Dufour 32: 10-Meter-Yacht voller Überraschungen

Diese Yacht kann unglaublich viel

Getrost darf man davon ausgehen, dass die neue Dufour 32 vernünftig segeln wird. Dafür sprechen ihre große Segelfläche und ihre modernen Linien mit den moderaten Chines im Heckbereich, die wieder einmal von Umberto Felci stammen und regattatypisch schmale Anhänge haben. Aber sie kann weit mehr, denn mit ihrem maßgeschneiderten Zubehör mutiert sie wahlweise zur Sonneninsel mit oder ohne Schatten spendendes Überdach, zur Anlegestelle für Surfboards mit oder ohne Foils, zur Dockingstation fürs Floß, das während des Segelns als Heckplattform dient, oder sie bietet alles zugleich. Verblüffend wandelbar ist auch ihr Innenraum. Doch der Reihe nach:

© Dufour Yachts

Schaut man sich die „nackte“ Dufour 32 an, ist sie eine Yacht wie jede andere, die sich perfekt in die aktuelle Modellreihe der Dufour-Werft einordnet. Besonders wird sie erst durch ihr Zubehör und die damit verbundene Wandelbarkeit. Als Beispiel sei die separate Heckklappe genannt. Sie ist abnehmbar und schwimmfähig, so dass sie vor Anker oder im Hafen als Badefloß dienen kann. Wem das noch nicht genug Sportlichkeit abverlangt, der schnappt sich das Surfboard, das in einer Spezialhalterung an der Reling hängt, und hofft auf genug Wind zum Foilen.

© Dufour Yachts

© Dufour Yachts

Nach dem Schwimmen oder Surfen geht´s zurück an Deck, wo zwischen den Cockpitbänken mithilfe gepolsterter Einlegebretter eine sehr geräumige Liegefläche aufgebaut werden kann. Bei intensiver Sonneneinwirkung empfiehlt sich der Aufbau des Biminis, das das komplette Cockpit überdacht. Man spannt es unterhalb des offenen Baumes, weil an dessen ausladende Kanten Solarpaneele angebracht werden können.

© Dufour Yachts

Auf all diese Gimmicks kann man aber auch verzichten und die neue 10-Meter-Yacht einfach nur sportlich segeln. Mit 56 Quadratmetern sollte die Segelfläche groß genug sein, um schnell voranzukommen. Wird dann noch der Gennaker gesetzt, dürften sich auch leistungsorientierte Segler richtig wohl an Bord fühlen. Um das Großsegel mit dem weit ausgestellten Topp in Schach zu halten, kann man den Fußblock entweder auf dem Cockpitboden oder auf dem Kajütdach anschlagen. Wer Action mag, setzt ein überlappendes Vorsegel, bequemer geht´s mit der Selbstwendefock.

© Dufour Yachts

© Dufour Yachts

Auch das Innenleben der Dufour 32 hält Überraschungen bereit, darunter eine mobile Liegefläche, die über die gesamte Salonbreite verläuft und dafür den ausgeklappten Tisch als Sockel nutzt. Durch das Aufbauen dieser Polsterlandschaft gewinnt man eine sechste Koje, denn nur die Salonbank an Backbord ist lang genug zum Schlafen.

© Dufour Yachts

Die Aufteilung des Innenraums ist konventionell gelöst. Vorn befindet sich die obligatorische Doppelkabine, unter dem Backbord-Cockpitboden liegt die zweite. Das Bad ist steuerbord neben dem Niedergang eingebaut, die Pantry gegenüber. Für die Farbgestaltung stehen drei verschiedene Stilrichtungen zur Auswahl. Millenium kombiniert Grau- mit Türkistönen, Europe setzt bevorzugt Beigetöne ein, Boston nutzt einen etwas dunkleren Holzton und koppelt ihn mit Weiß und Blau. 

© Dufour Yachts

Wie diese Farbtöne in Natura wirken, wird man spätestens Ende September erfahren können, wenn die Dufour 32 ihr Debüt feiert. Ebenso spannend wird sein, ob und wie die genannten Zubehörteile ineinandergreifen und ob sie sich in den normalen Segelalltag integrieren lassen. Wer den Grand Pavois besucht, der vom 28. September bis zum 3. Oktober in La Rochelle läuft, wird es als einer der ersten erfahren, denn der Stapellauf soll im Rahmen dieser Messe stattfinden.

© Dufour Yachts

Technische Daten:

Konstruktion: Umberto Felci
LüA: 10,31 m
Rumpflänge: 9,35 m
LWL: 8,70 m
Breite: 3,33 m
Verdrängung: 4,9 t
Ballast: 1,3 t
Tiefgang: 1,90 m
Wassertank: 160 l
Treibstofftank: 90 l
Motor: 19 PS
Groß: 34 m2
Genua: 34 m2
Preis für Basisversion: ab 118.524 Euro

www.dufour-yachts.com

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