Der seit Januar anhaltender starke Ostwind hinterlässt derzeit sichtbare Spuren an der Ostsee. Er hat viel Wasser aus dem Meer gedrückt und sorgt für einen historisch niedrigen Wasserstand. Warum das für die gesamte Ostsee ein Glücksfall sein kann.

Seit Anfang Januar passiert in der Ostsee etwas, das Meeresforscher als „historisch“ bezeichnen : Anhaltender Ostwind hat den mittleren Wasserstand auf einen Rekord-Tiefstand gedrückt. Am schwedischen Referenzpegel Landsort-Norra lag das Tagesmittel zuletzt 67 Zentimeter unter dem langjährigen Durchschnitt – der niedrigste Wert seit Beginn der Messungen im Jahr 1886.
Der seit Januar stabile Ostwind hat große Teile des Ostseewassers durch die Belte heraus in Richtung Nordsee gedrückt. Nach Berechnungen des Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde summiert sich das „fehlende Wasser“ auf 275 Kubikkilometer Wasser. Die Ostsee ist also ziemlich „leer gepumpt“.
Niedrigwasser als Chance
Ist das dramatisch? Nein, es könnte sich sogar als seltene Chance erweisen.

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