Meinung Nach Kostenschock und Korruption – zieht endlich Konsequenzen!

Ein Wind-Jammer

Gorch Fock, Skandal

Stolzes Schulschiff, Relikt aus längst vergangenen Zeiten: die Gorch Fock © Presseportal Deutsche Marine

Von 10 auf 135 Millionen Euro – die Grundinstandsetzungsmaßnahmen an der Gorch Fock sind ein Skandal. Es müssen Konsequenzen für die Zukunft gezogen werden, meint miku.

Es ist atemberaubend und macht fassungslos, obwohl es eigentlich schon seit Monaten bekannt ist: 135 Millionen Euro soll die Sanierung der Gorch Fock kosten. Was dieser an sich schon nahezu unfassbaren Summe jedoch die „Krone“ aufsetzt: Nun wird dieser Kostenskandal par excellence auch noch von mutmaßlicher Korruption überschattet. 

So hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück Büros von zwei Unternehmen und Häuser mehrerer Privatpersonen durchsucht, war auch auf dem Werftgelände aktiv und hat offenbar Akten und Datenträger „gesichert“. Hintergrund: ein Mitarbeiter des Marinearsenals in Wilhelmshaven hatte sich selbst der Vorteilsnahme bezichtigt, weil er offenbar vergünstigte Darlehen von einem Auftragnehmer erhalten hat, der wiederum an der Sanierung der „Gorch Fock“ beteiligt ist. 

Was soll das alles?

Nun wird also untersucht, inwiefern dieser Mitarbeiter, der für „die technische Preisprüfung bei der Gorch Fock-Reparatur“ zuständig war, besagtem Auftragnehmer gewisse Vorteile im Gegenzug für dessen großzügige Darlehen zugestanden hat. 

Auch wenn im Zuge der Ermittlungen aufgedeckt wird, dass tatsächlich Korruption bei der Auftragsverteilung im Spiel war und sich so vielleicht der eine oder andere beteiligte Betrieb mit kriminellen Mitteln Vorteile verschafft hat, bleibt doch die Frage: Wie konnte es zu solchen Auswüchsen überhaupt erst kommen? 

Einhundertfünfunddreißig Millionen Euro, um ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten wieder segelfähig zu machen. Einhundertfünfunddreißig Millionen Euro, um eine verstaubte Tradition zu bewahren, die vielen längst mehr als fragwürdig erscheint.

Der wahre Skandal ist doch: Es findet in der Marine, zumindest bei diesem Grundinstandsetzungsprojekt, ganz offensichtlich keine Kostenkontrolle statt! Als die „Gorch Fock“ zur Sanierung geschleppt wurde, veranschlagte man 10 Millionen Euro. Zwei Jahre später hieß es: 35 Millionen Euro wird’s wohl kosten. Kurz darauf die Ansage, dass wohl erst nach Ausgaben von 75 Millionen Euro die Segel gesetzt werden können (SR-Artikel). Und nun: Einhundertfünfunddreißig Millionen Euro! 

Wie kann das sein? Warum finden hier keine Kontrollen statt, warum legte keiner rechtzeitig den Rückwärtsgang ein, bevor der Kahn auf die Mole bretterte? Das Verteidigungsministerium begründet diese skandalöse Summe damit, dass „zum Beginn der Ausschreibung das Ausmaß der Schäden und damit der tatsächliche Zustand des Schiffes nicht bekannt“ gewesen sei. 

Moment mal – soll das etwa heißen, dass man die Durchführbarkeit eines Projektes, das mit Steuergeldern bezahlt wird, nicht im Vorfeld bis ins kleinste Detail untersucht hat? 

Nicht sorgfältig überprüft?

Oder anders gefragt: Wie gut kennt die Marine eigentlich ihre Dreimastbark? Wenn ich meinen ebenfalls alternden Vintage-Mini 6.50 wie die Gorch Fock in den Jahren 2010, 2012 und 2013 jedes Mal für eine gewisse Summe zur Instandsetzung in die Werft gegeben hätte, dann wüsste ich doch zumindest hinterher, wo weitere Baustellen zu erwarten sind. Weil ich die Bootsbauer gefragt hätte, und die mir dazu als Fachleute ihre Einschätzung abgegeben hätten. 

Ich weiß, ich weiß: Natürlich vergleiche ich hier Äpfel mit Birnen. Aber es ist doch beides Obst, und das fault eben nach einer gewissen Zeit. Also muss ich Kontrollen im Obstkorb vornehmen und Entscheidungen fällen. 

Bei der Marine lief das alles ganz anders. Man hat’s ja: Wenn 35 oder gar 75 Millionen nicht reichen… okay, dann eben 135 Millionen! Ob es dabei mit rechten Dingen zugeht? Ob man bei einer gewissen Summe abwinken muss? Ob man diejenigen, die ihre vorherigen Kostenvoranschläge immer wieder aufs Neue nach oben korrigieren, vielleicht einmal überprüfen muss? Schulterzucken. 

Wohlgemerkt, der verdächtige Mitarbeiter des Marinearsenals Wilhelmshaven hat sich selbst angezeigt, sein mutmaßlich korruptes Verhalten wurde von keiner Prüfstelle entdeckt. Wieviele „Leichen da wohl noch im Keller schlummern“? 

Am Donnerstag soll es nun ein Krisentreffen geben. Die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wird daran teilnehmen und ein Inspekteur der Marine. Man wolle sich einen Überblick verschaffen, heißt es. 

Lasst das Preisschild dran!

Ein Abbruch der Grundinstandsetzungsarbeiten an der Gorch Fock stehe nicht zur Diskussion, ist zu lesen. Kunststück: 80 Millionen Euro sind bereits ausgegeben, für die Summe von weiteren 30 Millionen Euro steht die Marine bereits in der Zahlungsverpflichtung. 

Es stellt sich die Frage: Ist das nicht per se schon ein seltsames Gebaren, wenn Steuergelder ohne jegliche Kontrolle einfach so „versenkt“ werden? Muss hier nicht ein ganzes System auf den Kopf oder zumindest in Frage gestellt werden? Müssen nicht Konsequenzen gezogen werden, um derartige finanzielle Desaster in Zukunft zu verhindern?

Und was kann nun mit der Gorch Fock geschehen? Verschrottet wird sie nun (hoffentlich) nicht, nachdem so viel Geld geflossen ist. Vielleicht wird sie ja tatsächlich bald wider als stolzes Schulschiff zehn Dutzend Marineoffiziersanwärter in Sachen Teamgeist schulen. Und die deutsche Marine in den Häfen dieser Welt repräsentieren. Man sollte ein Preisschild dran hängen lassen, damit die Welt sieht, wieviel der deutschen Nation ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten wert ist. 

Klar – hinterher ist man immer schlauer. Aber was hätte man nicht alles mit dem Geld „unter Segeln“ finanzieren und dabei durchaus Deutschland in der Welt repräsentieren können? So wird nur ein buchstäblicher Wind-Jammer draus… 

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Michael Kunst

Näheres zu miku findest Du hier

13 Kommentare zu „Nach Kostenschock und Korruption – zieht endlich Konsequenzen!“

  1. avatar Heine sagt:

    Richtig! Wir treten doch sowieso unsere Kultur, unsere Traditionen und unsere Geschichte wie kein anderes Land mit Füßen, da ist es nur folgerichtig den ollen Kahn auch noch abzuschaffen…

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    • avatar Christian sagt:

      Korruption und horrende Mehrkosten sind unsere Tradition, die wir mit Fuessen treten? Sehr komisch. Heine, geh in deinen AfD-Ortsverband und reisse dort deine schlechten Witze.

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  2. avatar Tom sagt:

    Also für das Geld hätte man vermutlich auch ein vergleichbares Schiff in sehr gutem Zustand kaufen können, wahrscheinlich wäre sogar ein Neubau dafür machbar gewesen, ich möchte Anmerken selbst die Baukosten der Maltese Falcon war deutlich geringer als die 135mio.

    Dabei ist fraglich ob man ein Segelschulschiff bei der Marine denn überhaupt noch braucht, was ich für höchst unwahrscheinlich da veraltet halte, Grade bei der Bundeswehr wäre das Geld an anderer Stelle wohl besser aufgehoben.

    Im übrigen bin ich absolut nicht der Meinung dass wir hier oder sonst wo irgendeine Tradition mit Füßen treten, ich meine warum sollte man unbedingt an dem alten Mist festhalten wenn es sehr gute Gründe gibt es nicht zu tun oder es uns sogar von neuem abhält. Allerdings ist dies auch der falsche Ort für eine politische Diskussion.

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    • avatar eku sagt:

      Kaufen? … neubauen lassen können – auch in DE

      Ich gebe dir ja recht: Politik raushalten ist keine schlechte Idee!
      Wenn ich allerdings so gelegentlich Preise für Neubauten bei sagen wir mal grob “benachbarten” Werften höre (Hörensagen! Nix genaues wissen ich), wo dann die Wasserkräne “vergoldet” sind …

      Es fällt schwer, da die Politik herauszuhalten. Und:
      Damit meine ich nicht das übliche Gezeter von wegen die da oben oder son Blödsinn!

      Die Bundeswehr und damit auch die Marine ist Teil einer Rebublik und damit deren Grundsätzen verpflichtet.
      Es ist evtl eine etwas idealistische Vorstellung meinerseits, aber diese Verpflichtung/Bürde/Verantwortung sollte sich auch in allen finanziellen Belangen wiederfinden. Wenn es denn Geld kosten muss: ok – sollte nur zuvor ordentlich drüber geredet werden.
      Ich kann da leider iA nur das allgemeine Credo “Jeder ist sich selbst der nächste” wiederfinden.

      Mal provokant formuliert: Das bisher ausgegebene Geld ist sicherlich nicht in der Weihnachtstüte der Werft(Leih)arbeiter gelandet.

      Aber wie bereits von dir gesagt (und mir ergänzt): Im Interesse eines allgemein guten Auskommens hier auf dieser Webseite ist Politik raushalten sicherlich richtig.

      Verzeiht also meinen (zugegebenermaßen leicht zynischen) Unterton.

      Eku

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  3. avatar Andreas Borrink sagt:

    Wenn das unsere Kultur sein soll, dann trete ich fleissig mit. Jeder, der “gedient” hat (ich habe), weiss, wie unsere Bundeswehr funktioniert – oder eben nicht. Was das Verbraten von Steuergeldern angeht, liegen wir da gut im Rennen mit anderen Bananenrepubliken und da ist die “Gorch Fock” nur die Spitze eines Eisbergs, den wir gar nicht kennen möchten. Hubschrauber, die nicht fliegen, Gewehre, die schief schiessen und Moore, die von Krieg spielenden Schwachmaaten in Brand geschossen werden, sind weitere Beispiele.

    Sicher gehören Grundsatzdiskussion über die Notwendigkeit einer solchen “Wehr” (Gott bewahre uns vor diesem Fall) nicht in dieses Forum; ein wenig vorweihnachtliche Empörung über das, was da läuft, kann aber doch nicht schaden!?

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  4. avatar Hannes sagt:

    Die Sache ist ganz einfach. Als Werft machst du ein Angebot für ein Leistungspaket mit dem man nicht einmal das Material kaufen kann um den Auftrag überhaupt erst einmal zu bekommen. Steht das Ding aber erst einmal hoch und trocken wird über die Nachaufträge (und die kommen immer) Geld verdient. Dazu kommt ein völlig überfordertes Amt der Bundeswehr welches nicht ansatzweise in der Lage ist Verantwortung zu übernehmen und jeden Rostfleck durch neues Blech ersetzen lässt und schon gibt es eine 135 Millionen Euro Baustelle.

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    • avatar Tom sagt:

      Ja natürlich ist es so, wenn dann aus den 10mio auch noch 30 oder 50 geworden wären könnte man sagen gut der Kahn war in schlechterem Zustand als angenommen und es wird teurer. Das sind wir in Deutschland ja schon gewöhnt. Aber 135mio??? Ich wüsste gar nicht wo an der Kiste man 135mio euro versenken soll? Die Zahl ist in Kombination mit dieser Kiste absolut unrealistisch, ich meine das Ding war evt. Ja in wirklich schlechtem Zustand aber es war nicht komplett abgebrannt oder gesunken sondern es sollte einfach überholt werden.

      Stellt euch vor ihr lasst eure 505 oder sagen wir Dehler bei einem Bootsbauer nach 25 Jahren überholen und der ruft am Ende ne Summe auf die etwa dem 1,5fachen Neupreis entspricht obwohl vorher ein Preis ausgemacht war. Erstens würde sowas niemand machen sondern vorher den Kunden anrufen und ihm beibringen dass seine Kiste Schrott ist und wenn doch würde kein Kunde diese Summe bezahlen. Aber mit der Bundeswehr geht sowas. Aber es bleibt trotzdem die Frage wo fließen die 135mio an der Kiste hin? Nehmen wir an es wird Material für völlig übertriebene 40mio benötigt und es werden völlig übertriebene 500.000 Arbeitsstunden a100€ benötigt kommt man immernoch erst auf 90mio und diese Kalkulation ist im meinen Augen Fern jeder Realität.

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  5. avatar Christian sagt:

    Die Gorch Fock als Bundeswehrschiff ist auch jenseits des aktuellen himmelschreiden Skandals ein Unding. Eine sehr kleine Zahl von Kadetten lernt auf diesem Windjammer für sauteures Geld Dinge, die sie nie wieder brauchen werden in einer modernen High-Tech-Armee. Und wie weit es mit dem beschworenen “Kameradschaftsgeist” etc, her ist, durften wir rund um die hässlichen Vorgänge mit der tödlich verunglückten Kadettin erfahren.

    Als begeister Segler, aber auch als Steuerzahler fordere ich die Bundesregierung auf, die Gorch Fock umgehend abzustoßen. Alles andere schadet dem Ansehen des Segelsports und ist angesichts von fehlendem Geld für marode Schulen eine krasse Fehlallokation von Steuergeldern..

    Wenn sich Leute finden, denen die Gorch Fock wirklich am Herzen liegt, sollen sie eine private Stiftung gründen.

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    • avatar Matti sagt:

      Als ich damals – Anfang der 1980er Jahre – als W-15er auf der Gorch Fockr eine Reise ins Mittelmeer mitgemacht hatte, ging es in erster Linie ums Repräsentieren. Es gab auf der ganzen Welt Windjammerparaden, und wer sowas mal gesehen hat, der vergisst das nicht wieder. Vor allem, wenn man auf einem Schiff dabei war. Wir waren in Livorno dabei. Viele seefahrende Nationen haben ihre Windjammer dahin geschickt – vielleicht aus Stolz, vielleicht aus Prestige – aber es war immer sehr viel mehr dahinter als nur irgendwelche Kadetten auszubilden. Davon gabs übrigens nie genug – die Segelcrew aus “normalen” Marinern war meistens genauso zahlreich wie die Kadetten.

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  6. avatar Manfred sagt:

    135.000.000.000,00 € geht´s noch? und vermutlich kein Ende in Sicht!

    Alleine die unverschämten Preis Verdoppelungen innerhalb der Werftperiode sind für mich unerklärlich. OK, durch die lange Reparaturzeit ist jetzt wieder der Stahl unter dem frisch verlegtem Teakdeck gerostet (munkelt man in Fachkreisen) So erhält man sich in der Werft ein Langzeitprojekt. Teak runter, werf weg oder in kleinerem Rahmen wiederverwenden/wieder verkaufen auf anderen Projekten und den BW Job NEU anfangen. Aber auch das kann nicht diese unverschämten Nullen vor dem Komma verursachen. Der Fisch stinkt vom Kopf. Nicht nur an der Küste. Auch in Koblenz und Bonn, vermutlich auch in Berlin. Das ist so mit altem Fisch.

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    • avatar Andreas Borrink sagt:

      drei Nullen zuviel, ansonsten aber alles richtig.

      Da ich selbst das Vergnügen hatte, ein Projekt für einen russischen Kunden auf einer deutschen Werft für einen Unterlieferanten zu betreuen, kenne ich das Spiel ein wenig. Im “Nachkobern” (so heisst da auf dem Kiez) sind Werften Weltmeister! Klar Stunden sind teuer. Und wo die alle herkommen, kann ich zumindest teilweise erklären: Schiffsprojekte sind eben äußerst komplex und immer auf engstem Raum. Da müssen viele Gewerke koordiniert werden und was der eine macht, schmeisst der nächste mit dem Arsch wieder um und das zahlt alles der Kunde. Funktioniert übrigens auch bei Fliegern, munkelt man…..

      Die eigentlichen Verlierer sind aber die kleinen Subkontraktoren, die Leiharbeiter, die Schiffszimmerleute, die Schlosser, Elektriker etc. Die sitzen am kurzen Hebel und laufen/klagen am Ende ihrer Kohle hinterher und gehen reihenweise über’n Jordan. Die Werft, so sie denn nur schön viele Arbeitsplätze vorhält und Traditionen vorzuweisen hat, bekommt dann zur Vermeidung von Kündigungen noch öffentliches Geld dazu. Oder eben gleich öffentliches Geld (Steuergeld, unser Geld!), wie von der Bundeswehr.

      Und Schmiergelder, “Zuwendungen”, Vergünstigungen!? Lass ma stecken….irgendwas geht immer.

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  7. avatar Pro Gorch Fock sagt:

    Mit dieser Blindmauke an der Spitze überrascht kein noch so großer Skandal. Wenn die Belegschaft erstmal begriffen hat, daß ein Chef keine Ahnung hat zeigt die Leistung nur noch in eine Richtung – nach unten.

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  8. avatar Lukas Abegg sagt:

    Das sieht mir nach einem grundlegenden Problem aus in der deutschen Auftragsvergabe. Du bekommst weder ein Budget über 866Mil für ein Konzerthaus noch 135Mil für ein Schulschiff gutgesprochen, doch beides grosse und für die Kultur wichtige Projekte. Es ist wohl einfacher drauflos zu bauen, mit einem Budget welches nicht reicht und somit den Point of no return zu überschreiten, wo der Schaden grösser ist wenn man das Projekt aufgibt, als wenn man noch mehr inwestiert.
    In der Privatwirtschaft ein unmögliches vorgehen, doch für den Staat vieleicht di einzige Art um solche Projekte zu realisieren.

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