Die italienische Segellegende Giovanni Soldini ist nicht länger Leiter des ambitionierten Hypersail-Projekts von Ferrari. Die Hintergründe dieses überraschenden Wechsels in einer kritischen Phase des Projekts sind rätselhaft.

Das revolutionäre Neubauprojekt Ferrari Hypersail steckt in der Endphase seiner Fertigung. Am 21. April soll der 100-Fußer, der mit dem Anspruch antritt, die schnellste Hochseeyacht aller Zeiten zu werden, der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der spektakuläre fliegende Einrumpfer – konzipiert mit den Schwenk-Foils der AC75 America’s Cupper, jedoch mit dem Neigekiel eines IMOCA – soll dank radikaler Foil-Technologie den jüngst von Thomas Coville aufgestellten Jules-Verne-Rekord um die Welt pulverisieren und auch den neuen Gitana-Trimaran in die Schranken weisen.
Mit dem legendären italienischen Offshore-Helden Giovanni Soldini (59) an der Spitze war eine sympathische Führungsfigur gefunden worden, die dem Vorhaben ein Gesicht gab. Soldini spielte eine besonders wichtige Rolle in der Karriere von Boris Herrmann, indem er den Deutschen bei seinen Rekordfahrten mit den Maserati-Yachten (VO70 und MOD 70) als Navigator engagierte.

Dass Soldini, dessen Bekanntheit unter anderem auf der Rettung der Französin Isabelle Autissier beim Around Alone 1998 beruht, nun kurz vor der Präsentation des Bootes aus dem Ferrari-Hypersail-Projekt ausscheidet, ist eine Überraschung und war sicher so nicht geplant. Offiziell heißt es, dass mit dem Abschluss der Entwurfs- und Bauphase Soldinis Mission erfüllt sei.

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