Außenbordkameraden: Delphin springt beim Wellenreiten auf Surfer

"Platz da!"

Endlich kam die eine, fast perfekte Welle, auf die der australische Surfer Jed Gradisen (13) schon seit einer Viertelstunde wartete. Doch dann kam ein anderer “Wellenreiter” geflogen…

Eine Gruppe junger Surfer vergnügt sich vor dem Strand von Kalbarri/Australien in „den besten Wellen der letzten Wochen,“ wie sie später berichten. Darunter der talentierte 13-jährige Jed Gradisen, dessen Vater vom Strand aus stolz jedes der „Kunststücke“ seines Sohnes filmt.

„Wir hatten reichlich Spaß und das schien sich schnell herumgesprochen zu haben, denn es wurde immer enger im Wasser, immer mehr Surfkollegen wollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen,“ erinnert sich Jed. „Gerade als ich mich im „Line Up“ nach einer ziemlich guten Welle umdrehte, sah ich auch die Schatten einer Delphinschule im Wasser. Ich dachte noch, ‚Mann die kommen direkt auf dich zu’ !“

“Yiiiiihaaaa!”

Eine Gang junger, ausgelassen herumtobender Delphine schwimmt vergnügt ein paar Hundert Meter vor dem Strand von Kalbarri/Australien. „Hey Junx,“ ruft der Anführer seinen Flipper-Kumpels zu, „vorne vor dem Strand sind gerade ein paar wirklich klasse Wellen. Wie wär’s mit ein paar coolen Sprüngen direkt aus dem „Peak“ und dann ‚off the lip’ ?“

„Jau, ab dafür, mit Anlauf!“ begeistern sich die Kollegen und los geht’s mit Volldampf zwischen diesen lahmen Menschlein auf ihren komischen Brettern, rein in die Welle… Absprung, yiiiihaaaa und… ooooh, shiiiiit!“

 Gerade in dem Moment als sich Jed Gradisen (13) auf seinem Brett aufrichten wollte, schießt der Delphin wie eine Rakete aus der Welle hinter ihm heraus, springt im eleganten, weiten Bogen und… landet auf Jed!

Drop-In und Duck-Dive

„Der Delphin krachte auf meine Schulter und seitlich auf meinen Rücken,“ berichtet der junge Australier später. „Dabei hat er mich nicht verletzt, es hat noch nicht einmal besonders weh getan. Nur der Schreck… ich weiß nicht wer sich mehr erschrocken hat, der Delphin oder ich?“

Delphin, springt, Surfer,

Jed zeigt das Brett, in das der Delphin bei der harten Landung ein Loch mit dem Schnabel geschlagen hat ©

Mit allem hatte der übermutige Springer gerechnet, nur nicht, dass ihm eines dieser Menschlein in die Quere kommen könnte. Noch ein verzweifelter Schlag mit der Schwanzflosse, von wegen Kurskorrektur und so und schon schlägt er auf … auuuutsch!

Der Meeressäuger rutscht nach dem Aufschlag über den Menschen und kracht mit dem Schnabel in die „Nose“ des Brettes und bohrt dort ein großes Loch. Nur zwei Sekunden dauert es, bis der Delphin rasend schnell wieder davon schwimmt.

Zurück bei den Kumpeln geht für den Wellenspringer das Gefeixe los: „Hoho, sowas nennt man wohl einen „Drop-In“ mit anschließendem Duck-Dive!“ Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen, wie die Menschen sagen würden.

Und die Moral von der G’schicht? Ein Glück, dass der Förde-Flipper vor Kiel während der Bundesliga zwar mitspielen wollte, aber von einem beherzten Sprung ins Cockpit der J70 absah. Obwohl, ein Kemmling mit einem Flipper auf dem Schoß… das wäre mal ein Foto-Motiv!

Tipp: André Mayer

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Michael Kunst

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