Beginn einer neuen Frachtsegler-Ära: TOWT lässt 81-m-Schoner bauen

Die Rückkehr der Clipper

81m Lüa, zwei 64m-Masten, 2500 qm Segelfläche, über 1.000 Tonnen Ladekapazität und 10 kn Reisegeschwindigkeit – das sind die Eckaten eines neuen Projektes der erfolgreichen Schiffsagentur TOWT in Frankreich. Kiellegung: Frühjahr 2022!

Bei den Frachtseglern läuft’s richtig gut! Okay, damit verraten wir nun wirklich kein Geheimnis mehr. Doch ist es immer wieder erwähnenswert, wie die uralte und derzeit wohl ökologischste, weil größtenteils emissionsfreie Variante des Schiffstransportes, tatsächlich in großen Schritten voran kommt.

Kakaobohnen für Gourmetschokolade – alter Rum für den Spirit

Schon seit Jahren segeln alte Schiffe, die teils sehr aufwändig restauriert und fachmännisch „in Schuss“ gebracht wurden, auf und über den Atlantik, in der Ost- und Nordsee sowie im Mittelmeer. Und zwar nicht zum Spaß, sondern um einen Markt zu bedienen, der vor allem in westeuropäischen Ländern mit Ozean- oder Meer-Anschluss wie Italien, Spanien, Portugal, Frankreich, Niederlande oder Deutschland immer größer wird.

Dabei ist es erstaunlich, wie rasch sich Produkte, die „unter Segeln“ transportiert werden, in den Supermarktregalen oder in Feinkostläden etablieren konnten. Nicht nur Kenner finden etwas Besonderes dabei, wenn die Kakao-Bohnen für die Gourmet-Schokolade auf einem Frachtsegler transportiert, hochwertiger Wein in der Atlantikdünung gewiegt oder alter Rum in Fässern über den Äquator zum Reifen geschaukelt werden.

Dabei hat sich mittlerweile durchaus herumgesprochen, dass diese neue/alte Branche lukrativ sein kann. Zwar brauchen die meisten Eigner der alten, restaurierten Frachtsegler immer wieder Zuschüsse vom Staat durch entsprechende Wirtschaftsförderungen (wie zum Beispiel Frankreich und den Niederlanden) und auch das eine oder andere Crowdfunding muss über die Runden helfen (SR-Berichte zum Thema)

Doch wie optimistisch die Branche in die Zukunft sieht, lässt sich wohl am besten daran festmachen, wie sehr sie die Realisierung tatsächlich neuer Projekte voran treibt.

Mittlerweile denken Eigner, Reeder und Schiffsagenturen, zu deren Geschäftsfelder eben Frachtsegler zählen, kühl vorausschauend. Und wer an die Zukunft glaubt, muss investieren. 

Neue Schiffe, die alte Flotten ergänzen

Also werden immer mehr neue Frachtsegler entworfen

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Michael Kunst

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