Blueribboncup: Traditionsregatta gestartet – diesmal geht es im Uhrzeigersinn rund Fünen

Freie Fahrt bis Middelfart

Nach fast drei Wochen ohne eine Tropfen Regen hat das Wetter umgeschlagen in Kiel. Mit dem Start zum Blueribboncup setzte das typische Kieler-Woche-Wetter ein. Beste Bedingungen also für die 45 teilnehmenden Yachten, um sich auf die IDM der Seesegler zur Kieler Woche in zwei Wochen vorzubereiten.

Unter grauem Himmel und bei viel Regen wurden die Yachten zum Blueribboncup auf den Kurs geschickt. Foto: ra

Pünktlich um 10 Uhr erfolgte der erste von drei Starts in der Kieler Innenförde. Vom Sportboothafen Düsternbrook nahmen die Teilnehmer direkten Kurs nach Middelfart, dem ersten Wegpunkt auf der rund 200 Seemeilen langen Strecke. Corona-bedingt führt der Kurs diesmal nicht von Kiel nach Kopenhagen und dann nach einem Tag Pause zurück, sondern ohne Zwischenstopp im Uhrzeigersinn um Fünen herum.

Der Attraktivität der Veranstaltung tat das keinen Abbruch. Im Gegenteil: Mit 45 Yachten verzeichnete der Blueribboncup einen starken Zulauf. Top-Teams und neue Projekte sind am Start – klares Zeichen, dass die ambitionierten Crews ausgehungert sind nach Regattasport, der in diesem Jahr bisher sehr kurz kam.

Michael Berghorn präsentierte zum Start seine neue “Halbtrocken 4.5”. Foto: ra

Gleich fünf neue Dehler30 OD sind am Start. Sie erhalten eine eigene Wertung. Es ist das erste Mal, dass sie eine echte Klassenregatta segeln. Für Aufsehen sorgen aber auch die großen Renner: Michael Berghorn präsentiert seine neue „Halbtrocken 4.5“, die aus Australien stammende Mills 45. Er wird sich im Rennen um das First Ship Home wohl ein Duell mit der TP52 „Imagine“ von Holger Streckenbach liefern. Der Start ging jedenfalls schon mal Unentschieden aus: Streckenbach hatte das bessere Timing an der Linie, ging mit dem Schuss auf Kurs. Allerdings brauchte die Crew auf dem schneeweißen Schiff dann einige Zeit, um den Gennaker zu setzen. In der Zeit war die schwarze „Halbtrocken 4.5“ herangerauscht.

Perfekter Start für die “Imagine”, die mit dem Schuss an der Linie war. Foto: ra

Gemächlich ließ es die „Rockall XI“ von Christopher Opielok angehen, die in der Gruppe der großen ORC-Yachten ihren Start deutlich hinter dem Feld platzierte. Auf dem Weg bis Middelfart werden die breiten Glitscher aber wohl viel Meter machen. Die Bedingungen mit kräftigen Winden aus südlichen Richtungen scheinen für sie wie gemacht. Erst nach der Passage der Nordspitze von Fünen dürfte die Stunde für Crews wie der „Intermezzo“ schlagen. Die Deutschen Meister des vergangenen Jahres müssen auf der langen Kreuz zurück nach Kiel ihre Stärken ausspielen. Am Samstagmittag werden die ersten Yachten zurück in Kiel erwartet. Da der Zwischenstopp wegfällt, wird es eine Zwischenwertung in Middelfart geben, wo Organisator Eckhard von der Mosel und POS-Geschäftsführer Sven Christensen die Zeit nehmen werden.

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Ralf Abratis

... ist unser Mann aus der "Segelhauptstadt" Kiel. Mehr zu ihm findest Du hier.

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