Alternative Segelkonzepte: Schweizer Boatsharing „Sailbox“ funktioniert bestens

Hat die Zukunft längst begonnen?

Ein Konzept, bei dem alles stimmig ist © sailbox

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Michael Kunst

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15 Kommentare zu „Alternative Segelkonzepte: Schweizer Boatsharing „Sailbox“ funktioniert bestens“

  1. avatar Klaus sagt:

    Ich bin da schon mal mitgesegelt. Ist nett und schön. Interessantes Boot. Und am Züri See macht das schon Sinn.

    Ich bin selber Vorsitzender eines Segelvereines. Die Leute rennen uns die Bude ein. Da scheinen wir ja was Richtig gemacht zu haben. Soweit ich informiert sieht es bei den entsprechenden Clubs nicht anders aus.

    Wer sich bemüht, ein klares Profil hat, was bietet, der bekommt auch neue Mitglieder. Natürlich geht es auch den Vereinen gut die reine Parkraumbewirtschaftung bieten. Aber wer nix bietet, der kriegt auch nix

    Und Konkurrenz belebt das Geschäft. Und Menschen die nur ein wenig Segeln konsumieren wollen, die sollen gerne da hin gehen. Die wollen wir nicht haben in unseren Reihen.

  2. avatar Andreas Ju sagt:

    Finde ich bombig. Gäbe es sowas in Kiel, wäre ich direkt dabei!

  3. avatar andreas borrink sagt:

    Ein interessantes, weil zeitgemäßes Konzept, finde ich:

    Bei uns im Yachthafen liegen hunderte Boote die im Schnitt, wenn es hoch kommt, an vielleicht 20-30 Tagen pro Saison genutzt werden. Wenn man mal von einer mittleren Saisondauer von 150 Tagen ausgeht, sind das bestenfalls 20% Nutzungsgrad, entspricht 80% tristem Bootsdasein als Ententoilette.

    Bei einem 12m Schiff kommen im Jahr – ohne sich was vor zu machen – mit Wertverlust, Wartung, Schäden, Versicherung, Lager etc. schnell hohe vierstellige Beträge zusammen. Ein stolzer Preis nur für das “Myboatismycastle” Feeling.

    Nur steht leider vielen ihre ur-deutsche Eignermentalität im Weg. Immer nach dem Motto: “Mein Haus, mein Auto, meine Yacht!” – am Ende denken die anderen noch, ich könne mir kein eigenes Boot leisten. Was in meinem Fall gar nicht so falsch ist.

    Ich teile Boot, Motorrad, Auto seit Jahren mit mindestens einem Co-Eigner. Das halbiert die Kosten und schränkt die Möglichkeiten bei guter Planung fast nicht ein. Ich würde gern noch einen dritten Teilhaber mit reinnehmen. Aber leider hört man da meistens: “Naja, im Prinzip schon, aber ich hätt’ doch gern was eigenes……”

    Es ist Zeit zum Umdenken, macht ökonomisch und – vielleicht noch wichtiger – ökologisch einfach Sinn!

    PS: biete 1/3 Anteilschaft an 5,5m Tuckerboot, 14 PS Diesel (führerscheinfrei!), Eiche auf Eiche. Ideal für feierabendliche Familienausfahrten. Nur an zuverlässige Partner.

    • avatar Piet sagt:

      Bei “Spaßgeräten” wäre das für mich auch kein Problem.

      Du teilst auch dein Auto?
      Brauchst du es nicht 5 tage die woche? Ist deine Arbeit gleich um die Ecke?

      Lg. Piet

    • avatar SR-Fan sagt:

      Mit Sicherheit ne schöne Einstellung. Allerdings hat das mit der Lösung im Artikel nichts zu tun.
      Denn bei einem “Bootsanteil” hast Du ja Verantwortung für das Boot:
      Ein-/Auswintern
      evt. Liegeplatzsuche
      div. “Einzelkosten” die auch mal überraschend höher können (z.B. Motor, Segel)
      evtl. Arbeiten am Boot
      und wenn Du Pech hast ist gerade Dein Kumpel damit unterwegs

      Zudem ist dabei normalerweise einer der “geschnittene”, z.B. weil er mehr arbeitet oder weiter weg wohnt.

      Das ist bei dem Konzept von Sailbox alles nicht der Fall – und das macht es für viel so smart! Zu zahlst nur für das was Du “verbrauchst” und hast darüber hinaus keine Verpflichtungen. Letztlich das gleiche, was manche am ältesten Gewerbe der Welt auch smart finden 😉

      VG

      • avatar andreas borrink sagt:

        Da hast du recht – aber es geht in die gleiche Richtung.

        Und ja, es stimmt, dass es manchmal zu einem gewissen, nennen wir es mal “Ungleichgewicht” kommt, was den manuellen und finanziellen Einsatz betrifft. Aber unter zivilisierten Menschen läßt sich das immer regeln.

        Ich wäre jedenfalls mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht Harley und MG gefahren, hätte nicht Bull gesegelt, wäre nicht Hangglider geflogen und hätte kein Tuckerboot, wenn das nicht immer alles durch 2 gegangen wäre. Was mich betrifft, ist das ein Erfolgskonzept.

        Den Vergleich mit dem ältesten Gewerbe möchte ich mangels Erfahrung nicht kommentieren…….

    • avatar Uwe sagt:

      Sicher kann man ein paar Euro sparen, wenn man sein Boot, Auto, etc. teilt.
      Der Nachteil besteht leider darin, dass dadurch die individuelle Freiheit sehr stark eingeschränkt wird.
      Ich zahle lieber ein paar Euro mehr, um den Ärger mit dem nicht zur Verfügung stehenden, beschädigtem oder verschmutzten Boot / Auto zu ersparen.

  4. avatar Axel sagt:

    Boot-Sharing gibt es in der Schweiz schon viel länger via die Sailcom. Sehr zu empfehlen!

  5. avatar Skiffi sagt:

    Das Angebot muss aber noch erweitert werden:
    Im Winter sollte man einen alten Bootsrumpf zum Schleifen “sharen” können, damit man über den Winter kommt 🙂

    • avatar Horst sagt:

      Ich finde es so schade, wenn alles stumpfsinnig nach Kosten-Nutzen-Relation beurteilt wird. Ein Segelboot zu besitzen ist für 70% der Eigner wirtschaftlich gesehen völliger Schwachsinn, mich eingeschlossen. Trotzdem liebe ich mein Boot und würde es für kein Geld der Welt hergeben, auch wenn es seit zwanzig Jahren nur auf dem Trailer stehen würde!!! Es muss zum Glück nicht immer alles ökonomisch sinnvoll sein, was wir machen 🙂

      Für die weniger Bekloppten unter uns scheint dieses Sharing-Model allerdings eine super Sache zu sein!

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