Stephan Bodens Kolumne: Liebe Bootsverkäufer, macht es uns doch nicht so schwer

„Segelboot zu verkaufen. Preis VB. Bei Interesse melden.“

Wenn man ein gebrauchtes Boot sucht, sind Fotos, Details, Informationen und Basisangaben hilfreich. In einem Markt, der gerade völlig am Boden liegt, haben das viele Verkäufer offenbar nicht begriffen. Über die teils unglaublichen Erfahrungen auf Verkaufsplattformen. 

Endgegner Bootsuche © Stephan Boden

 

Seit einigen Wochen suche ich ein neues, gebrauchtes Boot. Ostsee- und Familientauglich soll es sein, nicht zu groß, nicht zu klein. Ich habe klare Vorstellungen, gemixt mit einer großen Portion Flexibilität. Das Boot soll nicht zu weit weg stehen, ein Umkreis von 100 Km um Kiel ist die Grenze. Wenn es trailerbar ist, auf einem Trailer steht und genau so mitgenommen werden kann: perfekt. 

Bei einer Suche gehen sicher die meisten Menschen wie folgt vor: Zunächst gibt man an, was man sucht, dann den Umkreis, in dem gesucht werden soll, danach eine Preisspanne. Zwar lässt sich das immer weiter filtern, aber da ich weiß, was da draußen oft beim Einstellen von Verkaufsanzeigen passiert, bleiben diese Filter leer, weil einem sonst gute Angebote gar nicht erst angezeigt werden. 

Danach wird einem eine Liste von Booten angezeigt. Und beim Überfliegen ist immer ein Faktor der Entscheidende, um auf eine Anzeige zu klicken: das Titelbild. Aber dazu später.  Zunächst wichtiger ist, welche Erkenntnis in den letzten Tagen immer mehr in mir reift: Manche Menschen möchten ihr Boot offenbar gar nicht verkaufen. Anders kann ich mir die folgenden Beispiele nicht erklären:

Anzeigen, in denen nicht einmal der Bootstyp genannt

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2 Kommentare zu „Stephan Bodens Kolumne: Liebe Bootsverkäufer, macht es uns doch nicht so schwer“

  1. PL_castrischer

    sagt:

    Ich denke, die Qualität der Anzeigen spiegelt häufig auch den Pflegezustand des Bootes wieder. Die Hoffnung bei liederlichen Anzeigen gepflegte Boote vorzufinden, ist wahrscheinlich genau das: nur eine Hoffnung. Das vom unwissenden Enkel angebotene Schmuckstück des dementen Opa mag vorkommen, aber doch auch eher so häufig wei ein Einhorn. Insofern kann man es positiv sehen: Die Qualität der Anzeigen hilft wahrscheinlich bei einer sinnvollen Vorauswahl.

    1. Genauso sehe ich das auch. Man zieht ja Rückschlüsse

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