Unglück: Segelkatamaran in Spanien gesunken – 33 Passagiere gerettet

„Plötzlich in zwei Teile gebrochen“

Vor der spanischen Küste ist ein 23 Meter langer Segelkatamaran förmlich auseinandergebrochen und innerhalb kurzer Zeit gesunken. An Bord befanden sich zum Unglückszeitpunkt mehrere Dutzend Ausflügler.

© Salvamento Marítimo

Der 23 Meter lange und 10 Meter breite Katamaran „Olé Cuarto“, der als Ausflugs- und Eventboot genutzt wird, war am Sonntagnachmittag vor der Küste von Cartagena in der Region Murcia unterwegs, als er plötzlich in Seenot geriet.

Gegenüber lokalen Medien beschrieben Passagiere die dramatische Situation: „Das Boot hat angefangen zu knarren und plötzlich ist es in zwei Teile gebrochen. In diesem Moment haben wir uns alle festgehalten, wo wir konnten. Einige sind ins Wasser gefallen, darunter auch meine Frau. Ich bin immer noch fassungslos, wir hätten dort alle ertrinken können.“ Nachdem der Katamaran auf der rechten Seite gebrochen war, habe er unmittelbar begonnen, zu sinken.

© Catamarán Olé

Dank sofort abgesetzter Notrufe konnte den Verunglückten jedoch schnell geholfen werden. Die spanische Rettungsorganisation Salvamento Marítimo schickte unter anderem drei Rettungsboote und einen Hubschrauber. Aber auch einige Fischer und Sportboote, die sich in der Nähe befunden hatten, sollen den Rettungseinsatz unterstützt haben.

Einer der Helfer berichtete: „Als wir ankamen, herrschte Chaos. Der Katamaran war halb gesunken und die Menschen und Kinder griffen nach allem, was sie finden konnten. Wir konnten sieben von ihnen retten.“ Letztlich gelang es spanischen Medienberichten zufolge, alle 33 Passagiere, die sich an Bord befunden hatten, sicher an Land zu bringen.

Sie kamen offenbar glimpflich davon. Laut der Tageszeitung „La Verdad“ mussten 12 von ihnen wegen leichter Verletzungen wie Unterkühlungen und Prellungen im Krankenhaus behandelt werden, konnten aber noch am selben Abend wieder entlassen werden.

© Salvamento Marítimo

© Salvamento Marítimo

Die Ursache für das Auseinanderbrechen und Sinken des Bootes ist derzeit noch nicht bekannt. Zum Unglückszeitpunkt soll weder starker Seegang noch schlechtes Wetter geherrscht haben. Als mögliche Gründe zögen Ermittler deshalb „Mängel in der Struktur“ in Betracht, so „La Verdad“. Allerdings erklärte die Bürgermeisterin von Cartagena, Noelia Arroyo, dass das Boot zuvor alle Kontrollen bestanden hatte. Die Wrackteile befinden sich vermutlich in einer Tiefe von etwa 35 Metern und sollen für eine genauere Untersuchung nun geborgen werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

4 + 3 =