E-Mobilität: Mercurys E-Antrieb kommt zur boot Düsseldorf

Aus der Nische in den Mainstream

Der US-amerikanische Hersteller von Marine-Motoren und Antriebssystemen schlägt in seiner mehr als 80-jährigen Geschichte ein neues Kapitel auf: Auf der boot Düsseldorf 2023 wird der erste elektrische Außenborder präsentiert, der das Logo mit dem M auf der Welle im Kreis trägt und könnte z.B. für kleine Segler, Jollen und Tender ein interessanter und vor allem leiser und umweltfreundlicher Hilfs-Antrieb sein. Jetzt wurden erste technische Daten bekannt gegeben.

Während Segler fassungslos der Unterkiefer herunterklappte, feierte die Motorboot-Gemeinde im Jahr 2021 erst den 600 PS starken Mercury Verado V12 Außenborder und zum Ende des Jahres legte der Hersteller mit einem bis zu 400 PS leistenden V10 nochmal nach.

Klimawandel, Energiekrise? – Hat hier jemand etwas verpasst? Nein! Auch im Hause des US-Motorenherstellers Mercury hat man die Zeichen der Zeit erkannt, und auch wenn es im Offshore-Bereich noch die Nachfrage nach großen, leistungsstarken Aggregaten geben mag, wissen die Entwickler auch hier, dass eine neue Generation von Bootsfahrern heranwächst und das sind nicht nur Segler.

Entwicklung und Erprobung elektrischer Boots-Antriebe

Der Mercury Avator 7.5e ist daher auch lediglich der Anfang einer neuen Generation von Mercury Motoren und der erste einer Reihe von E-Außenbordmotoren, die in verschiedenen Leistungsklassen entwickelt werden. Der Außenborder Avator 7.5e liefert 750 W Leistung an der Propellerwelle und erzielt eine ähnliche Geschwindigkeit und Beschleunigung wie der FourStroke-Außenborder von Mercury mit 3,5 PS. Der brandneue Elektroantrieb ist mit Steuerpinne oder Fernschaltung erhältlich und ideal für kleinere Beiboote oder Schlauchboote.

Das 7.5e-Modell bildet den Auftakt einer Reihe von Elektro-Außenbordern, die 2023 auf den Markt kommen. Mercury präsentiert außerdem die Konzeptstudien des Avator 20e und 35e, beide Außenborder-Modelle sollen im Laufe des Jahres 2023 eingeführt werden.

Und auch bei den Innenbordern tut sich etwas. Im Mercury Testcenter am Lake X in Florida wurde ein Versuchsboot mit elektrischem Innenbordantrieb vorgestellt.

Neue Bootserlebnisse und Zielgruppen

Leiser Betrieb, keine Abgase, einfache Bedienung, geringer Wartungsaufwand – die Vorteile eines elektrischen Bootsmotors liegen auf der Hand. Mit dem Avator will der Hersteller ein neues Bootserlebnis für Mercury-Kunden schaffen und neue Zielgruppen ansprechen. Dafür kombiniert er die Investition in die Elektrifizierung seiner Antriebe mit mehr als 80 Jahren Erfahrung im Bereich des Außenbord-Motorenbaus.

Das Avator-Konzept ist eine komplette Neuentwicklung von Grund auf, profitiert aber von Mercurys Erfahrungen im Bereich der Hydrodynamik, Korrosionsbeständigkeit, Zuverlässigkeit, des Industriedesigns, der Ergonomie und der Benutzerfreundlichkeit des Motors.

Adaption erprobter Technik auf neue Einsatzgebiete

Ganz praktisch wird das in einer Vielzahl von Details deutlich. Während der inoffiziellen Vorschau auf erste Details des Motors „auf dem Trockenen“ im Testcenter Lake X hatten der Kollege der Redaktion des MotorBoot Magazins, die Gelegenheit den neuen Motor schon mal live in Augenschein zu nehmen.

Den vollständigen Bericht und eine ausführliche Vorschau zum neuen, spannenden Mercury E-Antrieb, sowie einen kleinen Rückblick in die lange Historie des Motorenherstellers lest ihr bei den Kollegen von motorbootonline.de

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