Meinung Volvo Ocean Race: Bobby Schenks Hasspredigt zum Vestas Unglück

Der erhobene Zeigefinger

Meine Güte, was ist denn in den guten Bobby Schenk gefahren? Verbeißt sich mit einem Artikel über den Vestas Unfall in die Wade des armen Navigators Wouter Verbraak. Der Holländer liegt am Boden und dann trampelt der deutsche Blauwasser-Papst noch höchst persönlich auf ihm herum.

Der erhobene Zeigefinger

Der erhobene Zeigefinger

Verbraak muss lesen, dass er eine „abgrundtiefe Dummheit“ begangen hat, „grob fahrlässig lebenswichtige Informationen ausblendet“, und er könne als Voll-Profi dem kleinen Fahrtensegler „in puncto Sicherheit nicht das Wasser reichen“.

Schenk weiß sogar, „es müssen viele Stunden gewesen sein, in denen sich der Navigator nicht um die Navigation gekümmert hat“, dass keine Seehandbücher an Bord waren und keiner der Crew den „gesetzlich vorgeschriebenen Ausguck“ gehalten hat.  Dazu zweifelt er, ob der Holländer „überhaupt noch mit Papier zu navigieren im Stande ist“.

Blauwasser-Inquisitor

Und dann kommt er, der unvermeidliche auf Windex-Höhe, erhobene Zeigefinger des Blauwasser-Inquisitors. Etwas Geifer mag auf die Tastatur tropfen als er böse zischelt: „Das sollte man so nicht durchgehen lassen.“

Soll heißen: Lasst den schändlichen Navigator brennen auf einem Scheiterhaufen aus Seekarten, die er sowieso nicht lesen kann. Auf dass die lodernde Flamme des Zorns all jene unwissenden Segelfans davor warnen mag, unsicher oder schlampig zu navigieren.

Der Satz der Sätze: „Die Schuld von Skipper und Navigator ist – milde ausgedrückt – durchaus vergleichbar mit dem Schiffbruch der Costa Concordia (42 Tote).“

Diese Worte stehen so unglaublich im Raum, dass man es vielleicht dabei belassen sollte. Der ex Richter und Staatsanwalt Bobby Schenk ist schließlich weise 75 Jahre alt und hat sich nach einigen Südseereisen verdient darum gemacht, vielen Menschen zu erklären, wie das mit dem Segeln funktioniert.

Abschreckendes Bild vom Segeln

Aber genau da liegt das Problem. Der Hasspredigt gegen Wouter Verbraak liegt eine Sichtweise zugrunde, die ein abschreckendes Bild von unserem faszinierenden Hobby zeichnet.

Viel zu viele Menschen nehmen sich einen Schenk zum Vorbild und geben mit erhobenem Zeigefinger vom Steg aus Anweisungen, wie man sich auf dem Wasser zu verhalten hat. Im Hafen wird entrüstet der Kopf geschüttelt über missglückte Manöver, nicht vorhandenes Segelschein-Wissen oder fehlende Rettungswesten.

Es gibt sie, die Schrebergärtner auf dem Wasser. Sie sind  eine Minderheit. Sonst könnte man es wirklich nicht aushalten. Aber sie werden viel zu oft von einem wie Schenk ermutigt, über einen wie Verbraak zu urteilen. Sie messen Fähigkeiten an Verhalten-Standards, die von selbst ernannten Fahrtensegel-Aposteln definiert werden. Wehe, jemand geht einfach so aufs Wasser ohne Schein, Buch und gute Ratschläge.

Verbale Peitsche “Seemannschaft”

Es wird mit der verbalen Peitsche „Fehlende Seemannschaft“ um sich geschlagen, dass es nur so knallt. Ich kann das Wort Seemannschaft mit seiner hinein interpretierten anklagenden Bedeutungsschwere schon gar nicht mehr hören. Es fiel selbst im Zusammenhang mit dem America’s Cup Unfall. Genauso unpassend klingt es im Umfeld des Volvo Ocean Races.

Diese Wettkampf-Spektakel haben wenig mit dem normalen Segeln zu tun. Ein Wohnwagen-Camper vergleicht sich auch nicht mit Nico Rosberg. Er spricht diesem schon garn nicht die Fähigkeiten ab, sein Navi lesen zu können, wenn der mit seinem Formel-1-Boliden in die Mauer rast. Warum ist das beim Segeln so?

Wie kommt ein Schenk auf die Idee, die faszinierende Facette des genussvollen Langsam-Segelns, mit der extremsten Regatta der Welt zu vergleichen und mit seinen Maßstäben zu beurteilen? Diese Segler rasen am Limit der menschlichen Leistungsfähigkeit völlig übermüdet durch die abgelegensten Seegebiete dieser Erde. Klar ist das gefährlich. Und man muss man nicht gut finden. Aber es einfach überhaupt nichts mit dem sogenannten Blauwasser-Segeln zu tun.

Ja, Verbraak hat einen Fehler gemacht, ihn auf sich genommen – was soll er auch anders tun – und beim nächsten Mal wird er ihn nicht mehr machen. Auch viele andere werden die Gefahr vermeiden können, weil sie nun davon wissen. Absicht ist sicher nicht zu unterstellen.

Lieber am Segeln interessierter Mensch, der du dich auf Seiten wie die von Herrn Schenk verirrst. Sei nicht abgeschreckt. Segeln ist nicht so. Eigentlich ist es cool, faszinierend, vielseitig und sehr ansteckend. Der Sport entwickelt sich ständig fort und kann durchaus Spaß machen. Aber manche leben eben einfach noch in einer anderen Welt.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

108 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: Bobby Schenks Hasspredigt zum Vestas Unglück“

  1. avatar hanswurst sagt:

    Guter Kommentar, mich dem anschließend kann ich mich nur wiederholen:

    In meinen Augen ist der Schenk ein absoluter Idiot! Der labert da einen ab was zu tun ist etc. und ist dabei nicht mal auf dem neusten Stand was die von Vestas etc. veröffentlichten Informationen angeht. An seinem Text merkt man, dass der nicht die geringste Ahnung hat was auf so einer Karre abgeht und versucht die Vorhergehensweisen auf seinem Wurstwagen, wenn er mit 3kn irgendwo rumeiert zu übertragen. Das bei Vestas Fehler gemacht wurden will ich gar nicht bestreiten, aber Schenk kann seine Meinung seinem Friseur erzählen…

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    • avatar heinrich sagt:

      Das geniale an dieser Debatte ist, dass man anhand des Beitrags von Hanswurst sieht, dass quasi 95% der Segelreporter-Leser die Meinung von Schenk ablehnen und nur 5% befürworten (zumindest um 16:43 Uhr).

      Das wertet – für mich – die Segelreporter-Community extrem auf. Danke Jungs!

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    • avatar Fastnetwinner sagt:

      Carsten, Du verträgst ein direktes Wort, und wir kennen uns ja: Ich finde dieser Meinungsbeitrag trägt noch mehr negative Vibes in sich als der originäre Beitrag von Herrn Schenk. Und auch die hier nun folgenden Kommentare sind in der Wortwahl fast durch die Bank von noch größerer Polemik als der Kommentar von Herrn Schenk. Den Leitgedanken von SR “Segeln ist cool. Segler sind cool. Weltoffene, lässige Typen” finde ich hier überhaupt nicht wieder. Lässig auf’s Riff, oder was?? Stellt Euch mal vor, ein Neusegler ließt diese Hasstiraden hier. Der verkauft doch gleich wieder.

      PS: Ich finde das Wort Seemannschaft hat nach wie vor seine Berechtigung und ich denke zumindest der hochseesegelnde Teil der Szene kann dem Wort auch noch eine sehr positive Bedeutung abgewinnen. Und für den anderen Teil ist das Wort vermutlich in der Tat irrelevant. Nur warum es negativ besetzt sein kann erschließt sich mir leider überhaupt nicht.

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      • avatar Susie sagt:

        Lasst Euch doch nicht von Blubber-Bobbys unverbesserlichem Besserwissen die Brise vermiesen!

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    • avatar ChristianSch sagt:

      Es gibt ein noch längeres und besseres Video vom Crash im “Inside track” mit dem gut zu hörenden Kommentar aus der Navi mit bevorstehenden Shoaling und 40 Meter Tiefe genau 30 Sekunden vor dem Crash. Oder bei 1:28 Minuten im folgenden Video :
      http://youtu.be/MM3Q4SFrMI0
      Wieso keiner genauer in die elektronische Karte zoomed wenn man die ganze Zeit in 2000 Meter Tiefe herum segelt ist mir allerdings auch schleierhaft. Die Information über 40 Meter stammt aus der Karte und nicht vom Echolot. Der 7 Sinn scheint mir bei den Profi Rock Stars nicht ausgereift zu sein, wenn es unterschwellige Hinweise gibt, die sehr verdächtig sind und untersucht werden müssen

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  2. avatar Piet sagt:

    “…der unvermeidliche auf Windex-Höhe, erhobene Zeigefinger…”

    Ich kann nicht mehr 🙂

    Sehr schön geschrieben.
    Haben den Text von Schenk gelesen, und er kam mir vor wie Senf der lange vor sich hingeköchelt hat und schon lange nicht mehr genießbar ist; und der nun wohl raus musste.

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  3. avatar rudi sagt:

    amen!

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  4. avatar Slutsky sagt:

    Danke für den guten Kommentar, der Schenks Tirade entlarvt, ohne sich auf sein Niveau herabzulassen. Dem ist nichts hinzufügen.

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  5. avatar Erdmann sagt:

    Höchste Zeit, das der Navigator und Skipper, nein die ganze Vestas Crew mal zu Schenks Blauwasser-Seminar kommt: zum Nachsitzen wegen schlechter Seemannschaft.

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    • avatar Detlef Andreovits sagt:

      …sind doch immer die Gleichen, die sich für Segel-Besserwisser halten. Hatten wir nicht gerade vor ein paar Wochen hier ein ähnliches Thema im Forum
      Schließe mich vollständig Carsten Kemmling an: Genau dieses Geifern der Inquisitoren auf Schrebergärtnerniveau beschädigt unseren Sport.

      Schön, dass fast alle Beiträge hier das Thema deutlich entspannter und toleranter angehen

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    • avatar digger.hamburg sagt:

      Wir machen auf der Messe in Düsseldorf ein “Blau statt Wasser-Seminar” – Komm rum, Erdmann!

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      • Ich bring nen Sixpack mit Digger 🙂

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        • avatar Oceanus sagt:

          Nach Düsseldorf musste kein Bier mitbringen.
          Wir haben hier die eine oder andere Anlaufstelle… 🙂

          PS: Wenn noch Seminarplätze frei sind, bin ich dabei!

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      • avatar Erdmann sagt:

        Das findet doch jeden Sommer schon an unseren Küsten statt. Dazu wird gegrillt und das geht auf der Messe ja leider nicht oder kennst Du nen Spot?

        Wird es auf der Bennte denn eine Outdoor-Grillgelegenheit geben, z.B. am recht breiten Heck?

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        • avatar digger.hamburg sagt:

          Nein. Denn das ist keine gute Seemannschaft. Hinterher denkt noch einer, der Grill sei das Ankerlicht. Nicht auszudenken, was da psseirt.

          Grillen macht man eh nicht. Es gibt ja an Bord genug zu tun, Kartenarbeit, Deck schrubben, DP07 Konferenz hören, Weisse Hosen waschen und Ananas ins Cockpit stellen.

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          • avatar Firstler sagt:

            ..und Goldknöpfe polieren!

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  6. avatar Jack Aubrey sagt:

    Der Kommentar spricht mir aus der Seele. Und bei dem Gehabe des Herrn Schenk und seiner Groupies und Nachahmer auf den Stegen ist es kein Wunder, dass Neulinge abgeschreckt werden.

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  7. avatar Liebersegeln sagt:

    Bei dem Dank für diesen Kommentar schließe ich mich meinen Vorschreibern an!

    Hat Herr Schenk allen ernstes Costa Concordia und Vestas verglichen? Das wäre ja so als würde ich mich auf meinem MTB mit einem Reisebus vergleichen…

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    • avatar AbuDhabi must win the race! sagt:

      Das Risiko Menschenleben zu gefährden war allerdings da…Um so froher können wir sein, dass niemand zu schaden gekommen ist!

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      • avatar Liebersegeln sagt:

        Ja klar ist ein Risiko dabei gewesen, aber 4000 Passagiere und 1500 Besatzungsmitglieder von denen weniger als 10% etwas von der Schiffführung verstehen mit einer 9 köpfigen Crew von denen mindestens 8 das Schiff führen können (wenn auch nicht einhand) zu vergleichen hinkt schon ein wenig.

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        • avatar Kurt sagt:

          Das Rsiko ist auch da wenn einer unbefestigt auf den Bugspriet latscht

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      • avatar das ist doch blablabla sagt:

        allein schon bei diesem Rennen teilzunehmen, stellt teilweise ein sehr hohes Risiko da.
        Aber halt Leider Geil und YOLO

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    • avatar Ketzer sagt:

      Die beiden Fälle sind insofern vergleichbar, als dass beide Grundberührung hatten, weil sie die relevante Untiefe aufgrund einer zu geringen Vergrößerung nicht auf dem Monitor sehen konnten. Ich finde, dass man die Strandung von Vestas vor allem dazu benutzen sollte, dieses Problem in den Fokus zu rücken und das Bewußtsein der digital navigierenden Segler für dieses Problem zu schärfen.

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  8. avatar AbuDhabi must win the race! sagt:

    Ich will ja nichts sagen, weil ich sonst gefahr laufe auch einem Shitstorm zu verfallen.

    ABER:

    Ich habe das Gefühl, dass der Navigator von Vestas irgendwie Immunität besitzt. Natürlich steht er zu dem Fehler und hat sich entschuldigt. Es muss allerdings möglich sein sich auch mal sehr kritisch drüber zu äußern.

    Mich kotzt es an, wenn ich so Überschriften lese from Hero to Zero und damit ganz genau Mapfres neuer Navigator angegangen wird. Liebes Segelreporter Team…Ich mag eure Seite wirklich gerne…Aber geht ihr nicht ein bisschen weit wenn ihr einerseits Vestas Navigator beschützt und Mapfres zerreißt? Ihr wollt doch sicher nicht, dass man euch als Satireseite sieht…Seid aber auf dem besten weg dort hin…Naja….Musste find ich irgendwie mal gesagt werden!

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    • avatar Yachti sagt:

      Guter Kommentar !
      Scheint ja hier einige zu geben die das angeblich besser machen würden als der Nélias bei Mapfre und ihn gar als Trottel bezeichnen, aber da möchte ich dann zu seiner Verteidigung SR zitieren: ” der arme Navigator, jeder kann ja mal ein Fehler machen..”

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    • avatar Carsten Kemmling sagt:

      lieber abu dhabi fan. was hat das denn mit immunität zu tun? verbraak hat den größten fehler begangen, den man sich in seiner position leisten kann. das bezweifelt doch niemand. wie sollten wir ihn beschützen? er und die ganze welt weiß es.
      der fehler hat auch sicher noch eine andere qualität als die strategische fehleinschätzung von mapfre, bei der es nicht um gefahr für leib und leben ging sondern “nur” um verlorene plätze und meilen. beide situationen sind überhaupt nicht vergleichbar. es ist zufall, dass sie nun mal fast gleichzeitig passiert sind und als meldung nebeneinander stehen. wenn dich das ankotzt tut mir das natürlich leid.

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      • avatar Ketzer sagt:

        Habe jetzt lange über Deine Antwort nachgedacht, aber ich bin mir nicht sicher, ob selber kotzen, oder sich ankotzen lassen schlimmer ist…

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  9. avatar Luke sagt:

    Der Herr Schenk hat wohl die Segler-Weisheit aus der Pütz gesoffen… Sein Kommentar ist jedenfalls entbehrlich.

    Wem ich allerdings auch noch kräftig eine hinter die Löffel geben würde, sind die Softwareentwickler, die die Navigationsrechner programmiert haben. Auch wenn das Riff nicht angezeigt wird: Die Daten sind ja da, und den eigenen Kurs mit den Umrissen des Riffs bzw. den Tiefenlienien zu schneiden, schafft ja jeder Taschenrechner… m.E. nach wäre es gar kein Problem für den PC gewesen, die Crew rechtzeitig zu warnen.

    Natürlich: Exclusion-Zones hätte auch der Navigator in die Software einzeichnen können… Aber haben wir nicht die Technik, um menschliche Fehler zu vermeiden?

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    • avatar AbuDhabi must win the race! sagt:

      Guter Beitrag!

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    • avatar Heinrich sagt:

      Stimmt! Und außerdem hätte Software das Boot auch direkt um das Riff herumsegeln sollen oder nich? Diese blöden Programmierer!

      Auch dem Riff selbst sollte man endlich einer einen hinter die Löffel geben!

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  10. avatar Markus sagt:

    Sehr gut geschrieben!

    “Es gibt sie, die Schrebergärtner auf dem Wasser.” bringt es gut auf den Punkt. Ist aus meiner Sicht ebenfalls ein klarer Mitgrund für den immer geringeren Zulauf an jungen Seglern, die auf solch “Gehabe” keine Lust haben.

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  11. avatar pjotr sagt:

    das medium ist die botschaft (luhan). jetzt rauschts so richtig… gut für die auflage. “abgrundtiefe dummheit”, wenn es ohne vom gas zugehen vierkant aufs riff geht ist das die richtige formulierung. zu deinem kommentar: man kann niemanden zwingen die wahrheit zu sagen, nur dazu bringen immer offensichtlicher zu lügen. und hassprediger ist herr schenk ja wohl nicht. dafür solltest du dich entschuldigen. egal was man sonst von ihm halten mag.

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  12. Guter Kommentar
    Der Herr Schenk hat vie Ahnung … nur nich vom Segeln.

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  13. avatar WB sagt:

    Ja, so sind sie eben die alten Männer, die unseren schönen Sport lähmen und die Yachhäfen zu Altenbegegnungsstätten verkommen lassen.

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    • avatar dubblebubble sagt:

      Irgendwann gehörst Du auch dazu.

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      • avatar WB sagt:

        Garantiert nicht – und falls wider erwarten doch – sagt mir hoffendlich jemand das die Welt sich weiter gedreht hat. Es sollte ja auch keine generelle Rentnerklatsche sein, sondern ein Synonym für die ewig Gestrigen in unserem Sport und ihrem ätzenden Ober-Seeman-Gehabe.

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  14. avatar RVK sagt:

    Danke Carsten für diesen wirklich gute Kommentar, der mir aus der Seele spricht. Alleine dafür bin ich gerne bereit, noch einmal ein Jahr länger Segelreporter Clubmitglied zu bleiben. Es geht hier auch nicht um Immunität für Vouter oder ein Verklären dieses Unfalls. Die Bewertung dieser Havarie obliegt Leuten, die alle Informationen haben und diese zu bewerten wissen. Ich kann es kaum glauben, dass ein ausgebildeter Jurist sich dazu hinreisen lässt aufgrund der dünnen bekannten Fakten sich zu so einem öffentlichen Urteil hinreißen zu lassen. Wenn es nicht das selbe Niveau wäre, müsste man dann Schenk selbst unfassbare Dummheit unterstellen!

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    • avatar Abu Dhabi must win the race! sagt:

      Schön das du das so siehst…diese Sichtweise ist auch richtig…Aber vielleicht sollte Segelreporter dann auch den spanischen Navigator in Ruhe lassen…wenn ich schlagzeile will, lese ich bild

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  15. avatar Hannes sagt:

    Wie ist denn das mit der Seemnnschaft beim Einhandsegeln?

    Am Ende noch um die Wette? Ich frag Bobby mal ob das nicht verboten werden müßte!

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    • avatar Gav sagt:

      Zum Thema Einhandsegeln hat Bobby sich schon reichlich ausgelassen. Ich komme mir immer ganz unseemanschaftlich vor wenn ich dann ins Bett gehe und das Boot alleine fahren lasse 🙂
      Gav

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  16. avatar Teamgeist sagt:

    ich glaube bobby kann man keine vorwürfe machen, denn:
    1. viele sagen ja er wäre nicht auf dem aktuellen stand der dinge, womöglich hat er kurz nach dem unfall damit begonnen seinen Bericht zu verfassen, ist jetzt aber erst damit fertig geworden, weil er es mit dieser modernen technik nicht so im griff hat und der text ist ja ganz schön lang.
    2. natürlich hört es sich schlimm an “MITRIFFS” auf eine insel zu donnern, aber in diese situation kommt der gemeine segler und vor allem bobby nicht, denn nachts wird im hafen geschlummert und ab 12 knoten wind wird gerefft

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  17. avatar SoSo sagt:

    Ich finde den Kommentar von Schenk wichtig, wenn auch nur eine Sichtweise. Die “modern-sportive” Bewertung geht ja nur durch, weil zum Glück letztlich niemandem etwas passiert ist. Vor allem darauf scheint mir Schenk aufmerksam machen zu wollen. Hätte es hier einen oder mehrere Tote gegeben wäre die Bewertung völlig anders. Auch der Navigator selbst macht dies in seinen Stellungnahmen deutlich. Und die zuletzt veröffentlichten Videosequenzen lassen das ganze noch viel problematischer erscheinen.
    Dennoch: tolles Rennen!

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    • avatar Wassergärtner sagt:

      …der Ton macht aber nun mal die Musik! Und da vergreift sich der Blauwasser-Papst ganz gehörig…und wer das in dieser Weise macht hat offenbar Hybris..
      Wouter hat den Rücken gerade gemacht – aber Schenk will Ihn dennoch an die höchste Rah knüpfen…
      Deshalb finde ich den Kommentar nicht wichtig da er nur dazu dient das Allwissen und die Allmacht des Papstes herauszustellen…
      Das Schenk ein verbiesterter alter Mann ist, ist in der Szene bekannt, er sollte lieber die Finger von Themen lassen die er nicht umreissen kann – darin liegt, finde ich, die Entbehrlichkeit der Hass-Triaden…

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  18. avatar itsme sagt:

    Beim Verpacken der Botschaft kann Hr. Schenk sicher noch optimieren.

    Bei den Inhalten liegt er sicherlich nicht daneben. Da sind neun sogenannte Profis an Board. Es herrscht Aufgabenteilung. Und dann rauscht man einfach so mit Volldampf in ein nicht unbekanntes Hindernis von 60km Länge. Das ist schon eine Leistung. Da haben die Prozesse auf dem Boot wohl nicht so ganz gestimmt.

    Der sicherlich nicht unerhebliche Schaden ist sicher nicht das Problem, Materialbruch gehört im Rennsport sicherlich dazu. Aber hier wurden ja durch einen Fehler Menschen in Gefahr gebracht.

    Hier Kritik zu üben ist sicher was anderes als sich über mangelnde Seemannschaft beim Hafenmanöver zu echauffieren.

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  19. avatar Firstler sagt:

    Einer der besten Artikel von Segelreporter in diesem Jahr! Vielen Dank Carsten!

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  20. avatar digger.hamburg sagt:

    Vielleicht sollte man sich bewaffnen und alle Riffs einfach wegpusten? Da war doch mal was, oder?

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    • avatar pjotr sagt:

      ??? naja digger, für dich fängt ja die offene see auch hinter der stegwixer enge an…
      nice day

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    • avatar Axel sagt:

      Wegpusten ist eine gute Idee! Fragen wir die Amis, die haben in den 50er auf dem Bikiniatool ordentlich geübt.

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      • avatar Axel sagt:

        Es soll natürlich Bikiniatoll heißen.

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        • avatar Hurghamann sagt:

          Aber das Atoll ist aber erstens noch da, und zweitens glimmt es jetzt im dunkeln.
          Zweiteres ist natürlich hilfreich, da fährt man nicht so schnell dagegen.
          Ein Geigerzähler als Kollisonswarner…. die Idee hat Potenzial.
          Lets Nuke it.

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  21. avatar Oliver sagt:

    dieser Schenk geht gar nicht, ich glaube der sollte sch lieber auf das Rumeiern in Karibischer Sonne konzentrieren.
    es ist mir schleierhaft wie so jemand, der der noch in der Papierkarten-Steinzeit lebt überhaupt noch so eine Lobby haben kann.
    Auch das Segelmagazin mit den großen “Y” im Namen sollte sich von so jemanden meiner Meinung nach distanzieren.

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    • avatar Klaus sagt:

      Ich frage mich schon seit geraumer Zeit, wie lange sich das große “Y” noch lächerlich machen will, indem es diesen aus der Zeit gefallenen Besserwisser eine Plattform bietet.

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  22. avatar dubblebubble sagt:

    Tut mir leid, aber Carstens Kommentar ist mir zu populistisch und polemisch.

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    • avatar Firstler sagt:

      Das kann man von Schenks Kommentar ja glücklicherweise nicht behaupten…oder doch???

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  23. avatar Christian1968 sagt:

    Der Bobby Schenk hatte gerade in letzter Zeit einige Artikel auf seiner Website verfasst, die mich (positiv) überrascht haben, zeigten sie doch eben gerade eine aufgeschlossenere Einstellung zu vielen neuen Dingen, die er vor einiger Zeit noch anderes (und sehr konservativ) gesehen hatte.

    Der Yacht Artikel ist allerdings indiskutabel. Wir alle, inklusive Bobby Schenk, kennen nur das, was uns durch die Medien an Informationen zur Verfügung steht.
    Dass der Navigator einen heftigen Fehler gemacht hat, muss wahrscheinlich nicht mehr diskutiert werden und das hat er – und das zeigt wahre Größe – auch zugegeben.

    Aber: nehmen wir mal an, Navionics, iSailor und CO hätten auf Nord/Ostesee/Mittelmeer auch bei einigen weniger bekannten Riffen/Untiefen auch das Problem gehabt, dass nur in den allerletzten Zoomstufen die wahre Tiefe erkennbar ist und in anderen Zoomstufen eine Tiefe angezeigt wird, die ein problemloses Passieren möglich macht, wie viele von uns wären gestrandet, bis der Fehler erkannt worden wäre ?

    Wären wir denn bessere Segeler gewesen. Hätten wir auf offener See auf jeden Fall weiter reingezoomt ? Ich vermutlich nicht. Bin ich ein besserer Segler, als die Vestas Jungs? Ich fürchte nein.

    Ich finde eine kritische (nach)Betrachtung wichtig, aber dieses Stammtisch-Niveau von verbalen Besserwissern finde ich unerträglich und dieses Mal zählt Bobby Schenk leider dazu.

    Vieleb Dank an Carsten Kemmling für diesen tollen Artikel.

    Und ich finde auch, die Yacht sollte sich von diesem Artikel distanzieren!

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  24. avatar thorsten sagt:

    moin carsten, weil ichs neulich hier irgendwo schonmal so gelesen hatte:
    der scherge mit dem weissen mantel und dem schicken hut ist der papst.
    der pabst hängt noch in manchen alten apfelwein- oder studentenkneipen.
    möglicherweise macht das allerdings in diesem zusammenhang ausnahmsweise keinen unterschied 😀

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  25. avatar Bert sagt:

    Ha, das hast Du schön polemisch geschrieben, gut zu lesen.

    Aber in der Sache hat Bobby Schenk total recht. Ich mein, wie doof muss man sein, ein 30 Meilen langes Hindernis gerade mitriffs zu treffen? Eben.

    Allerdings wissen das die Segler natürlich auch. Und wir geneigte Popcornzuschauer haben uns an das alletschönundfun niemandwehtun Pressegefasel auch schon längstens gewöhnt. Was man dem Herrn Schenk allenfalls vorwerfen kann, ist, dass er sich mit dieser zeitgemässen Nichtssagerei nicht abfinden kann…

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    • avatar Bernd sagt:

      Unbetrachtet aller Diskussionen hier, hätte der Herr Schenk auch mal besser recherchieren können… Anstatt sich genau zu informieren, malt er einfach einen roten Pfeil “MITRIFFS” in die Karte… Die eigentliche Unglücksstelle befindet grob geschätzt 30km südlicher und hat damit wohl auch einen ganz anderen Einfluss auf die Geschehnisse.

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      • avatar Bert sagt:

        Da hast Du ganz recht!! Habe es auch bemerkt. Dennoch: mitriff tönt einfach gut und auch 30 km südlicher war es nicht knapp an die Insel rangeschrammt, sondern voll knall drauf.

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  26. avatar Vorshooter sagt:

    Unglaublich, wie ein vernünftiger gebildeter Segler sich auf dieses Niveau begeben kann. Warum nur?
    Regattasegeln wird immer spektakulärer, der “gemeine Fahrtesegler” meint irgendwie mithalten zu müssen, sieht aber die Grenzen. Segelpapst Schenk giesst nun den langersehnten Balsam auf die geschundenen Seelen: Ihr seid besser/schlauer als die Profis.
    Ich fürchte, er wird dankbares Publikum finden….
    Dies ein spekulatver Erklärungsversuch, ohne Gewähr, ohne Zeigefinger und ohne Anspruch auf Unfehlbarkeit.

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  27. avatar Friedrich sagt:

    Die Jungs von Vestas haben einen fetten Bock geschossen und ich finde so ein paar von den veröffentlichten Aussagen der Beteiligten auch ein bischen peinlich, weil es dieses “kann doch jedem mal passieren” in sich trägt. Nee, darf nicht passieren. Und wenn doch, dann Kopp runter und Klappe halten. Und sie tun uns allen einfach 1000mal leid, weil wir alle wissen, wie leicht einem sowas passieren kann.

    Aber ob Herr Richter i.R. Schenk irgendwo was postet oder nicht interessiert doch echt keine Sau? Oder? Oder!?!

    I.Ü. fahr ich lieber mit einem wie Wouter auf ein Riff, als mit einem wie Bobby irgendwo hin…

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  28. avatar Marco Mester sagt:

    Guter Kommentar von Herrn Kemmling, zu einem Artikel, der scheinbar nur das Ziel verfolgt hat, Besucher auf die eigene Website zu “locken”.

    Vergleiche zwischen Profiseglern und entsprechenden Events sowie der Fahrtensegelei, sind meiner Meinung nach unmöglich. Gestern beim Lesen des Artikels hatte ich das Gefühl, Team Vestas wäre betrunken und mit voller Absicht in einen mit Fahrtenseglern überfüllten Hafen gebrettert….

    An Bord der Vestas sind alle Profis, die sich über die Risiken durch die Teilnahme an so einer außergewöhnlichen Regatta bewußt sind. Diese Ausgangssituation mit der Havarie der “Costa Condordia” zu vergleichen, entbehrt jedweder Grundlage.

    Wäre sonst nicht jedes Foul im Profi- oder Amateurfußball gleich Körperverletzung?
    Oder eine Massenkarambolage bei der Formel 1, verschuldet durch viel zu hohe Geschwindigkeit, ebenfalls grob fahrlässig?

    Außerdem hat hier jemand eindeutig Stellung bezogen und seinen Fehler zugegeben. Allein das ist heutzutage ja leider auch viel zu selten der Fall. Der Navigator hätte sich doch auch auf technische Unzulänglichkeiten berufen und zurückziehen können.

    Den Ansatz finde ich auf jeden Fall interessant. Denn es sollte doch eigentlich durch die Navigationssoftware gewarnt werden, wenn Kurse mit unzureichendem Tiefgang vorgesehen sind, oder vorausschauende Kurslinien diese Bereiche tangieren. Wie war es damals noch in den Anfängen der Autonavigation? Es musste erst ein Fahrzeug ins Wasser fahren, weil die Routenführung der Software einfach so die Nutzung einer Fähre vorgesehen hatte, ohne dies explizit kenntlich zu machen und davor zu warnen….

    Sicherlich werden die maritimen Navigationsprogramme diesbezüglich jetzt unverzüglich nachgebessert werden. Technisch wird dies sicher möglich sein.

    Grundsätzlich wird hier aber auch eine wirklich tolle Regatta, die dem Segelsport insgsamt zu größerer Beachtung verhilft, mit allen erdenklichen Mitteln von Herrn Schenk niedergemacht. Sehr unschön und absolut unnötig.

    Ich kann Christian 1968 nur beipflichten, wenn ersagt, die Yacht sollte sich ebenfalls von diesem Artikel distanzieren.

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  29. avatar Kluchschieter sagt:

    Wie schon im anderen Artkiel kommentiert, für mich ist das was Herr Schenk da macht einfach nur nachtreten.

    Ja, natürlich hat er recht, das darf nicht passieren. Tut es aber. Auch Fahrten- und Blauwasserseglern. Ist aber nicht so spektakulär und wird von der Presse nicht so genau – wenn überhaupt – verfolgt.
    Ich frage mich was Herr Schenk zu der Geschichte in Portugal gesagt hat/hätte, als diese Segelschule X-442 in der Brandung gekentert ist. Äh, nein, Korrektur, ich will es eigentlich doch nicht wissen.

    Sehr schön Karsten, ich finde Du hast den Punkt sehr gut getroffen.

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  30. avatar wm sagt:

    Bitte das Fazit dieses Artikels anpassen:

    Lieber am Segeln interessierter Mensch, der du dich auf Seiten wie die von Segelreporter verirrst. Sei nicht abgeschreckt. Segler sind nicht so. Oft sind es coole, faszinierende, vielseitige Menschen die den Sport weiterentwickelt und Spaß daran haben. Aber manche leben eben einfach noch in einer anderen Welt und beleidigen gerne Menschen über diese Webseite die anderer Meinung sind. Bitte – nimm diese nicht allzu ernst überlege Dir aber gut ob Du für eine Segelreporter Mitgliedschaft bezahlen möchtest.

    Vor allem aber schau in Karten aus Papier 🙂

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    • avatar Andreas L sagt:

      Wow, selten so etwas unqualifiziertes gelesen lieber wm. Aus welchem Papierstapel willst Du denn diese Detailkarte des Ozean-Überseglers herausziehen? Und zu welchem Zeitpunkt? Kopfschüttel

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  31. avatar Lutz sagt:

    Fehler machen alle! Mit Sicherheit auch Herr Schenk. Kaum vorstellbar das bei Herrn Schenk noch kein Anleger in die Hose gegangen ist oder das aufgrund eines schlechten Manövers Crew oder Naterial gelitten haben.

    Zudem hatte ich die Ehre mit Wouter zu segeln und kann mit Sicherheit sagen das er was die Seemannschaft betrifft als vorbildlich zu bezeichnen ist. Dieses Bild mag einen leichten Knick bekommen haben.

    Es ist Wesen dieser Strandung das der absolute worst case eingetreten ist. Von einer Grundberührung ohne wesentliche Schäden hätte die Öffentlichkeit wohl keine Kenntnis erlangt. In den Videos ist zu sehen, dass die Crew in Luv nach einer “Line” Ausschau hält und der von unten bestätigt der Skipper ein Flach von 40m. Es Kommen so viele Punkte zusammen damit dieser Unfall passieren konnte das Wouter wohl nicht einzig und allein als Schuldiger ausgemacht werden kann.

    Und es gilt immer noch: Wer viel macht macht Fehler. Wer mehrere Volvos und ein Barcelona World Race gesegelt hat, dem darf hinreichende Seemannschaft zugesprochen werden.

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  32. avatar C-Loop sagt:

    ‘kenne viele der Vestasjungs recht gut, vom Regattasegeln, vom gemütlichen Soimmertörn: alles Supersegler die sich selber wohl niemals über Schenks Altherren-Blauwassertips ereifern würden!
    Und Schenk ist bestimmt auch schon mehrfach mal der Anker ausgerissen ;-), wie unverzeihlich!!!!!!
    Nein, von dieser Art zu segeln verstehen Schenk, und leider viele, viele andere leider recht wenig und richtig: wir lassen uns unsere Begeisterung für das sportliche Segeln dadurch sicher nicht vermiesen!

    Interessante Beobachtung v. Anholt im windarmen Sommer 2014: über 50% der Segler kamen unter Motor (!!), bei 12 Knoten Wind von achtern, die haben dann aber natürlich auch die größten Abenteuergeschichten und Kommentare im Hafen abgegeben! Es lebe das Schrebergartensegeln!

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  33. avatar armchairadmiral sagt:

    Die Meinung unseres politisch so korrekten Blauwasserpapstes ist etwas neben der Spur, finde ich auch.
    Berufsschiffahrt und professionelles Regattasegeln haben nichts miteinander gemein. Na gut, beides findet auf dem Wasser statt.
    Hier ist es nun beinahe so, als ob ein Fahrlehrer einem verunglückten Formel-1 Fahrer vorhalten würde, nicht die Verkehrsregeln beachtet zu haben.
    Dieses Rennen ist ein Spektakel! Die Boote sind nicht darauf ausgelegt, nur sicher über einen an sich unsinnigen Parcours bewegt zu werden, sondern am Rande des Machbaren.
    Die Mannschaft ist müde, fertig und grenzwertig belastet. Da passieren Fehler!
    Ich möchte gar nicht wissen, wieviele “near misses” es schon gegeben hat.
    Der arme Verbraak hat nun leider getroffen.
    Gut, daß das Spektakel ohne Opfer blieb und wir uns daran ergötzen dürfen…

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  34. avatar ydun sagt:

    Das ist mal eine Interessante Diskussion. Herr Schenk lehrt einen Kübel Dreck über dem vestas-Navigator aus. Ob das in dieser Form ok ist sei dahin gestellt. Trotzdem hat das auch seinen Nutzen; wir reden und schreiben darüber.
    Der Hergang der Havarie ist genauer zu beleuchten und evtl. nicht so schnell zu den Akten zu legen. Die Jungs wissen, dass Sie mit 19 kn an der Erschögungsgrenze über den Ozean ballern. Der Navigator sucht bis zum umfallen nach den günstigsten Wetteroptionen.
    Soll man diese Havarie dann als “shit happens” abtun oder Fragen ob die neun Vollprofis als Team die Sache hätten verhindern können? Ich denke es sollte Abläufe geben die die Tätigkeit des Navigators gegenchecken.
    Ich bin auch der Meinung, dass der Navigator zu großen Teilen den Bock geschossen hat, aber sind die anderen des TEAMS damit aus der Sache raus.
    Betrachtet man die Videoaufnahmen wird deutlich, dass ein Crewmitglied kurz vor der Havarie die Brandung sieht, aber der Steuermann hält seelenruhig den Kurs… Nichtmals eine Nachfrage.
    Ist das Riff nicht im Radar zu sehen? Läuft das nicht um Strom zu sparen?
    Sicher muss sich nun jedes Team fragen: Hätte uns das auch passieren können? Wahrscheinlich ja.
    Aber da kommen noch andere Seegebiete mit navigatorischen Hindernissen wie gehen Mannschaften damit um. Die Diskussion ist freigegeben…..

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    • avatar Erdmann sagt:

      Beim zweiten Lesen des Kommentars von Lautsprecher Bobby Schenk:

      Ob man Schenk und seinen Habitus nun mag oder nicht. Mit folgenden Hinweisen hat er recht:

      „Es müssen viele Stunden gewesen sein, in denen sich der Navigator nicht um die Navigation gekümmert (…) hat.“ … „Der Bug der Vestas war ja stundenlang, wenn nicht ganze Tage aufs Riff gerichtet.“

      Was Schenk rhetorisch geschickt ausblendet ist das Prinzip Regatta, wie es das Volvo Ocean Race auf die Spitze treibt: u.a. mit Überforderung durch Schlafmangel, entsprechender Konzentration, Dauerstreß und Beschäftigung mit (zu?) vielen Aufgaben.

      Aber Leute: Standpunkte desavouieren nur weil sie vom altbekannten Lautsprecher „Blauwasser Bobby“ kommen ist wie in der Talkshow nicht zuhören und aneinander vorbei reden. Das ist blöd. Das macht weiter blöd.

      Schenk sagt: Skipper und Navigator müssen lange vorher gewußt und im Hinterkopf gehabt haben das von vor ihnen eine Barriere ist.

      Also kann die Strandung keine Frage der Auflösung/des Zoom/ der Navigations-Elekronik gewesen sein. Sie ist eine Art Fahrlässigkeit.

      Es spielt keine Rolle, von wie vielen nichtsegelnden Besserwissern, Mützenträgern und Präsis der Begriff „Seemannschaft“ (ich kann den auch nicht mehr hören) mißbraucht wird. Es war halt schlecht „ausgeübtes Handwerk“ von Navigator und Skipper.

      Tasten- und Tresensegler haben immer Recht.

      PS: Habe im letzten Sommer tagsüber so viele Meilen gesegelt wie ein VO65 in wenigen Tagen wegputzt.

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      • avatar heinrich sagt:

        Aber das ist doch Mumpitz:
        „Es müssen viele Stunden gewesen sein, in denen sich der Navigator nicht um die Navigation gekümmert (…) hat.“ … „Der Bug der Vestas war ja stundenlang, wenn nicht ganze Tage aufs Riff gerichtet.“

        Wenn ich über die Nordsee nach England segel und kurz vorm Ziel die Hafeneinfahrt verfehle ist mein Bug auch viele Stunden auf eine Untiefe, nämlich England, gerichtet und trotzdem hat die Navigation vielleicht maximal in den letzten 30 Minuten vor dem Auflaufen nicht gestimmt.

        Herr Schenk scheint einfach ein wenig senil!

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      • avatar melde sagt:

        Full ack!

        Der aktuell hier auf SR vorherrschende Beißreflex weil “der Schenk” sich in einer seiner Segelphilosophie fernen Sache zu Wort meldet ist unangebracht!

        Die Jungs haben Mist gebaut. Großen Mist. Da gibt es nichts zu beschönigen. Und es muss auch nicht nachgetreten werden. Die ärgern sich selbst genug.

        Was mich ärgert ist die diffus akzeptiert im Raum stehende Aussage, das VOR-Segler zu viel anderes Wichtiges zu tun haben als sich auch noch um die Navi zu kümmern.

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