J-Class “Britannia”: Kran-Manöver der 122 Fuß Replika gescheitert

Alte Lady zu schwer

"Britannia" ist beim ersten Lift zu schwer und muss wieder ins Wasser. © k1britannia.org

Der Nachbau der legendären J-Class Yacht “Britannia” bleibt seiner problematischen Geschichte, die Erdmann Braschos in der FAZ beschrieben hat, treu. Die Replika des legendären Flaggschiffs von King Gerorge V ist nach einem langen Schlepp aus Norwegen in Cowes angekommen und sollte per Schwimmkran für den weiteren Ausbau an Land gestellt werden.

Aber als der 122 Fußer schon im Geschirr hing, stellte die beauftragte Firma fest, dass die Yacht 138 Tonnen statt der ewarteten 125 Tonnen wog. Dieses Gewicht lag deutlich über dem Versicherungslimit. Der Lift wurde abgebrochen. Am Dienstag soll ein neuer Versuch starten. Zwischen 1993 and 2009 wurde 16 Jahre lang der Rumpf in Russland fertiggestellt.

Der vorerst gescheiterte Plan vom Lift. © k1britannia.org

Die “echte” “Britannia” liegt in einem Schlammgrab vor Cowes südlich der Needles, wo sie am 1. Juli 1936 nach dem Tod von King George V versenkt worden war. Die genaue Position ist unbekannt.

Den Nachbau hat eine britische Stiftung erworben. Sie will mit benachteiligten Kindern und Kriegsveteranen segeln gehen sowie Gelder für einen guten Zweck auf der ganzen Welt sammeln.

Video: “Britannia” und ihre Geschichte

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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14 Kommentare zu „J-Class “Britannia”: Kran-Manöver der 122 Fuß Replika gescheitert“

  1. avatar Fastnetwinner sagt:

    Ihr schreibt, daß die “echte” “Britannia” in einem Schlammgrab vor Cowes südlich der Needles, auf unbekannter Position liegt. Das ist doch ne Steilvorlage für eine viel bessere Geschichte:

    SR sucht & findet echte Britania! Die Herren Kemmling, John und Braschos haben den alten Kemmlingschen FD in Yarmouth rand voller Tauchpullen gepackt, und sind mit einem auf eBay ersteigerten Fish-Finder, den Sie mit Greytape am Schwertkasten festgemacht haben, auf der Christchurchbay auf und ab gefahren! Dabei fanden Sie neben dem üblichen Schanker, den die Pomms da warscheinlich über die Jahre versenkt haben, die Yacht des Königs (er soll ja Hannoveraner gewesen sein). SR veranstaltet exclusiv eine Leserreise nach Cowes , wo die stolze Yacht auf Max-Bahr-Böcken im Hinterhof vom Pierview steht. Als Gimmick gibt es eine Fahhrad-Tour zu dem Campingplatz, vor dem sich Pinta 1993 den Kiel abgefahren hat.

    Wenn Ihr das schafft, dann verlängere ich mein SR-Abo vorzeitig!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 12 Daumen runter 0

  2. avatar T.K. sagt:

    Unglaublich – da wird eine Replik gebaut nach sicher präzisen CAD-Zeichnungen. Alles wird bis ins Detail am Computer gezeichnet. Da wäre es doch ein einfaches gewesen Anhand des größeren Tiefganges den nicht (unüblichen) unerheblichen Gewichtszuwachs festzustellen! Jeder Vermesser sollte sowas können! Was sind da für Dilletanten am Werk…..

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    • avatar T.K. sagt:

      Schade, dass man hier seine eigenen Beiträge nicht editieren kann. Musste grade lesen, dass sie doch nach Original Plänen gebaut wurde also doch nicht auf CAD basierend. Dennoch sollte es einem Konstrukteur anhand der Pläne möglich sein die theoretische Wasserlinie zu finden (woher kommt sonst der Wasserpass…). Und wenns dann 10-15cm tiefer liegt ist der Dampfer halt schwerer.

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  3. avatar anonym ;) sagt:

    hmmm . . . nen 12er willdoch auch nicht schäre genannt werden?!? Ich glaub die Brittania ist /war keine J Class sondern iregend ne andere “Class”

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  4. avatar anonym ;) sagt:

    . . . “BigBoatClass” laut J Class Yachts Homepage

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    • avatar AC90 sagt:

      Nun, sie war keine original J-Class Yacht, wurde aber 1931 an J-class universal rule angepasst.

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      • avatar Söldner sagt:

        Hat aber als J-Class-Yacht nie funktioniert, denn ohne das große Gaffelrigg war das Schiff hoffnungslos unterpowert. Britannia als legendären J-Class Yacht zu bezeichnen ist zeugt schon von wenig Sachkenntnis.

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        • avatar Fastnetwinner sagt:

          @Söldner: Was hat denn der Ausdruck “legendäre J-Classe-Yacht” mit mangelnder Sachkenntnis zu tun? Es ist doch wohl unbestritten, das es viele Legenden um das Boot gibt, und somit ist es legendär. Und es ist auch unbestritten, daß es mal einen J-Class-Messbrief hatte. Somit ist es wohl ganz richtig und sachkenntnisreich es als legendäre J-Class Yacht zu bezeichnen.

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        • avatar Wilfried sagt:

          die Britannia war schon als Big Boat legendär und hat über mehr als 30 Jahre am Regattazirkus teilgenommen. Zum Schluss war sie als 35 Jahre altes umgeriggtes Boot nicht mehr vorne. Legendär war sie trotzdem und J-Class dann auch. Der Rest ist Haarspalterei.

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  5. avatar Wilfried sagt:

    Möchte mal wissen wie diese Stiftung neben Bau und Unterhalt des Schiffes noch Gelder für einen guten Zweck übrig behalten will. Scheint mir doch eher ein als Stiftung getarntes oder Steueroptimiertes Liebhaberprojekt zu sein.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

  6. avatar Norbert Hanßen sagt:

    Baue gerade die Britannia als Modellsegelboot (1,63m Länge) , bin beeindruckt von den schönen Linien. Es ist eine Mischung zwischen Schärenkreuzer und Hochseekutter ! Anzuschauen bei Google, nur Norbert Hanßen eingeben.

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