Schnelles Internet an Bord – wie lange haben wir alle davon geträumt. Nicht erst seit der letzten Vendée Globe weiß jeder, dass der Traum wahr ist. Er hat leider einen großen Haken.

Oktober 2024: Gut eine Woche vorm Start der Vendée Globe lud Boris Herrmann zur Pressekonferenz. Er war zu dieser Zeit noch nicht in Les Sables-D’olonne, sondern bereitete sich daheim in Hamburg auf die Regatta vor. Zahlreiche Journalisten warteten im Zoom Meeting darauf, seine Statements zu hören und ihre Fragen zu platzieren. Leider war diese Veranstaltung in technischer Hinsicht schwierig, weil Boris zu Hause offenbar eine instabile Internet-Verbindung hatte und er ein paar Mal mitten im Satz „einfror“ oder gleich ganz weg war. Erst als er sich über das Smartphone ins Meeting einwählte, ging es.
Ein paar Wochen später folgte die erste PK von See aus, mitten draußen auf dem Atlantik. Qualität: gestochen scharf, keine Aussetzer, ein Bild wie im 4K Streaming (wenn es die Leitung daheim hergibt). Segler, vor allem Influencer aus aller Welt äußern sich begeistert, schreiben Artikel, posten und erstellen Videos, in dem sie das satellitenbasierte Internet lobpreisen und huldigen. Klar, Lifestyle an Bord mit eigenem Klamottenshop, Traumhochzeiten am Karibikstrand und die Zubereitung veganer Speisen in der Pantry lassen sich in 4K viel besser vermarkten.
Der Grund für die wirklich krass guten Internetverbindungen, selbst im tiefsten Südpazifik, fliegt gleich 7.000 Mal durchs All. Starlink heißt das Satelliten-Internet-System, welches von der US Firma SpaceX betrieben wird, gegründet im Jahr 2002 von Elon Musk. Und genau der Typ ist das Problem an der Sache.
Die Schoten in die Hand eines Menschen geben, der völlig unberechenbar ist
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