Rettungsaktion auf der Ostsee: Segler vom Großbaum getroffen – Per Hubschrauber ausgeflogen

Bewusstlos nach Baumtreffer

Ein schwerer Unfall an Bord einer Segelyacht hat vor der deutschen Ostseeküste einen aufwendigen Rettungseinsatz von Bundespolizei und Seenotrettern ausgelöst. Ein Segler wurde durch den Großbaum am Kopf getroffen.

Anflug der H155 von Northern Helicopter auf das Bundespolizeischiff Bamberg in der Ostsee © Bundespolizeiinspektion See Warnemünde

Der Notruf erreichte das Bundespolizeischiff Bamberg am Dienstag über UKW-Funk. Die deutsche Segelyacht befand sich zu diesem Zeitpunkt rund 25 Kilometer vor der Küste östlich von Rügen. Nach Angaben der Bundespolizei meldete die Besatzung eine verletzte und bewusstlose Person an Bord. Nach ersten Erkenntnissen war sie vom Großbaum schwer am Kopf getroffen worden.

Die knapp 87 Meter lange Bamberg nahm sofort Kurs auf die gemeldete Position. Gleichzeitig alarmierte das Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) in Bremen den Rettungshubschrauber „Northern Rescue 02“, der auf Rügen stationiert ist.

Als die Rettungskräfte die Yacht erreichten, hatte sich die Lage an Bord etwas stabilisiert. Die zunächst bewusstlose Person war wieder ansprechbar. Der Crew war es gelungen, die stark blutende Kopfplatzwunde provisorisch zu versorgen und die Blutung zu stoppen.

Die 86 Meter lange Bamberg ist in Rostock-Warnemünde stationiert. © Bundespolizei

Für die medizinische Erstversorgung setzte die Bundespolizei ihr Kontrollboot aus. Gleichzeitig wurde ein Rettungssanitäter des Hubschraubers direkt auf die Segelyacht abgeseilt. Nach der Untersuchung entschieden die Einsatzkräfte, den Verletzten in eine Klinik zu transportieren.

Dafür wurde die Person zunächst vom Polizeischiff übernommen. Der Rettungshubschrauber landete schließlich direkt auf dem Deck der Bamberg, um den Patienten aufzunehmen. Anschließend flog die Besatzung den Verletzten in das Universitätsklinikum Greifswald. Über den Gesundheitszustand des Seglers wurden keine weiteren Angaben gemacht. Auch zur Größe und zum Typ der Segelyacht sowie zu den genauen Umständen des Unfalls liegen bislang keine Informationen vor. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert