Herrmann treibt vor Gibraltar rückwärts ist aber guter fünfter

Besuch vom Zoll

Die ersten vier Yachten haben die Straße von Gibraltar passiert. Herrmann/Breymaier sind von Platz drei zurückgefallen, kämpfen sich noch auf Platz fünf durch. Sie scheinen aber gerade fast rückwärts zu treiben. Ihr Speed wird mit 0,3 Knoten angegeben.

Barcelona World Race Titelverteidiger Jean-Pierre Dick hat mit seinem Promi-Partner Loick Peyron als erstes Boot die Straße von Gibraltar passiert. Ihre “Vibrac-Paprec 3” erwischte den Eintritt zum Atlantik zwei Stunden und 40 Minuten vor ihren schärfsten Gegnern Michel Desjoyeaux  Francois Gabart auf “Foncia” und liegt jetzt 18 Meilen in Führung.

Für Boris Herrmann und Ryan Breymaier ist die Nacht allerdings sehr zäh verlaufen. Nach einer starken Endphase in der Gibraltar-Annäherung hatten sie zeitweise auf Rang drei gelegen. In der Meerenge selber haben sie allerdings viel Boden verloren. Noch heute morgen wurden sie teilweise von dem starken Gegenstrom rückwärts getrieben. Das letzte Ranking um 3:30 UTC erfasst sie mit 0,3 Knoten Speed über Grund. Damit sind sie zurzeit das langsamste Schiff.

Dennoch sieht es so aus, als könnten sie in der Passage ihren fünften Platz halten. “Neutrogena” hatte sich grandios an der marokkanischen Küste entlang gearbeitet und war bis auf 16 Meilen an die Spitze herangekommen. Aber dann kostete eine zu frühe Wende Richtung spanische Küste viele Meter. Der Rückstand auf den ersten Platz beträgt 50 Meilen.

"Mirabaud" vor Gibraltar. Das 51-jährige Pärchen Dominque Wavre (SUI) und Michèle Paret (FRA) bekam Besuch vom Zoll, liegt aber auf Platz vier gut im Rennen. © BWR

"Mirabaud" vor Gibraltar. Das 51-jährige Pärchen Dominque Wavre (SUI) und Michèle Paret (FRA) bekam Besuch vom Zoll, liegt aber auf Platz vier gut im Rennen. © BWR

“Mirabaud” rutschte vorbei und liegt nun 15 Meilen voraus auf Platz vier. Dabei hatte das schweizfranzösische Duo sogar noch Besuch vom Zoll! 48 Meilen östlich der Straße von Gibraltar und 30 Meilen vor der Küste Marokkos kamen die Behörden an Bord und durchsuchten es 35 Minuten lang. Dabei öffneten sie zahlreiche verschweißten Ausrüstungs-Boxen. Sie verließen die Yacht nach einem empfangenen Funkspruch ohne weitere Erklärungen.

Deutlich schwerer geschlagen sind die Crews, die sich im Norden an der spanischen Küste entlang gehangelt haben. Besonders die spanischen 49er Olympiasieger mit “Mapfre” zahlten Lehrgeld und fielen aus der Spitzengruppe auf Rang neun zurück 116 Meilen hinter Platz eins.

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Carsten Kemmling

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4 Kommentare zu „Herrmann treibt vor Gibraltar rückwärts ist aber guter fünfter“

  1. avatar Jens sagt:

    Heißt der Brian nicht Ryan…?

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  2. avatar Jens sagt:

    …und: deutsch-schweizer Duo?? 🙂

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