470er: Wagner/Baldewein und Bochmann/Panuschka sind Deutsche Meister

37 zum 50.

470er, DM, Jubiläum

Deutsche Meisterinnen: Bochmann/Panuschka © hese

Der 470 wird dieses Jahr 50 Jahre jung! Bei guten bis kernigen Windbedingungen konnten 37 Teams die Qualiläufe am Berliner Wannsee konsequent durchsegeln – das Medal-Race fiel dann wegen Flaute aus.

Es waren 10 Wettfahrten ausgeschrieben – neun als Qualifikation für das Medal Race und das dann am letzten Tag mit den 10 wertungsbesten Mannschaften.

Wie jede begann auch diese Meisterschaft mit der Vermessung der Boote; am Dienstagabend eröffneten Dr. Andreas Pochhammer als Vorsitzender des ausrichtenden Vereins VSaW und Rolf-Otto Bähr als Präsident des veranstaltenden DSV das Event. Am Mittwoch ging es für die ersten beiden Wettfahrten auf das Wasser. Östliche, drehende Winde stellten die Beteiligten vor große Aufgaben. Am darauf folgenden Feiertag war deutlich mehr Wind, der auf südöstliche Richtung gedreht hatte. Weitere drei Wettfahrten wurden gefahren. Am Freitag wehte der Wind relativ konstant aus 135° mit bis zu 22kn. Diese Verhältnisse ließen drei schnelle Wettfahrten zu. Am Samstag musste noch eine Wettfahrt gesegelt werden, um die Qualifikationsserie komplett abzuschließen. Obwohl der Wind spürbar nachließ, wurde der Lauf mit einer Verkürzung der letzten Kreuz korrekt ins Ziel gebracht.

470er, DM, Jubiläum

Zum 50. Geburtstag sollten es zumindest 50 Meldungen werden… zuletzt waren nur 37 Teams am Start der DM © hese

Damit standen die Qualifikanten für das Medal-Race fest, das am letzten Tag – dem Sonntag – gesegelt werden sollte. Aber dem Wind war die Kraft der bisherigen Tage abhanden gekommen, der Wannsee zeigte sich im herbstlichen Dunst bei totaler Flaute. Das Medal-Race musste entfallen, und die Sieger standen somit fest: Internationale Deutsche Meister wurden Jan-Jasper und Dustin vor Ferdinand Gerz (SVW) und Oliver Szymanski (JSC) und den Brüdern Autenrieth vom Bayrischen Yachtclub.

In der Frauenwertung dieser Internationalen Deutschen Meisterschaft waren die beiden Schweizerinnen Linda Fahrni und Maya Siegenthaler erfolgreich, den DM-Titel holten sich erwartungsgemäß auf Rang 2 Annika Bochmann und Elisabeth Panuschka.

Ergebnisse

Obwohl das Klassenziel, zum 50. Geburtstag auch 50 Meldungen an den Start der IDM zu bringen, nicht ganz erreicht, boten die Protagonisten jedoch kernigen Sport – sofern es die Windverhältnisse zuließen. Starke Fotografien von Soeren Hese!

 

Zum Geburtstag der “Kampfklasse” ein eher launiges Portrait des 470er von der Klassen-Website

Daten

  • Länge 4,70 m
  • Breite 1,68 m
  • Mast 6,78 m
  • Baum 2,65 m
  • Gewicht 120 kg
  • Großsegel 9,12 m2
  • Fock 3,58 m2
  • Spinnaker 13,00 m2
  • Tiefgang mit Schwert ca. 1,05 m
  • Tiefgang ohne Schwert ca. 0,15 m

Warum 470er ?

Es gibt 1000 gute Gründe…

Der 470er ist schnell, egal ob in Welle oder Flachwasser.

Der 470er macht Spaß, auch bei mehr als 5 Windstärken.

Der 470er hat Trapez. Da hat der Vorschoter keine Langeweile.

Der 470er hat Spi. Nicht nur bunt, sondern auch schnell.

Der 470er wird zu zweit gesegelt, das bedeutet Teamwork, doppelte Freude, halbes Leid.

Der 470er ist gesellig, man trifft auf Regatten nette Leute. Freibier und Grillfleisch

sind Grundnahrungsmittel.

Der 470er kann von Mannschaften von 110 bis 145 kg gesegelt werden, also genau von zwei normal gewachsenen, sportlichen Menschen.

Der 470er ist leicht zu reparieren: Keine Sandwich – Bauweise, verständliche Technik, nur normal erhältliche Materialien (kein Titan, Kohlefaser, …)

Der 470er ist haltbar. Mit ein wenig Pflege hält der 470er ewig, 10 Jahre alte Schiffe können noch gut Regatten gewinnen. Strikte und durchdachte Bauvorschriften sorgen für Qualität und Steifigkeit der Boote.

Der 470er ist sicher: Er ist bei allen Bedingungen leicht handzuhaben und nach Kenterungen leicht aufzurichten. Viele dichte Auftriebskörper sorgen für Sicherheit.

Der 470er bringt Fun. Egal ob auf Regatta oder als Freizeitboot.

Jugendliche können früh den 470er segeln und Ihre Erfahrung steigern.

Der 470er ist die ideale Fortsetzung nach 420er oder Teeny.

Der 470er ist erschwinglich. Neuboote sind preislich vergleichbar mit anderen Jollen, Gebrauchtschiffe sind in guter Qualität preisgünstig erhältlich, gebrauchte Segel von Spitzenseglern sind einfach zu bekommen.

Der 470er ist einheitlich. Die Klassenregeln verhindern teure Materialschlachten. Sie sorgen für vergleichbare Schiffe und Chancengleichheit.

Der 470er ist anpassbar. Die Klassenregeln erlauben genug Freiheit für individuelle Anpassungen wie zusätzliche Übersetzungen uä.

Der 470er ist schön.

Der 470er ist leicht und kann von seiner Mannschaft gehoben werden.

Der 470er ist gesund. Es gibt abgerundete Tanks, es ist kein extremes Hängen erforderlich, es gibt Trapez. Das Segeln mit dem 470er ist zwar körperlich anspruchsvoll, aber die Belastungen sind moderat.

Der 470er ist von Alt & Jung gleichermaßen erfolgreich zu segeln.

Der 470er hat interessante Trimmöglichkeiten.

Der 470er ist leicht zu transportieren.

Der 470er ist ein Boot für Frauen & Männer. Das bedeutet für Clubs und Verbände reduzierte Trainingsaufwände, Synergieeffekte, gleiche und austauschbare Technik, vereinfachte Förderung, gute Stimmung auf Regatta und im Trainingslager.

Der 470er ist sportlich und anspruchsvoll, und zwar gleichermaßen bzgl. Athletik, Körpergefühl, Teamwork, Technik, Taktik, Material und Trimm.

Der 470er ist weit verbreitet. Er ist weltweit auf allen Kontinenten zu finden, und national in fast allen Regionen. Der Regattakalender bietet für jeden Anspruch etwas, von der WM bis zur kleinen Ranglistenregatta auf dem Baggersee.

Der 470er ist olympisch.

Der 470er hat ein junges Team im Vorstand. Mach mit!

Mit dem 470er kannst auch du die Teilnahme an den Olympischen Spielen verwirklichen.

470er – Segler sind nett und hilfsbereit.

Der 470er ist abwechslungsreich.

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