Sailing Conductors in Nöten: Nach 2.000 Meilen Törn zu wenig Kette gesteckt

Sie liegen vor Madagaskar

Da war zunächst die Sache mit dem Bier. Nach dem die beiden weltumsegelnden Musiker bzw. musikalischen Weltumsegler (Achtung: Wortspiel) auf Sri Lanka für ihre Reise nach Madagaskar zwar reichlich Wasser gebunkert hatten, gab es auf hoher See irgendwann dann doch ernsthafte Probleme beim weiteren Getränkeangebot an Bord der „Marianne“. Anders ausgedrückt: Rum war zwar vorhanden, aber eben keine Hopfenkaltschale.

Äquatorparty ohne Kaltgetränk©sailing conductors

Äquatorparty ohne Kaltgetränk©sailing conductors

Was wiederum zu starken Sehnsüchten und noch mehr Bock auf Doppelbock (schon wieder ein Wortspiel!) führte. Smutje Hannes im (B)Logbuch: „Sind es die durch Schichten unterbrochenen Nächte? Der Mangel an frischem Gemüse und Auslauf? Oder das ewige Geschaukel? Ich kann es nicht genau sagen. Nur so viel: Heilung wird sich an Land, irgendwo zwischen Burger, Bier und irgendetwas anderem mit „B“ bestimmt finden!“

Von Sehnsucht und Ankerfrust

Kein Wunder, dass die beiden von Sehnsüchten geplagt waren: Mehr als 30 Tage brauchten sie für die 2.000 sm zwischen Sri Lanka – ihrem letzten asiatischen Hafen – und der viertgrößten Insel der Welt, Madagaskar.

Der Captain hält Ausschau nach Walen (und Land?)©sailing conductors

Der Captain hält Ausschau nach Walen (und Land?)©sailing conductors

Wenn dann endlich Land am Horizont auftaucht, kann logischerweise alles nicht schnell genug gehen. Rein in die Bucht, Anker buchstäblich fallen lassen, und rüber an den nächsten Tresen. Als 5 Stunden später Durst und alles Weitere gelöscht waren, stellten die beiden Helden bei der Rückkehr zum Strand fest, dass es auch vor Madagaskar Gezeiten gibt. Und wenn man bei Ebbe sowieso schon zu wenig Kette runterlässt, dann wird es bei Flut etwas eng respektive kurz…

Das Ende vom Lied: Die gute “Marianne” treibt willenlos davon, zum Glück Richtung hilfsbereiter Hände, die wiederum die Sache mit dem Ankern nochmals, diesmal aber richtig machen. Selbstkritischer Kommentar von Smutje: „Peinlich!“

Schön konzentriert auf den Kompass achten©sailing conductors

Schön konzentriert auf den Kompass achten©sailing conductors

“Mit Musik” ins Fährboot

Doch es kommt noch dicker. Sie verholen in die Nähe eines richtigen Hafens und wollen am nächsten Morgen „ihrem Tagwerk nachgehen“, sprich: An Land mit lokalen Musikern aufspielen. Und dasselbe aufnehmen.

Also mit allem musikalischen und technischen Gerät ins Dinghi,  ab in Richtung Steg. Smutje Hannes: „Leider sieht uns eines der kleinen, superschnellen Fährboote nicht, das mit dem Bug aus dem Wasser kommt, wenn es so richtig in Fahrt ist. Wir werden also tatsächlich über den Haufen gefahren! Ein Glück passiert unseren Laptops und der Kamera nichts, und auch wir werden nur ein wenig nass. Das hätte auf alle Fälle das Ende unserer Reise sein können.“

Nein, keine Fähre, aber auch gefährlich nahe©sailing conductors

Nein, keine Fähre, aber auch ziemlich nah dran. © sailing conductors

Doch keine Sorge, die Jungs folgen unermüdlich ihrer Mission: Auf fünf Kontinenten in etwa dreißig Ländern die Klänge von Hunderten Musikern aufnehmen. Und gemeinsam mit ihnen spielen. Getreu dem Motto: „je gefährlicher die Ankerplätze, desto besser die Musiker!“ Macht Euch also auf was gefasst…

 

Website Sailing conductors: mehr spanennde Info, Unmengen Videos, Lehrreiches und Peinliches, tolle Fotos und Musik, Musik, Musik!

Musikalisches aus Madagaskar:
avatar

Michael Kunst

Näheres zu miku findest Du hier
Spenden
https://yachtservice-sb.com

Ein Kommentar „Sailing Conductors in Nöten: Nach 2.000 Meilen Törn zu wenig Kette gesteckt“

  1. avatar Ketzer sagt:

    Das war sicher die Rache der Ratte. Ätsch!

    Like or Dislike: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *