2
  3. Christian

    sagt:

    Interessant ist die zu dem Beitrag gehörende Kommentarspalte beim Facebook-Post von Segelreporter mit 2.700 Kommentaren. Der Großteil davon ist ganz offensichtlich von irgendwelchen (Russen-)Bots erzeugt. Bloße, stumpfe Stimmungsmache zugunsten jener Partei, die Putins Machtstreben am weitesten entgegen kommen will.
    Liebe DLRG, liebe Segelreporter, lasst euch bitte bloß nicht von diesem Irrsinn beeindrucken und steht zu euren Werten. Als weltoffene Sportler lassen wir uns nicht von Faschisten auseinanderdividieren.

    29
    31

Schreibe einen Kommentar zu Christian Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert