Bodensee Unfall: Schnellfähren-Kapitän bestraft

Gefährliche Körperverletzung

Im August sank vor Hagnau auf dem Bodensee eine Yacht, nachdem sie von einer Schnellfähre überfahren worden war. Jetzt ist in dem Fall das Urteil gesprochen.

Lange wurde spekuliert, wie es zu dem Unfall kommen konnte, bei dem die Bodensee-Katamaran-Fähre “Constanze” mit einer knapp zehn Meter langen Faurby 330 so schwer kollidierte, dass diese versank. Sollte das 69 und 64 Jahre alte Ehepaar versehentlich auf die Route der Schnellfähre eingeschwenkt sein?

Fähr-Katamaran “Constanze” auf dem Bodensee.

Aber nun ist klar, dass der Kapitän des Berufschiffes die Verantwortung für das Unglück trägt. Die Staatsanwaltschaft Konstanz hat laut Südkurier 3600 Euro Geldstrafe gegen den Schiffsführer verhängt. Sie ist davon überzeugt, dass er die Kollision hätte verhindern können. Der Vorwurf lautet: fahrlässige Gefährdung des Schiffsverkehrs mit gefährlicher Körperverletzung.

Die Segler erlitten leichte Verletzungen und waren unterkühlt, nachdem ihre Yacht auf Tiefe gegangen war. Sie wurden von der Katamaran-Besatzung gerettet. Die Faurby liegt nun auf 220 Metern Tiefe im Bodensee. Das auseinander gebrochene Wrack soll nicht gehoben werden.

Welche Konsequenzen aus dem Vorfall für die Schifffahrt auf dem Bodensee gezogen werden, ist noch nicht klar. Die zuständigen Behörden überprüfen die Sicherheitsvorgaben für den Fährbetrieb.

Die Segler am Bodensee sind auch nach dem Urteil beunruhigt. Bisher ist immer noch nicht genau bekannt, wie genau es zu der Kollision kam und wie so etwas in Zukunft verhindert werden soll.

 

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3 Kommentare zu „Bodensee Unfall: Schnellfähren-Kapitän bestraft“

  1. avatar Ein Freund sagt:

    Korrekturhinweis: “Fahrlässige” Körperverletzung anstatt “gefährliche”. Das hat der Südkurier in der ersten Meldung auch falsch gemacht. Alles andere ist widersprüchlich.

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  2. avatar anderer Freund sagt:

    Was ist daran widersprüchlich?? “Gefährliche Körperverletzung” ist die exakte Bezeichnung des Straftatbestandes, § 224 StGB.

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    • avatar Ein Freund sagt:

      1. Der Südkurier hat es mittlerweile auch geändert.

      2. Wieso sollte die Verkehrsgefährdung fahrlässig, die Körperverletzung aber vorsetzlich begangen worden sein? “Der Schiffsführer wollte die Leute rammen, das Boot hat er aus Versehen getroffen”???

      3. Gefährliche Körperverletzung hat Freiheitsstrafe als Mindeststrafe. Das ist ein ziemliches Kaliber.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

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