Expeditionen: Arved Fuchs segelt in die Antarktis – Start Mittwoch in Hamburg

„Ocean Change“

Arved Fuchs, Expedition, Antarktis

Es könnte wieder durchaus rau werden! Die Dagmar Aaen auf einer (früheren) Extrem-Fahrt © fuchs

Der bekannte Abenteurer Arved Fuchs und seine Crew werden bei ihrer neuen Expedition an Bord des Haikutters „Dagmar Aaen“ Themen wie Plastikmüll, Überfischung, Artenschwund widmen.

Lange, aufwändige Reisen in die Polarregionen unseres Planeten ist man von Arved Fuchs durchaus gewohnt. Die Liste seiner Abenteuer dort ist bekanntlich lang: 1989 erreichte er als erster Mensch innerhalb eines Jahres beide Pole zu Fuß.

Auf dem für extreme Wetterverhältnisse umgebauten Haikutter „Dagmar Aaen“ – das Schiff besteht zu 95% aus Eichenholz – umsegelte er 1995-1996 Amerika, er fuhr durch die Nordost- (2002) und durch die Nordwest-Passage (2003/2004) und segelte auf einem Rettungsboot-Nachbau die legendäre Rettungsaktion von Sir Ernst Shackleton nach.

Arved Fuchs, Expedition, Antarktis

Fühlt sich in extremen Regionen pudelwohl: Der Haikutter Dagmar Aaen © fuchs

In den vergangenen Jahren widmete sich Arved Fuchs immer mehr umweltpolitischen Aspekten wie dem Klimawandel und dessen Einfluss auf die Polarregionen sowie allen Themen rund um die Meeresverschmutzung.

 “Alles hängt mit allem zusammen”

Für seine neue Expedition „Ocean Change“ muss der „Botschafter der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ mit seiner Crew auf der „Dagmar Aaen“ zunächst einen langen Weg auf sich nehmen. Am Mittwoch startet er von Hamburg in die südliche Hemisphäre: zunächst geht es Richtung Kapverden, dann soll der Atlantik überquert werden, danach geht es entlang der brasilianischen und argentinischen Küste Richtung Feuerland und schließlich weiter zur antarktischen Halbinsel.

Arved Fuchs, Expedition, Antarktis

Will es wieder wissen: Arved Fuchs und Crew starten am Mittwoch zur Atlantik-Überquerung. Ziel: Antarktis © ndr

Im Südpolargebiet will Fuchs dann wissenschaftlich aktiv werden und die Veränderungen in den Meeren dokumentieren. Themen wie „Wie wirkt sich auch dort die Überfischung aus?“ und „was genau führt zum Schwund der Artenvielfalt in den Südpolarmeeren?“ oder „ist Plastikmüll auch in den antarktischen Gewässern ein Problem?“ werden ihn und seine Mannschaft für die nächsten Jahre beschäftigen.

„Es kann nicht im Sinne der Menschheit sein, dass die Polkappen in diesem dramatischen Ausmaß weiter schmelzen!“ sagte Fuchs in mehreren Interviews. Mit der Erderwärmung gehe ein Lebensraum und ein wichtiges Temperatur-Regulativ für das Weltklima verloren. „Alles hängt mit allem zusammen, das habe ich auf meinen Expeditionen gelernt!“

Arved Fuchs, Expedition, Antarktis

Fühlt sich in extremen Regionen pudelwohl: Der Haikutter Dagmar Aaen © fuchs

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TV-Tipp:
Montag, 03.08. – 21 Uhr (ARD-alpha)

“Im Land der weißen Wölfe – Mit Arved Fuchs auf Ellesmere Island”

(Wh. am 04.08. um 17:15 Uhr)

NDR-Radio-Interview mit Arved Fuchs

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Michael Kunst

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