In der Yachtbranche kommen unausgereifte Produkte auf den Markt

Yachties als Versuchskaninchen

Im Jahr 2008 habe ich mir eine Dreifarben-LED Positionslampe zum stolzen Preis von rund 250 Euro gekauft. Kurz nach der Installation der Lampe auf dem Masttop musste ich feststellen, dass der UKW Radio-und Funkempfang stark gestört waren, sobald die Lampe eingeschaltet war.

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Uwe Röttgering

... der, der das Blauwasser Segeln liebt, aber zu immer schnelleren Schiffen tendiert - ob das am Einfluss von SR liegt ? ;o) Mehr findest Du hier.

3 Kommentare zu „In der Yachtbranche kommen unausgereifte Produkte auf den Markt“

  1. avatar T.K. sagt:

    Das Problem mit den LED Laternen, welche den Funk stören ist leider kein Einzelfall. In diversen Foren kann man dazu lesen. Es ist insbesondere nicht nachvollziehbar, da es sich bei beiden Teilen (Leuchte und Funk) ja um Sicherheitsrelavante Teile handelt. Seltsam das man dazu in den einschlägigen Tests bisher nichts lesen konnte. Besonders würde mich interessieren ob das auch BSH zugelassenen LED betrifft?

    Ich habe ein ähnliches Problem mit einer Simrad -Fernbedienung WR20 auf meinem Dampfer. Das Gerät hat viele schöne Funktionen, aber diese sind halt nur da, können aber nicht abgerufen werden, da sie entweder fehlerhaft arbeiten oder die anderen hauseigenen Simrad geräte nicht kompatibel sind…… Bis heute – immerhin vor ca. 2 jahren gekauft – kann man viele Funktionenn nicht nutzen da die Software immer noch nicht korrigiert wurde! Unglaublich welchen Müll die Firmen teilweise auf den Markt werfen!

    Noch eine kleine Anekdote zu LED Posis:

    Ein Bekannter von mir hatte vor ca. 1-2 Jahren sein Schiff auf LED umgerüstet. Nach einigen Wochen, er war länger nicht am Schiff, rief Ihn sein Hafenmeister an. Seine Posis würden seit Wochen brennen. Er also zum Hafen und tatsächlich waren mehrere Leuchten an. Aber der Hauptschalter war aus. Batterien waren voll! Er hat das Schiff auf den Kopf gestellt und alles durchgemessen – nichts! Erst als er in einem anderen Hafen nächtigte waren die Lampen erloschen. In seinem Hafen waren sie wieder an. Warum….wir haben uns das an einem in der Nähe befindlichen Flughafen erklärt. Da muss reichlich Wumsss in der Luft sein damit die Dinger Leuchten! PS: Der Hafen liegt in Griechenland……

  2. avatar Klaus sagt:

    @:Man stelle sich dieses Vorgehen in der Automobil- oder gar in der Luftfahrtindustrie vor. Firmen, die dort so verfahren würden, wären ganz schnell weg vom Markt.

    In der Luftfahrt ist sowas inzwischen wohl auch Usus. Beispiel: das der Quantas um die Ohren geflogene Triebwerk von RR.

    Zitat Spiegel online v. 2.12.2010: “Die australische Luftsicherheitsbehörde warnte vor einem Herstellungsfehler bei Triebwerken des Riesenjumbos A380. Ein potentieller Defekt an einer Ölschlauchverbindung könnte Brüche aus Materialermüdung, Öllecks und möglicherweise Triebwerksversagen zur Folge haben, hieß es in einer Stellungnahme der Behörde. Sie bestätigte damit die Einschätzung des Triebwerkbauers Rolls-Royce, dass ein fehlerhaftes Bauteil für den schweren Triebwerksschaden verantwortlich war, der Anfang November einen A380 der Fluggesellschaft Qantas in Singapur zur Notlandung zwang.”

    Da können wir doch mit fehlerhaften LED Lampen doch ganz zufrieden sein, gelle?

  3. avatar Christian sagt:

    Auch in der Automobilbranche geht heute Schnelligkeit vor Gründlichkeit!
    Zwischen dem ersten Auto einer Serie und dem letzten, liegen bis zu 120 Änderungen. Mache kleine Mängel werden von den Markenwerkstätten stillschweigend behoben.
    Man spricht auch gerne von der Bananenstrategie: “Produkt reift beim Kunden!”

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