Umweltschutz: Marine rammt Greenpeace – mehrere Verletzte

Kampf ums Öl

Die Umweltaktivisten protestierten am Wochenende gegen Ölbohrungen vor den Kanarischen Inseln. Die Spanische Marine reagierte heftig – Video vom Ramming.

Die Ölbohrungen vor Fuerteventura und Lanzarote werden von der staatlichen spanischen Energiegesellschaft  „Repsol“ mit ausdrücklichem Segen der Spanischen Regierung durchgeführt. Man vermutet vor den Kanarischen Inseln riesige Ölfelder, die Förderungen von „bis zu 100.000 Barrel Öl am Tag“ ermöglichen könnten, wie ein Sprecher von „Repsol“ unlängst erklärte.

Man hoffe, Spaniens Energie-Abhängigkeit so von 99,9% auf 90% zu reduzieren und werde schätzungsweise dem Land Energie-Einkäufe in Höhe von 4 Milliarden Euro jährlich ersparen, so „Repsol“ weiter.

Die Umweltaktivisten von Greenpeace und die Lokalpolitiker auf den Kanarischen Inseln zweifeln diese Zahlen an und befürchten eine „tickende Zeitbombe“, sollten die Ölbohrungen wie geplant in unmittelbarer Nähe zu den Inseln stattfinden. Mit Verweis auf die BP-Bohrinsel-Katastrophe im Golf von Mexiko 2010 wollten die Gegner die  Bohrungen mit friedlichen Protestaktionen auf See verhindern.

Das Video zeigt heftige Attacken der Spanischen Marine. Sie sah sich berechtigt, nachdem sie die protestierenden Greenpeace-Aktivisten auf ihren Gummibooten mehrfach aufgefordert hatte, die „Schutzzone“ rund um die Bohrschiffe zu verlassen.

Eine 23-Jährige italienische Aktivistin wurde bei einem der Rammings schwer verletzt (offener Beinbruch) und anschließend von der Spanischen Marine per Hubschrauber in ein Krankenhaus auf den Kanaren geflogen. Zwei weitere Aktivisten erlitten leichte Verletzungen.

Das Greenpeace-Mutterschiff der Aktion war die „Arctic Sunrise“, die erst im August nach einjährigem „Festsetzen“ in einem russischen Hafen (nach Protesten gegen GAZPROM-Aktivitäten in der Polarregion) wieder freigekommen war. Die „Arctic Sunrise“ blieb während der Protestaktion vor den Kanarischen Inseln in der Nähe, fuhr jedoch nicht in die „verbotene Zone“ rund um die Bohrschiffe.

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http://blueocean.berlin/magicmarine-team-werden/

29 Kommentare zu „Umweltschutz: Marine rammt Greenpeace – mehrere Verletzte“

  1. avatar Naturnaher Segler sagt:

    Was die Freizeitkapitäne der Marine dort anrichten, wäre wohl als Totschlag zu bewerten, wenn die Frau ertrunken wäre! Wird in Deutschland mit wenigstens 5 Jahren Freiheitsstrafe bestraft.

    Völlig unfassbar, wie diese Idioten da wegen eines kleinen Protestschlauchbootes mit Menschenleben spielen!

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  2. avatar Peter sagt:

    Ich finde beide Seiten machen hier Fehler….

    Die spanische Marine reagiert viel zu hart und Greenpeace bringt sich mal wieder selbst unnötig in Gefahr, zumal sie ohnehin nichts erreichen und stattdessen auch noch mit ihrem Basisschiff und den RIBs massenhaft das Öl verplempern gegen dessen Bohrungen sie protestieren.

    Greenpeace sind Vollidioten, die zwar ehrenwerte Ziele haben, die ich durchaus unterstütze, aber die Art und Weise wie sie diese Ziele verfolgen ist einfach dumm und schadet allen.

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    • avatar Christian1968 sagt:

      Greenpeace als “Vollidioten” zu bezeichnen lässt tief blicken.
      Das sind immerhin MENSCHEN und die riskieren ihr Leben für eine gute Sache.

      Die haben meinen allerhöchsten Respekt !

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      • avatar Peter sagt:

        Greenpeace ist Mediengeil… es gibt wesentlich wirkungsvollere Möglichkeiten sich für die Umwelt einzusetzen als mit RIBs die Arbeiten um Ölplattformen zu gefährden. Außerdem riskieren sie nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das Leben der Menschen, die von den Konzernen und Regierungen zur Gewährleistung der Sicherheit abgestellt werden.
        Ohne diese provokanten und gefährlichen Aktionen von Greenpeace wären diese Arbeiten / Ölplattformen / Atomkraftwerke sicherer. Ich habe ja auch wie schon gesagt nichts gegen den Grundgedanken von Greenpeace sich dagegen einzusetzen. Es geht mir nur darum wie sie sich engagieren.

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        • avatar eku sagt:

          Wie die damit irgendjemanden außer sich selbst gefährden erschließt sich mir nicht wirklich.

          Mir ist die Organisation auch etwas suspekt und die Art der Aktionen ist etwas ausgelutscht, aber sie schaffen es Aufmerksamkeit herzustellen, da kann man nicht zimperlich sein – sind zB die Medien auch nicht, die reagieren nun mal nur auf Extreme.

          Und zu guter letzt: Der bescheuerte Fußgänger, der da letztens in aller Ruhe mitten auf der Straße stehen blieb, um sich hinterm Ohr zu kratzen … und das obwohl ich grün hatte…

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          • avatar eku sagt:

            Hopla, da fehlt der Schluss:
            Umfahren? Einbuchten? Erschießen?

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  3. avatar Schnappi sagt:

    Was haben die denn erwartet, wenn sie in eine Schutzzone eindringen und selbst nach Aufforderung diese nicht verlassen? Schutzzone ist eben Schutzzone, ob die da Flugkörperschießen veranstalten oder was auch immer – tut nicht zu Sache. Genauso sinnfreie und gesetzeswidrige Aktion wie diese Piraterie in Russland. Einfach nur kriminell – wenn nicht gar terroristisch.

    ^^

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  4. avatar prospero sagt:

    Völlig unverhältnismäßige Reaktion der spanischen Marine – ganz egal, wer da in den Schlauchbooten sitzt! Hier wird mit krassester Gewalt gegen Demonstranten vorgegangen, die unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten völlig untragbar ist. Auch bei Verstoß gegen Schutzzonen gilt ein Gebot der Verhältnismäßigkeit. Welcher Seeoffizier gibt den Befehl zu einem solchen Manöver? Welche Besatzung ist unter den gegebenen Umständen (unbewaffnete Personen in einem überbesetzten Schlauchboot innerhalb Geltungsbereich der COLREGS) bereit, diese Befehle bedingungslos auszuführen, die bei einem Kampfeinsatz angebracht wären? Ich kann nicht verstehen, wie man so etwas verteidigen kann. Die spanische Armada im bedingunslosen Kampfeinsatz für die Petroindustrie – DEEPWATER HORIZON schon vergessen?

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    • avatar Schnappi sagt:

      Was Greenpeace dort versucht hat mit friedlicher Demonstration nichts zu tun. Mich würde interessieren, was du als Seeoffizier tun würdest, um deinem Befehl nachzukommen, die Schutzzone aufrecht zu erhalten. Das erste Abdrängen ist ja noch relativ sanft – da sind sie noch von den Schiffen entfernt. Da sie das nicht abschreckt … Es wurde nichteinmal Waffen eingesetzt, obwohl der Versuch des Anbringens der Enterleiter in anderen Gebieten dieser Erde sicher ganz anders ausgegangen wäre. Wie willst du das unterscheiden? Die Somalies nennst du Piraten, wenn sie Schiffe kapern, aber bei Greenpeace heißt das friedliche Demonstration? Vor Ostafrika lässt man (auch Spanische) Fregatten dann Hubschrauben aufsteigen, Warnschüsse abgeben und kommt mit Waffen im Anschlag …

      Unter diesen Umständen finde ich die Reaktion der Marine ok, wenn nicht gar untertrieben. Das Leute dabei verletzt werden tut sicher allen Leid, aber die haben da auch nichts zu suchen. Sie können eine Demonstration anmelden und dann durchführen – und ansonsten ab und an eine neue Regierung wählen. So ist das System. Wenn die demokratisch legitimierte Regierung der Meinung ist, dass diese Bohrungen für das Land das beste sind (soll den Spaniern ja finanziell auch nicht soooo gut gehen), warum sollen die das dann nicht auch machen?

      Aber ob das Ölbohren nun richtig ist oder nicht, Spielt in diesem Zusammenhang auch gar keine große Rolle … Wenn ein Marineboot mit Blaulicht auf mich zukommt, nur in geringer Entfernung weiter deren Mutterschiff liegt und die deutlich auffordern zu stoppen … Wär da weiterfährt ist selbst schuld, wenn der Offzier dann nichts tut macht er sich ja lächerlich. Nachher muss er sich noch anhören, mit einem mehrere Millonen Euro schiff nicht zwei Schlauboote stoppen zu können …

      ^^

      ^^

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      • avatar Tom sagt:

        Also bitte, da besteht doch wohl ein erheblicher Unterschied, ob somalische Piraten in der Absicht Geld zu erpressen an Bord kommen und auch vor Entführung und Mord nicht zurückschrecken oder ob Greenpeace in eine Schutzzone eindringt und dort demonstriert und sich allerhöchstens irgendwo festkettet.

        Wenn wir Ottonormalbürger uns schon nicht trauen für eine zukunftsfähige Politik einzutreten weil wir es uns in unserer Komfortzone gemütlich gemacht haben, steht es uns zumindest gut an, diejenigen zu schätzen, die ihr Leben und ihre Gesundheit dafür aufs Spiel setzen.

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        • avatar Schnappi sagt:

          Wenn ich unrechtmäßig gegen die Aufforderung der Marine mit Gewalt ein Schiff entere, ist das für mich Piraterie – völlig egal zu welchem Zweck. Ob ich da Fotos mache oder mich ankette oder das Schiff kapere oder eine nichtangemeldete Demonstrtion abziehen will – Piraterie bleibt Piraterie und ist kein leichtes vergehen … alle erst Strafe zahlen lassen, dann wirklich gemeinnützige Arbeit leisten lassen. Einsperren ist zu teuer.

          ^^

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          • avatar Alstervizemeister sagt:

            “Einsperren ist zu teuer”
            Geht’s noch?
            Schnappi, Sie scheinen bei Ihrer verquasten Weltanschauung vergessen zu haben, dass es nur diesen einen Planeten gibt, welcher unser aller Lebensgrundlage ist. Kann man nicht im Planeten-Fachhandel per Mausklick nachbestellen.
            Ihre weiteren Kommentare, “…alle erst Strafe zahlen lassen…”, etc, finde ich sehr grenzwertig.
            Ich dachte Blockwarte seien ausgestorben.
            So kann man sich täuschen…

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      • avatar Firstler sagt:

        Du wärst in China auf jeden Fall auch mit Panzern über Demonstranten gefahren oder?

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  5. avatar Grünfried sagt:

    Hier Leute, da gehen Eure Spendengelder hin: http://www.taz.de/!140385/

    Greenpeace ist leider eine verlogene Bande, die genauso agiert wie ihre Gegener – in der Hoffnung mit den spektakulären Aktionen mehr Kohle zu generieren, damit man weiter so eine cooles und abenteurliches Leben leben kann…
    …schon ein geiles Konzept…

    @ Schnappi – sprichst mir aus der Seele

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  6. avatar prospero sagt:

    “…finde ich die Reaktion der Marine ok” – ob man das persönlich ok findet, sei dahingestellt. Die Reaktion ist und bleibt unverhältnismäßig, denn es wurden Menschenleben erheblich gefährdet, und zwar nicht durch die (im Gegensatz zu Piraten) unbewaffneten Demonstranten. Natürlich sind die vermutlich Wehrpflichtigen oder Zeitsoldaten auf den RIBs und ihre Offiziere nicht geschult in Deeskalationstaktik und Abwehr von zivilen Protestaktionen. Die Besatzungen wirken erheblich überfordert. Das Video ist ein aufrüttelndes Dokument unverhältnismäßiger staatlicher Gewalt. Auch die spanische Marine ist auf hoher See an die Gesetze ihres Landes gebunden und an das internationale (zivile!) Seerecht. Für die beteiligten Marinesoldaten dürfte die hier dokumentierte Aktion jedenfalls ein unangenehmes Nachspiel haben.

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  7. avatar Tango sagt:

    Um “friedliche Protestaktionen auf See”, wie SR meint, ging es keineswegs.

    Stattdessen wollten die Greenpeace-Aktivisten das Ölbohrschiff entern und die Probebohrungen verhindern.

    Bei dem Versuch das Schiff gewaltsam zu entern, wurde das Greenpeace-Boot von den Marine-Schlauchbooten erfolgreich abgedrängt bzw. gestoppt. Eine Italienerin fiel dabei von Bord und wurde von der Schiffsschraube des eigenen Bootes schwer verletzt und von einem span. Marinesoldaten gerettet.

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    • avatar prospero sagt:

      @Tango: haben Sie nähere Informationen bzw. waren Sie dabei? Gibt es eine offizielle Darstellung der Armada? “Erfolgreich abgedrängt” sieht anders aus! Vielmehr ist es den Militärkräften trotz Einsatz von extremer Gewalt nicht gelungen, die Greenpeace-Leute von ihrem Ziel (den Bohrschiffen) abzuhalten. Ein propagandistisches Eigentor für Repsol. Man erinnert sich an die Rammung und Versenkung der “Adi Gil” durch die “Shonan Maru”, die ein PR-Desaster für die japanischen Walfänger war und in letzter Konsequenz zu deren Ächtung durch den internationalen Gerichtshof führte. Man kann nur hoffen, dass die Netzöffentlichkeit hier ebenso oder ähnlich alarmiert reagiert.

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      • avatar Tango sagt:

        “Nähere Informationen” finden sich im Internet. Also bitte nicht auf eine einzelne Information verlassen, sondern recherchieren.

        Wer ein wenig Ahnung hat, weiss im übrigen, dass es ohne Einsatz von Schusswaffen gar nicht möglich ist, ein schnelles,stark motorisiertes Schlauchboot, daran zu hindern, die Bohrschiffe zu erreichen. Die Marine-Aktion war dennoch erfolgreich, da das Entern der Bohrschiffe verhindert wurde.

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  8. avatar prospero sagt:

    @El Pais schreibt dazu: “…Los ecologistas niegan que, como mantiene Defensa, su compañera se hiriera con las hélices de sus lanchas, porque, según dicen, tienen motores intraborda. Fuentes militares dicen que sus hélices también están protegidas.” Also nicht klar, was hier los war. Eine parlamentarische Untersuchung wird lt. dieser Quelle von der oppsitionellen PSOE gefordert.
    http://politica.elpais.com/politica/2014/11/15/actualidad/1416063538_559346.html

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  9. avatar Christian1968 sagt:

    Ich finde es mehr als beschämend, dass hier so viele Greenpeace-Hasser voll mit dem Hammer draufhauen. Wenn sich Greenpeace nicht vor langer Zeit gegen die Dünnsäure-Verklappung gewehrt hätte, wer hätte es dann getan. Das gleiche gilt für den Walfang, die Antarktis und eben auch viele Ölbohrungen.

    Wir leben eben nicht in Somalia und auch Spanien ist ein Rechtsstaat. Von Piraterie zu sprechen wenn Aktivisten gegen etwas demonstrieren, ist absurd. Aber wenn man hier einige Kommentare liest, gewinnt man den Eindruck, dass das Beschneiden solcher Bürgerrechte dem ein oder anderen hier ganz Recht wäre.
    Aber das die Rechte von uns allen, auch von Euch.

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    • avatar Bystander sagt:

      Da wird eine Frau bei einem völlig überflüssigen, gefährlichen Manöver schwer verletzt und alles was einigen hier einfällt, ist: selber schuld. Stellt Euch vor, ihr werdet bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt, ob verschuldet oder nicht dann erstmal zweitrangig, und den Menschen am Straßenrand fällt als erstes ein: selber schuld. Solche Mitmenschen wünschen wir uns alle.

      Man kann die Aktion auch für politisch falsch und rechtlich unzulässig halten und gleichwohl anerkennen, dass Gewalt gegen Menschen und gegen Sachen unterschiedliche Kategorien sind. Wie kann man solche staatliche Gewalt rechtfertigen? Weshalb kann ein privates Unternehmen überhaupt eine “Schutzzone” auf dem Meer verlangen, die mit diesen Mitteln verteidigt werden darf? Das ist alles sehr fragwürdig, meine ich, auch wenn man Greenpeace sicherlich kritisch betrachten kann.

      Und wer von Euch hat vor dieser Nachricht gewusst, dass an dieser Stelle nach Öl gebohrt wird? Mir ist das neu. Auch das rechtfertigt nich jede Aktion, aber das Anliegen ist doch nicht erst seit Deepwater Horizon nachvollziehbar. Welche Vorsorge hat die Ölgesellschaft dafür getragen, dass die Strände der Kanaren und Afrikas gesäubert werden, wenn da im großen Stil was schief geht, in einer Region, in der viele Menschen keine Stimme haben. Unsere Bequemlichkeit und unser Wohlstand ist uns immer noch sehr viel näher als die Existenzgrundlage zB der Menschen an Akrikas Küsten. Machen Sie da sauber, wenns schief geht, Herr mit dem Schnappreflex? Wie?

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  10. avatar Tammo sagt:

    Recht und Unrecht hin oder her, Die Verhätnismäßigkeit sollte schon angemessen sein, man hätte es sicher auch mit sanfteren Abdrängmaßnahmen versuchen können.Ist ja wilder als in jedem “Action Thriller”.

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  11. avatar prospero sagt:

    Zum Glück einige besonnene Kommentare. Mir ist schleierhaft, wie man als kritischer, denkender Mitbürger allgemein und als Segler im speziellen überhaupt Greenpeace-Hasser sein kann. Kritik äußern an dieser Organisation, ja, aber die Aktionen sind notwendig und dort gerechtfertigt, wo verantwortungsloses Profitstreben unsere Existenzgrundlage zerstört.

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    • avatar Tango sagt:

      Ideologische Verblendung !?

      Vielleicht solltest Du mal die folgende Greenpeace-Kritik lesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Greenpeace#Kritik

      “Greenpeace ein Geschäft. Dieses Geschäft verkaufe den Menschen ein gutes Gewissen.”

      “Der Umweltschützer Patrick Moore, Gründungsmitglied und ehemaliger Präsident von Greenpeace International, hat sich inzwischen von der Organisation abgewandt. Er wirft der Organisation ideologische Verblendung vor, die in einer rigorosen Protesthaltung gipfelte und bei der sich die Organisation weigere, Konsens in Bezug auf Ökologie zu schaffen.”

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      • avatar prospero sagt:

        “Wer das Video gesehen hat, ist quasi mit dabeigewesen.” Das ist ein Video von Greepeace, und dem vertrauen Sie so, als ob SIe selbst dabei gewesen wären? Komische Haltung. Und die Pressemeldungen aus dem zitierten Link tragen keine neuen Informationen zum Unfallhergang bei. Keine Änderung der Tatsache, dass unverhältnismäßige Gewalt im Spiel war.
        Im Übrigen: das Gründungsmitglied von Greenpeace Paul Watson hat sich schon seit Jahrzehnten von dieser Organisation abgewandt und stattdessen “Sea Shepherd” gegründet. Bei den jahrelangen Hochseekampagnen dieser Gruppe, die weitaus radikaler und wirksamer sind als die von Grenpeace, ist noch nie ein Mensch zu Schaden gekommen! Greenpeace ist durch Sea Shepherd stark unter Druck geraten und versucht, zu seinen Schlauchboot-Wurzeln zurückzukehren, hat aber die nötige Erfahrung in der Durchführung dieser Aktionen. Auch das lässt sich aus den Videos erkennnen.
        Aber eigentlich ist es ganz gleichgültig, wer die Öffentlichkeit auf die ökologisch bedenklichen Aktivitäten vor den Kanaren hinweist.
        Vor den Balearen läuft übrigens eine ähnliche Erkundung, da möchte ich mal die Millionen Malletouristen auf den Barrikaden sehen, wenn die BILD sich die Sache vorknöpft…!

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        • avatar Tango sagt:

          Das wird ja immer schöner 🙂 Den in dem Video gezeigten Szenen soll man nicht vertrauen, weil es Greenpeace stammt. Seltsame Einstellung.

          Zweifel sind eher angebracht, ob es tatsächlich um “ökologisch bedenkliche Aktivitäten” geht, oder darum, Greenpeace zu erhalten, d.h. die Kasse zu füllen, um die 2400 Greenpeacemitarbeiter bezahlen zu können.

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  12. avatar Ketzer sagt:

    Das sind halt die Jungs vom Militär, die sind ein bisschen hohl und können nur Gewalt. Polizei gibt’s auf hoher See halt nicht, die hätten vermutlich etwas verhältnismäßiger reagiert. PE-Netz in den Propeller und sie sind stillgelegt. Dann einkassieren, einkerkern, Verfahren an Land und halt auf Zeit spielen, fertig.

    Dass Greenpeace mit solchen Aktionen für viel Geld ein paar Minuten in den Nachrichten rausschlägt ist vermutlich weniger effizient, als sich politisch gegen sowas zui engagieren.

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