Capitell Cup Rund Helgoland: „Almost Nothing“ schnellstes Schiff

„Der perfekte Tag“

83 Yachten haben Regatta Capitell Cup Rund Helgoland im Rahmen der 87. Nordseewoche im 100. Jahr gesegelt. Die fünf Startgruppen fuhren ab 9.30 Uhr in Abständen von zehn Minuten über die Startlinie zwischen Düne und Helgoland.

Champagnersegeln auf der Nordsee vor Helgoland. Foto: Hinrich Franck 

„Almost Nothing“, die Brenta 60 von Steffen Müller von der Burger Segler-Vereinigung, war das First Ship Home der Regatta Capitell Cup Rund Helgoland. Sie gewann damit den gleichnamigen Wanderpreis Capitell Cup Rund Helgoland, der an das nach gesegelter Zeit schnellste Schiff auf der großen Bahn für die ORCi -Yachten geht. Müller hatte den Preis zuletzt mit seiner 2007 bei der Kieler Werft Knierim gebauten Brenta 60 bei der Nordseewoche 2019 gewonnen. 2020 und 2021 wurde der Preis nicht vergeben, da keine Nordseewoche stattfand.

„Wir hatten heute den perfekten Tag!“, fasste Müller das Geschehen zusammen. Nach einem durchschnittlichen Start arbeitete sich die Brenta 60 durch das Feld nach vorne. „Wir hatten dabei super interessantes Segeln mit der „Halbtrocken 4.5“, so Müller. Die Konkurrentin „Halbtrocken 4.5“ von Michael Berghorn segelte am Ende vier Minuten nach „Almost Nothing“ über die Ziellinie am Südhafen.

Almost Nothing”, die Brenta 60 von Steffen Müller. Foto: Hinrich Franck

Nach berechneter Zeit belegt „Almost Nothing“ Platz fünf in der Gruppe ORCi 1 + Club 1, „Halbtrocken 4.5“ den vierten Rang. Der Sieg in dieser Gruppe ging nach berechneter Zeit an die XP-44 „Xenia“ mit Ralf Lässig am Ruder.

Die Wertungsgruppen der kleineren Schiffe (Family Cruiser, ORCi4 + Club 4, ORCi 3 und ORCC 3) segelten eine Gesamtstrecke von etwa 37 Seemeilen im Uhrzeigersinn rund um Helgoland und Düne. Auf eine rund sechs Seemeilen längere große Bahn gingen die Gruppen Double-handed, Klassiker, ORCi1 + Club 1 und die ORCi 2 + Club 2.

Die Swan 48 “Elan” war nach berechneter Zeit das schnellste Schiff auf der großen Bahn. Foto: Hinrich Franck

„Elan“ siegt auf der großen Bahn

Daniel Baum von Pantaenius gewann mit der familieneigenen Swan 48 „Elan“ die Gesamtwertung nach berechneter Zeit der großen Bahn, und verwies nach berechneter Zeit den Hummer-Cup-Gewinner Klaus-Uwe Stryi mit seiner IMX 40 „Pax“ auf den zweiten Platz. Mit solch einer Leistung hat der Nordseewoche-Veteran Daniel Baum gleich mehrere Preise gewonnen: Nordseewoche-Preis Rund Helgoland, Pokal zur 75. Nordseewoche und eine Inselflagge.

Die “Maila” kurz vor dem Start in die Wettfahrt. Bild: Hinrich Franck

„Maila“ holt Sieg auf der kleinen Bahn

Die Gesamtwertung nach berechneter Zeit aller 38 Boote auf der kleinen Bahn verbuchte Nils Merten Färber mit seiner X-37 „Maila“ auf sein Konto. Hagen Reese segelte mit der Faurby 396 „Susewind“ auf Platz zwei und Michael Schlee mit der X-35 OD „Alexis“ auf Rang drei.

Als Gewinnerin nach berechneter Zeit in der Wertung ORC-Club auf der kleinen Bahn gewann die „Maila“ somit eine Inselflagge und den Eduard-Schilling-Gedächtnis-Preis.

„Alexis“, als beste ORC-International-Yacht auf der kleinen Bahn, gewinnt eine Inselflagge und den Cheerio-Gedächtnispreises.

Das Feld der ORCi 2 + Club 2 Yachten nach dem Start. Foto: Hinrich Franck

„Die Starts waren toll. Das Niveau hat sich von Start zu Start gesteigert, mit den Family Cruisern am Anfang, bis zu den Großen in der Gruppe Fünf. Die letzten beiden Starts waren knapp, aber es hat gepasst“, freute sich Gesamtwettfahrtleiter Albert Schweizer kurz nach dem letzten Start um 10.10 Uhr. Auch wettertechnisch passte alles. Etwa zwölf Knoten Wind und nur leichte Bewölkung sorgten bei Seglern und Zuschauern für Begeisterung.

„Es gibt keinen schöneren Segeltag. Ich habe mit vielen Crews gesprochen und alle sind im Glück“, äußerte sich Schweizer dann fast schon lyrisch am Nachmittag, nachdem alle Yachten das Ziel erreicht hatten.

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