RORC Transatlantic Race: „WALROSS 4“-Crewmitglied verstorben

„Wir trauern“

Der Royal Ocean Racing Club, Veranstalter des RORC Transatlantic Race, hat im Namen des ASV-Berlin bekanntgeben, dass der bei einem Unfall auf dem Atlantik verunglückte und von einem Frachter abgeborgene Segler die Rettung nicht überlebt hat.

Walross 4 beim Start bei den Kanaren. © James Mitchell

In der Meldung heißt es unter der Überschrift „Wir trauern“: „Das betroffene Crewmitglied wurde im Rahmen der mit den koordinierenden Rettungsdiensten eingeleiteten Maßnahmen auf ein nahegelegenes Frachtschiff gebracht. Leider ist das Crewmitglied verstorben. Wir sind zutiefst betrübt und trauern mit der Familie. Die übrigen Crewmitglieder an Bord der WALROSS 4 werden auf dem Weg zu ihrem Zielhafen professionell versorgt. Der RORC, Veranstalter der Regatta, an der die Yacht teilgenommen hat, leistet in Abstimmung mit der Clubleitung ebenfalls volle Unterstützung.

RORC-Kommodore Deb Fish drückte ihre Trauer aus: „Im Namen des Royal Ocean Racing Club spreche ich der Familie, den Freunden und Angehörigen des Besatzungsmitglieds unser tiefstes Beileid aus. Unsere Gedanken sind in dieser äußerst schwierigen Zeit auch bei der Besatzung der Yacht. Wir möchten allen, die an der Notfallmaßnahme beteiligt waren, für ihre Professionalität danken.“

Die Crew des ASV vor dem Start zum Transatlantikrace. © ASV

Weitere Umstände zu dem Unglück sind noch nicht bekannt. Die Crew der Walross 4 ist mit einer zehnköpfigen Crew – sieben Männer und drei Frauen – in das Rennen gegangen, die größtenteils aus Studenten Berliner Universitäten besteht. Das Durchschnittsalter beträgt 26 Jahre. Unter der Führung von Skipper Matthias Kahnt gilt das Schiff als Botschafter des studentischen Hochseesegelns.

Race Tracker 

9 Antworten zu „RORC Transatlantic Race: „WALROSS 4“-Crewmitglied verstorben“

  1. St.Mann

    sagt:

    Warum sollten sich Interesse was passiert ist und Empathie ausschließen?
    Und 0.0 Kommunikation erhöht er die Spekulationen über den Unfall Hergang, als sie zu reduzieren.

    2
    8
  2. Volker König

    sagt:

    Was ist bei einem Unfall auf See mit leider tödlichem Ausgang so mysteriös, dass hieraus so ein Geheimnis gemacht wird. Alle anderen gravierenden Seeunfälle der letzten Zeit sind in der interessierten Öffentlichkeit ausführlich besprochen und mit ihren Konsequenzen diskutiert worden. Daraus konnten wichtige Lektionen gelernt werden. Warum ist das hier anders?

    2
    12
    1. Thomas Jung

      sagt:

      Wie wäre es mal mit ein wenig Empathie für die Crewmitglieder?
      Wenn sich jemand äußern will: ok. Wenn nicht, weil die persönliche Betroffenheit, Trauer, vielleicht im Einzelfall auch Unsicherheit, groß ist: woher nimmt man dann den Anspruch?

      10
      1
  3. Volker König

    sagt:

    Auf die wohlformulierten Statements irgendwelcher Funktionäre in Berlin kann ich verzichten. Ich würde gerne die Aussage der Crew zum Unfallhergang hören. Die Schlussfolgerung für mein Verhalten auf See ziehe ich dann schon selbst.

    3
    9
    1. Thomas Jung

      sagt:

      Nein, Volker König, es ist keine Aufgabe der Crew der Walross, eilig fremde Neugier völlig Unbeteiligter zu befriedigen. Es wird auch niemals eine Aussage „der Crew“ geben, sondern allenfalls Angaben einzelner Personen. Die naturgemäß unterschiedlich ausfallen , je nachdem, wer einen Sachverhalt wie erlebt/wahrgenommen hat.
      Zuständig für die Entgegennahme von Aussagen ist auch nicht das sich sehr interessierende Publikum. Welches sich dann womöglich zur Bewertung des Unglücksfalls aufschwingen möchte.
      Zuständig ist beispielsweise zunächst die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung. Die Zielsetzung der BSU-Untersuchung ist ausschließlich die Ermittlung der Umstände und Ursachen sowie begünstigenden Faktoren des Unfalls, mit der Absicht, Leben zu schützen und zukünftige Unfälle zu verhindern. Die Ergebnisse der BSU werden veröffentlicht. Das wird dauern. Aber aus Respekt vor dem Tod, und aus Respekt vor den Crewmitgliedern ist das völlig in Ordnung.

      15
      2
    2. Melon Husk

      sagt:

      Gründlichkeit geht nun mal vor Schnelligkeit.
      Das vermeidet übrigens die meisten Unfälle.
      Aber das verstehen nicht alle.

      Also für Leute wie solche: Ruf da halt an.
      Wirst schon sehen, was du für ne Antwort bekommst.

      Ich steh dann daneben. Mit Popcorn.

      4
      1
    3. RVK

      sagt:

      Ich bin mir sicher, dass die Berliner Crewmitglieder und der Verein auf deine wohlformulierten und sensationsgierenden Nachfragen ebenso verzichten könnten. Es gibt weder ein Recht der Öffentlichkeit noch eine Pflicht der Crew oder des Vereins auf Kommunikation von irgendwelchen Details oder Sachverhalten gegenüber neugierigen Dritten. Entsprechend einfach mal die Klappe halten und Anstand und Respekt zeigen! Kann doch selbst in der heutigen Zeit nicht so schwierig sein!

      10
      1
  4. Volker König

    sagt:

    “ von Spekulationen über den Hergang des Unglücks wird gebeten abzusehen“ Die WALRUS ist nun seit mehreren Tagen in der Karibik angekommen. Eine detaillierte Beschreibung des Unglücksherganges wäre nun mal angebracht. Auch im Sinne einer Fehlerkultur, dh. um zu lernen ob hier in der Sicherheitskultur der Hochseesegler noch eine Lücke existiert.

    2
    16
    1. Melon Husk

      sagt:

      Also erst einmal: Walross. Nicht Walrus.

      Und alles Weitere wird sich zu gegebener Zeit zeigen. Die Bitte, der Crew ein wenig Abstand zu geben, nachdem sie ein Crewmitglied und Freund verloren hat, ist doch ganz eindeutig. Ich bin sicher, der ASV ist so professionell, dass man dort mit den richtigen Experten zu einer Schlussfolgerung kommen wird und, falls es überhaupt ein Sicherheitsthema war, darüber so berichten wird, dass dir auf deinen imaginären Atlantiküberquerungen nichts passieren wird.

      17
      2

Schreibe einen Kommentar zu RVK Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert