Mobilfunk-Abdeckung: Wo in der Deutschen Bucht das Handy nicht funktioniert

Funklöcher gesucht

Der Ausbau der Deutschen Bucht mit leistungsfähigen Mobilfunkinfrastrukturen ist ein wichtiges Ziel für die Digitalisierung des Schiffsverkehrs. Weiterhin trägt eine verlässliche Mobilfunkversorgung zur größeren Sicherheit im Notfall bei, insbesondere für Freizeitkapitäne.

Die Abdeckung des Telekom-Funknetzes in der Deutschen Bucht. © BZNB

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) setzt sich das Breitbandzentrum Niedersachsen-Bremen (BZNB) für die Versorgung der Deutschen Bucht mit leistungsfähigen Mobilfunknetzen ein. Um die Planung neuer Mobilfunkplattformen in der Deutschen Bucht zu konkretisieren, ist es erforderlich, die Mobilfunkversorgung objektiv zu prüfen und die bestehenden Funklöcher zu kartieren.

Erste Messungen wurden bereits von Lotsen durchgeführt, um ein umfassendes Bild der Mobilfunkversorgung vor Ort zu bekommen ist es jedoch wichtig, dass möglichst viele „Seefahrer“ freiwillig die „Breitbandmessung-App“ der Bundesnetzagentur auf ihre Smartphones laden und während der Befahrung der Deutschen Bucht die App nutzen.

Vodafone © BZNB

Die App kann auf www.breitbandmessung.de  bzw. für IPhone-Nutzer im Apple Store und für Android Nutzer bei Google Play heruntergeladen werden. Die ersten Ergebnisse der Messung werden bereits Mitte August verarbeitet, deshalb wird empfohlen, die App schnellstmöglich zu installieren und zu nutzen.

Sobald die App auf dem Smartphone aktiviert ist und die Erfassung gestartet wurde (erkennbar durch ein kleines Antennensymbol auf dem Display), sammelt sie Daten zur Mobilfunkversorgung und georeferenziert diese. Individuelle Ergebnisse können sich die Nutzer jederzeit ansehen. Alle georeferenzierten Erfassungen innerhalb der Deutschen Bucht fließen in die Funkloch-Karte der Bundesnetzagentur ein.

Telefonica © BZNB

Eine theoretische Funkplanung zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung der Deutschen Bucht wurde bereits von der Technischen Universität Braunschweig im Auftrag des BMVI durchgeführt und in einer Studie beschrieben. Außerdem wird in Kürze eine Kostenstudie für die Mobilfunkplattformen vom BZNB auf www.bznb.de veröffentlicht.

 

Das Breitbandzentrum Niedersachsen-Bremen (BZNB)

Das Breitbandzentrum Niedersachsen-Bremen in Osterholz-Scharmbeck setzt sich seit 2008 für den nachhaltigen flächendeckenden Ausbau von digitaler Infrastruktur ein und fördert den Dialog zwischen allen Akteuren des Breitbandausbaus. Es ist der kompetente Ansprechpartner für Kommunen, Provider und Bürger zu allen Fragen des Breitband-, Mobilfunk- und WLAN-Ausbaus.

 

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