SR-Kleinkreuzer-Test: Die Flow 25 profitiert von ihren Wurzeln im Regattasport

Einfach schnell segeln

Die Flow 25 ist ein leichter, schneller Kleinkreuzer, der eine Menge Segelspaß bringen kann. Dank Sperrholzbauweise kann der Innenraum recht frei gestaltet werden

Die Flow 25 segelt schnell und macht Spaß © François van Malleghem

Flow 25 heißt die große Schwester des Sperrholz-Knickspanters Flow 19, den Konstrukteur und Erbauer Antoine Mainfray vor drei Jahren vorstellte. Seit letztem Jahr bietet er nun eine größere Variante des Kleinkreuzers an – mit Platz für eine kleine Pantry, eine kleine Naviecke und Kojen für vier Personen.

Mainfrays Unternehmen Atelier Interface spielt die Vorteile des Sperrholzbaus aus: Seine Boote sind nicht nur leicht und steif, sondern auch variabel, was den Innenausbau angeht.

Erfahrung mit Rennyachten

Antoine Mainfray sammelte in den letzten gut zehn Jahren einige Erfahrungen beim Bau von Rennyachten. Er arbeitete unter anderem als Bootsbauer an der Siegeryacht des Volvo Ocean Race 2011/12 Groupama 4, wirkte aber auch an der Konstruktion von Imocas wie St Michel Virbac, Gewinnerin des Transat Jacques Vabre 2017 mit.

Seine vielfältigen Kenntnisse fließen auch in Mainfrays kleinere Projekte ein und führen unter anderem dazu, dass die Flow 25 nicht nur schnell, sondern auch einfach segelt.

Der Aufbau der getesteten Cruiser-Version ist etwas höher und länger © François van Malleghem

Das Testboot mit der Baunummer 1 hat Mainfray gerade noch rechtzeitig zur Bootsmesse Grand Pavois in La Rochelle fertiggestellt. Es hat keine Instrumente an Bord. Über Geschwindigkeit und Windwinkel lassen sich keine genauen Angaben machen.

Doch Daten sind auch kaum nötig, um das Potenzial der Flow 25 zu erspüren. Wir müssen uns erst von der Küste freikreuzen und entscheiden uns bei 4-5 Windstärken dazu, das erste Reff einzustecken.

Leicht und schnell

Die Flow 25 segelt kursstabil und liegt mit der Doppelruderanlage gut auf dem Ruder. Dank der Pinnensteuerung spürt der Rudergänger ziemlich schnell, wenn am Trimm etwas nicht stimmt. Das Boot ist empfindlich, was den Trimm angeht, aber nicht zickig.

Es will aktiv gesegelt werden und belohnt die Crew dann mit einem schönen Geschwindigkeitserlebnis. Mit seinem Leergewicht von unter einer Tonne bleibt das Boot in der Wende fast stehen, wenn man nicht schnell genug über Stag geht.

Infos zur Flow 25

Konstruktion: Antoine Mainfray
Werft: Atelier Interface
CE-Kategorie: C
Länge über alles: 7,75 m
Rumpflänge: 7,5 m
Wasserlinie: 7,2 m
Breite: 2,55 m
Tiefgang: 0,2 m – 1,8 m
Verdrängung: 0,85 t
Ballast: 0,3 t
Segelfläche am Wind: 40,5 qm
Asymmetrischer Spinnaker: 60 qm
Kojenzahl: 4
Wassertank: 55 l optional
Motor: Außenborder
Preis: ab 71.500 Euro (Cruiser-Version, inkl. MwSt.)

Werft und Kontakt:
Atelier Interface
Antoine Mainfray
E-Mail: antoine.mainfray@gmail.com
Web: archinavale.carbonmade.com

Das Testboot verfügt über einen Carbonmast mit einem stark gepfeilten Salingpaar und ohne Achterstag – der Eigner wollte es einfach haben. Unter den gegebenen Bedingungen hängt das Vorstag nun durch. Das ist sicher im Hafen nachzutrimmen. Doch ob der Eigner sich mit dem Verzicht auf ein trimmbares Achtersteg einen Gefallen getan hat?

Unterstütze SegelReporter

Mitglied in 5 Minuten werden und ab dann SR im Magazin-View lesen

Lieber Leser,

der SegelReporter Club wurde aufgesetzt, um neue Projekte zu finanzieren. Wir haben noch viele Ideen und großen sportlichen Ehrgeiz, den Großen die Stirn zu bieten.

Ab 1,25 € pro Woche bist Du bei einer
12-monatigen SR Club-Mitgliedschaft dabei.

  • Täglich alle Highlights des Segelsports, deren Erklärung und Einordnung mit einem Klick von einer deutschen Webseite
  • Ohne Beschränkungen alle SegelReporter Artikel lesen
  • Lesefreundlicheres, einspaltiges Artikel-Layout
  • Lesbar auf allen digitalen Medien

Die SegelReporter

» Fragen und Antworten zum SegelReporter Club

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

sieben − zwei =