DGzRS: Seenotretter suchen auf der Nordsee vergeblich nach vermisstem Seemann

Über Bord gegangen?

Am Samstag haben die Seenotretter bei Helgoland gemeinsam mit Behördenfahrzeugen nach einem vermissten Seemann gesucht. Trotz des Einsatzes zahlreicher Schiffe und Luftfahrzeuge musste die Suche mit Einbruch der Dunkelheit allerdings erfolglos eingestellt werden.

An der Suche nach dem vermissten Seemann war auch der Seenotrettungskreuzer Hans Hackmack der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) beteiligt (Archivfoto) © Die Seenotretter – DGzRS/Helmut Hofer

Um kurz vor 10 Uhr erfuhr die Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) von dem vermissten, gegen 5 Uhr letztmalig gesehenen und vermutlich über Bord gestürzten 41-jährigen Seemann. Das fast 400 Meter lange Containerschiff „HMM Gdansk“ (Flagge: Panama) hatte über den UKW-Sprechfunk-Not- und Anrufkanal 16 einen entsprechenden „Mayday“-Ruf abgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt befand es sich etwa 30 Seemeilen nordnordwestlich von Helgoland auf dem Weg nach Hamburg.

Die Seenotretter sendeten ein „Mayday Relay“ aus, um die gesamte Schifffahrt im Seegebiet um erhöhte Aufmerksamkeit und Hilfe zu bitten, und leiteten gleichzeitig sofort eine groß angelegte Suche ein. Daran beteiligten sich die Seenotrettungskreuzer „Anneliese Kramer“ der DGzRS-Station Cuxhaven und „Hans Hackmack“, der derzeit auf der DGzRS-Station Deutsche Bucht/Helgoland im Einsatz ist. Außerdem nahmen die Seenotretter eine Vielzahl weiterer Schiffe in die von der DGzRS koordinierte Suche nach dem philippinischen Seemann auf, darunter die Mehrzweckschiffe „Neuwerk“ und „Mellum“ der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, das Fischereischutzboot „Seeadler“ und das Fischereiforschungsschiff „Walther Herwig III“ der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), der Hochseeschlepper „Nordic“, das Bundespolizeischiff „Bad Düben“, das Vermessungs- und Forschungsschiff „Atair“ des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), das Zollschiff „Helgoland“, mehrere Windparkschiffe (Crew Transfer Vessel) und das Containerschiff „Bianca Rambow“. Aus der Luft unterstützten den Einsatz ein niederländisches Ölüberwachungsflugzeug, ein Such- und Rettungshubschrauber der Deutschen Marine, ein Hubschrauber der Bundespolizei, ein Hubschrauber von NHC Northern Helicopter sowie einer von Wiking Helikopter.

Die beteiligten Einheiten fuhren bei guter Sicht, aber herausfordernden Bedingungen das von der Seenotleitung Bremen der DGzRS festgelegte und immer wieder aktualisierte Suchgebiet systematisch ab. Zu diesem Zeitpunkt herrschte vor Ort südöstlicher Wind um sechs Beaufort und etwa drei Meter Seegang bei einer Wassertemperatur von sechs Grad Celsius. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde der Einsatz gegen 19 Uhr vorerst eingestellt.

Quelle: DGzRS

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

siebzehn + 6 =