Jules Verne Trophy: Spindrift nach 30 Tagen am Kap Hoorn 18 Stunden unter der Rekordzeit

Am Sonntag will mein Süßer...

Jules Verne Trophy Spindrift

Der Wind ist so moderat, dass sogar die Drohne Bilder schießen kann. ©Yann Riou | Spindrift racing

Jules Verne Trophy Spindrift

Die Spindrift Crew vor dem Kap. ©Yann Riou | Spindrift racing

Yann Guichard und Dona Bertarelli haben das Kap Hoorn nach 30 Tagen und vier Stunden in Rekordzeit gerundet. IDEC fällt immer weiter zurück.

Jules Verne Trophy Spindrift

Pärchen-Segeln mal auf die andere Art. ©Yann Riou | Spindrift racing

Der Maxi-Trimaran Spindrift hat das berühmteste Kap der Welt gerundet. Dabei liegt er komfortable 533 Meilen vor dem ehemaligen Rekordhalter “Banque Populaire”. Guichard und seine Freundin Dona Bertarelli meistern die Unbilden ihres ausgefallenen Hobbys bestens.

Dabei hat Spindrift die Passage um das Kap deutlich besser gemeistert, als Joyon mit IDEC. Das rote Boot mit Boris Herrmann ist ebenfalls schneller als der Rekord (zZt 205 Meilen), aber das ist nicht mehr viel wert. Die neue Messlatte legt Spindrift. Und der Rückstand auf den realen Gegner ist wieder deutlich angewachsen.

Spindrift am Kap Hoorn

Spindrift am Kap Hoorn

Aber die kleine IDEC Crew hat noch nicht aufgegeben. Es werde alles im Atlantik entschieden, sagt Crewmitglied Gwénolé Gahinet. “Dort spielt das Glück eine große Rolle, und wir müssen gut segeln.”

Tatsächlich birgt der große Rückstand auf Spindrift durchaus auch Chancen. Er ermöglicht einen anderen Kurs als der Gegner, und der wäre kaum zu verteidigen, da Spindrift in einem anderen Wettersystem segelt.

Das hatte sich schon bei der Aufholjagd im Südmeer gezeigt. Allerdings bestätigte sich dann wieder Im direkten Vergleich auf der gleichen Route bestätigte sich dann wieder, dass das schwarze Boot für Joyon nicht zu schlagen ist.

Dona Bertarelli sagt zum Teilerfolg: “Wir hatten uns zuvor am Start das Ziel gesetzt am Kap Hoorn, im besten Fall zwei Tage vor dem Rekord zu liegen und im schlechtesten ein Tag dahinter. Nun sind wir einen halben Tag vorne. Da ist noch gar nichts entschieden, denn Loick Peyron und seine Männer waren im Atlantik sehr schnell, wenn auch nicht unschlagbar.

Nach dem Rekord am Äquator hatten wir große Probleme mit den Wettersystemen. Erst im Indischen Ozean, dann im Pazifik. Unsere Führung schmolz dahin wie Schnee in der Sonne. Ich hoffe, dass Aeolus, der griechische Windgott, uns nicht weitere Fallen stellt.  Aber ich weiß, dass immer noch ein weiter Weg vor uns liegt. Es wird weitere Fallen geben, und wir können uns noch lange nicht entspannen.”

“At the start of the Jules Verne Trophy, we set a goal to get to Cape Horn in record time; at best with a two-day lead and at worst a day behind. In the end, we’ll have a good half-day lead. Therefore, nothing is decided because Loïck Peyron and his men were like lightning back up the Atlantic. Not unbeatable, but very fast. Since the Equator, where we set a new record, Spindrift 2 has not stopped having trouble with weather systems. First in the Indian Ocean and then in the Pacific: the lead we had acquired melted like snow in the sun in front of ridges of high pressure, troughs and other phenomena regularly blocking the road. I hope that Aeolus (the Greek god of winds) has finished trying to get us with his traps. But I know very well that it’s still a long road ahead. There’ll be more traps, and we’re not going to be able to relax or lose focus at all.”

Jules Verne Tracker IDEC

Jules Verne Tracker Spindrift

Der Vorsprung von Spindrift grau) ist deutlich angewachsen.

Der Vorsprung von Spindrift (grau) ist deutlich angewachsen.

Jules Verne Trophy Spindrift

Spindrift unter großem Vorsegel in voller Fahrt. ©Yann Riou | Spindrift racing

Jules Verne Trophy Spindrift

So sieht die See in der Nähe des Kap Hoorn aus. ©Yann Riou | Spindrift racing

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Der Pazifik liegt im Kielwasser. ©Yann Riou | Spindrift racing

Jules Verne Trophy Spindrift

Dona Bertarelli macht ne Menge mit beim Higspeed-Törn. ©Yann Riou | Spindrift racing

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Carsten Kemmling

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3 Kommentare zu „Jules Verne Trophy: Spindrift nach 30 Tagen am Kap Hoorn 18 Stunden unter der Rekordzeit“

  1. avatar T.K. sagt:

    Der irre Ivan von Idec gestern hat wohl doch viel Zeit gekostet…..Den muss uns Boris noch erklären….

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  2. avatar RMM sagt:

    Ich glaube nicht, dass es schneller gewesen wäre, direkt in die Flaute reinzusegeln. Da ist IDEC einfach den Schritt zu langsam gewesen, um noch SD2s Wettersystem mitzunehmen. SD2 wird in den kommenden 2 Tagen extrem viel verlieren; vielleicht nutzt es IDEC am Ende, dass sie eben nicht im gleichen Wettersystem stecken.

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