Hilfe per Drohnenboot nach Hubschrauber-Abschuss: Ist das die Zukunft der Seenotrettung?

Vom Kriegseinsatz zur Lebensrettung

Ausgerechnet ein Vorfall, der den Konflikt zwischen den USA und dem Iran eskalierte, könnte sich als Meilenstein für die zivile Rettung auf See erweisen. Nachdem ein US-Army-Apache-Hubschrauber nahe der Straße von Hormus abgeschossen worden war, wurde die Besatzung erstmals von einem autonom agierenden, unbemannten Boot aus dem Wasser geborgen.

die 24 Fuß lange Saronic Corsair Drohne. © Saronic

Der Zwischenfall entwickelte sich zu einem heiklen Moment des Krieges. Washington machte Teheran für den Abschuss verantwortlich, die USA reagierten mit Vergeltungsschlägen, und laufende Vermittlungsbemühungen zur Beendigung der Kampfhandlungen gerieten ins Stocken. Fast unbeachtet von den politischen Schlagzeilen schrieb die anschließende Rettungsaktion jedoch Technologiegeschichte.

Die beiden Piloten hatten nach dem Treffer offenbar eine Notwasserung des Helikopters eingeleitet, sie befanden sich danach gut zwei Stunden im Golf von Oman und warteten auf Rettung. Anstatt aber einen weiteren bemannten Helikopter in den gefährlichen Luftraum zu schicken, wandten sich die Kommandeure an die Task Force 59, die Einheit der 5. US-Flotte, die unbemannte Systeme integriert und seit Ende März 2026 Corsair-USVs in der Region stationiert hatte.

Eine solche Überwasserdrohne wurde zum Standort der Besatzung geleitet und fand sie nach etwa zwei Stunden. Die offenbar weitgehend unverletzten Piloten waren in der Lage, sich auf den Rumpf mit geringem Freibord hochzuziehen, und das Boot brachte sie zu einer anderen Position auf dem Wasser, wo ein bemannter Hubschrauber die Bergung abschloss.

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