Boat-Office: Wir arbeiten an Bord – Teil 4: Jasmin Conrad

„Für mich bedeutet das die ultimative Freiheit“

Seit der Pandemie ist mobiles Arbeiten angesagt. Warum nicht an Bord? Wir haben uns mit Seglerinnen und Seglern über ihre Erfahrungen unterhalten. In Teil 4 unserer Boat-Office-Serie berichtet Jasmin Conrad: 

Jasmin Conrad ist vor zwei Jahren vom Home Office ins Boat Office gewechselt

Jasmin Conrad ist vor zwei Jahren vom Home Office ins Boat Office gewechselt © Privat

Ich habe eine Graphic Agentur. Graphic Sailor ist ein Full-Service-Anbieter von Logo, Layout, Texten, Webdesign, Druckvermittlung. Als Selbstständige muss ich mich um alles selbst kümmern.

Jeden Bereich kann ich vom Boot aus erledigen. Die Agenturdinge sowieso. Auch die Buchhaltung wird von Bord aus gemacht. Ein kleiner Tintenstrahldrucker ist immer dabei, um auszudrucken und vom nächsten Postamt zum Steuerberater zu schicken. Es gibt nichts, das ich nicht von unterwegs aus erledigen kann. 

Zusätzlich brauche ich nur das Internet. Unterwegs haben wir je Land, in dem wir uns befinden, einen Internetanbieter. Bei der Datenmenge, die ich benötige, ist das günstiger, als wenn ich auf EU-Roaming zurückgreife.

Wir haben eine Neptun 27, ausgestattet für Langfahrt mit Solarpaneelen, Bad, Pantry und Heckdusche. Unser Heimathafen ist Marano Lagunare in Italien, unser Segelgebiet einstweilen noch die Adria.

Boat Office an der Adria

Ich arbeite seit knapp zwei Jahren so, wobei wir im Moment noch zwischen Österreich und Boot pendeln. Deshalb hat sich durch die Corona-Pandemie und das Gebot zum mobilen Arbeiten nichts verändert.

Seit drei Jahren arbeite ich von zu Hause aus. Dadurch bin ich es auch gewohnt, Arbeit und Freizeit zu trennen. Wenn wir in den Sommermonaten an Bord sind, beschränkt sich meine Arbeitszeit auf maximal vier Stunden pro Tag. Ich arbeite dann von 6 bis 10 Uhr. Da ist die Hitze noch erträglich.

Ich werde dieses Arbeitsmodell beibehalten. In spätestens vier Jahren möchten wir mit dem Pendeln aufhören und nur noch auf dem Boot leben. Das bedeutet einfach die ultimative Freiheit.

In Teil 1 unserer Boat-Office-Serie berichten Maren und Matthias Wagener.
In Teil 2 unserer Boat-Office-Serie berichtet Jan Christoph Athenstädt.
In Teil 3 unserer Boat-Office-Serie berichtet Jessica Stiefken.

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