Bootsbau: Porsche auf dem Wasser – Designstudie mit SpeedDream

Turbolader mit Jetkanzel

Elegante und dennoch rasant wirkende Linien, puristischer Aufbau – typisch Porsche © speeddream

Elegante und dennoch rasant wirkende Linien, puristischer Aufbau – typisch Porsche © speeddream

Geschwindigkeit und Grazie, vereint in einem futuristisch anmutenden Riss: Beide Designstudios stehen für faszinierende Studien. Aber wird auch mal eine Yacht gebaut?

Im Prinzip haben die Macher von „Speeddream“, allen voran der russische Boss Vlad Murnikov, ihrem Firmennamen bis dato alle Ehre gemacht: Sie produzierten Träume vom Hochgeschwindigkeitssegeln am laufenden Band. Träume, die bis auf den (zugegeben wirklich radikale) 27-Fuß-Neigekieler und ein ziemlich fragil wirkendes Einhand-Skiff im gewissen Sinne Schäume geblieben sind. Wohl nicht zuletzt wegen des kontrovers diskutierten, extremen Wavepiercer-Bugs.

Spannender Lichteinfall auf futuristische Inneneinrichtung © speeddream

Spannender Lichteinfall auf futuristische Inneneinrichtung © speeddream

Vor Jahresfrist, und zwar auf den Tag genau, veröffentlichte SR die SpeedDream-Ankündigung, dass die 50 Fuß lange SpeedDream II als IMOCA-Killer noch im gleichen Jahr vom Stapel laufen soll und dass Skipper Mike Golding verpflichtet worden sei. Seitdem ward von dem Projekt nichts mehr gehört oder gesehen.

Dafür tritt SpeedDream, fast schon turnusgemäß, nun mit einer neuen Designstudie an uns heran. Und zeigt – wieder zugegeben – ein höchst spannendes Konzept. Zumindest optisch.

Mit den „Porsche Design Studios“ konnten sie einen der weltweit renommiertesten „Vordenker“ sprichwörtlich ins Boot nehmen. Zudem sind die Porsche-Kreativen dafür bekannt, dass sie ihre Studien möglichst rasch „in natura“ auch anfassen wollen.

Doppelte Ruderanlage, jeweils mit eigenem Cockpit © SpeedDream/Porsche

Doppelte Ruderanlage, jeweils mit eigenem Cockpit © SpeedDream/Porsche

Das gemeinsam mit dem Porsche-Team erarbeitete Design-Konzept ist eine 70-Fuß-Yacht, die nach den SpeedDream-Prämissen konsequent mit extremem Wavepiercer-Bug ausgestattet ist und typisch schlank daher kommt.

Die Porsche-Designer haben dem Renner ihren Stempel vor allem im Bereich der Decksaufbauten-Formgebung sowie bei der Innenausstattung aufgedrückt und brachten ein paar kernige Ideen aus dem Automobil-Rennsport ein.

So sind die visuellen Anleihen aus dem Porsche-Stall unverkennbar und spiegeln den funktionellen, fast schon puristischen Anspruch der Porsche-Designer deutlich wider.

In der Jet-Kanzel kommt der Wavepiercer-Bug erst richtig zur Geltung © SpeedDream/Porsche

In der Jet-Kanzel kommt der Wavepiercer-Bug erst richtig zur Geltung © SpeedDream/Porsche

Ein spektakuläres Detail ist das „Forward Adventure Cockpit“: Im Bug ist eine verglaste „Jet-Kanzel“ eingelassen, aus dem heraus wohl die Wavepiercer-Action genossen werden kann, inklusive vollständiges Eintauchen in die Wellen. (Vorbei die Zeiten, in denen stolze Skipper am Vorstag angelehnt mit ausgebreiteten Armen dem Horizont entgegen segelten).

Selbstverständlich kann auch überdacht Gesteuert werden. Trotz Steuerrad sieht's aus wie bei Captain Kirk und Mr. Spok © SpeedDream/Porsche

Selbstverständlich kann auch überdacht Gesteuert werden. Trotz Steuerrad sieht’s aus wie bei Captain Kirk und Mr. Spok © SpeedDream/Porsche

„Die gemeinsame Arbeit mit den Porsche Designern war ein Privileg für uns,“ stellt Vlad Murnikov in einem Statement zur SpeedDream70-Studie klar. „Ein sehr kreativer Prozess, dessen Resultat für sich selbst spricht!“

Von einer Unsetzung bzw. Realisierung der Studie ist jedoch weder auf der SpeedDream-Facebook-Seite noch auf der Website die Rede. Über Segelfläche etc. schweigt man sich aus – Hauptsache, die Optik ist rasant. Und das stimmt ja nun wirklich.

Tolle Linien, made bei Porsche und SpeedDream © speeddream/Porsche

Tolle Linien, made bei Porsche und SpeedDream © speeddream/Porsche

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Michael Kunst

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2 Kommentare zu „Bootsbau: Porsche auf dem Wasser – Designstudie mit SpeedDream“

  1. avatar Hannes sagt:

    hübsches Rendering, man stelle sich das ganze jetzt mit vorgeschriebenen Seezaun vor

    Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 4

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