Mann-über-Bord-Unglück: Skipper schien gerettet und stirbt doch – Fazit der Untersuchung

Anatomie eines Seeunfalls

Ein tragischer MOB-Unfall mit tödlichem Ausgang während des Newport-Bermuda-Race im Juni 2022 veranlasste US Sailing zu einer eingehenden Untersuchung. Resultat: Einige Sicherheitsmaßnahmen müssen öfter trainiert werden.

Die Centurion MOM © Newport Bermuda Race

Sicherheitsmaßnahmen an Bord von Cruising- oder Regattayachten auf See zählen zu den vielzitierten „never ending stories“ im Segelsport. Kaum ein anderes Thema wird so häufig diskutiert, kein anderes polarisiert mehr. Dabei kann es – von außen „betrachtet“ – nur eine schlüssige Konklusion geben: Jeder und jede sind verpflichtet, ein Maximum für die eigene Sicherheit und die Sicherheit der Mitsegler respektive Crew zu tun.

Dazu gehören Sicherheits- und Rettungsmittel bzw. -maßnahmen genauso wie der Wille, diese auch umzusetzen respektive zu nutzen. Und genau an Letzterem hakt es immer wieder, scheiden sich zumindest die Geister. Trotz aller sachkundigen und praxiserprobten Aufklärung über die Sicherheit an Bord, werden die entsprechenden Maßnahmen oft genug allzu „locker“ gehandhabt oder eben nur in der Theorie beherzigt. Dass Sicherheit an Bord auch praktische Vorbereitung bzw. Training in vergleichbaren Situationen beinhaltet, wird zudem meist geflissentlich ignoriert.

US Sailing hat die Untersuchung eines tödlichen Unfalls an Bord einer Yacht veröffentlicht. Sie legt auf professionelle Weise nach ausführlichen Gesprächen mit den Beteiligten dar, was geschehen ist, wie man was hätte verhindern können und welche lebensrettenden Trainingsmaßnahmen im Vorfeld hilfreich gewesen wären.

Die folgenden Zeilen beschreiben in Zusammenfassung den Unfallhergang und die von US Sailing empfohlenen Übungsmaßnahmen, um ähnliche Situation zu verhindern bzw. um Leben zu retten. 

Nur einer war nicht angeleint: der Skipper!

Am 17 Juni 2022 starteten an der US-Ostküste mehr als zweihundert Yachten und Boote zum 52 Newport-Bermuda-Race. Zum elften Mal dabei war Colin Golder aus New Providence auf seiner Yacht MOM, eine Centurion 42. Sieben Crew-Mitglieder begleiteten den erfahrenen Hochsee-Regattasegler;

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Michael Kunst

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