Mit dem Sieg auf der letzten Etappe von Recife nach Lorient haben Ian Lipinski und Antoine Carpentier die zweite Ausgabe der Globe40 für sich entschieden. Lennart Burke und Melwin Fink werden erst in zwei Tagen auf Platz drei erwartet. Das Comeback hat nicht funktioniert.

Nach rund 35.000 Seemeilen und sieben Monaten auf See sicherte sich das französische Duo auf der Class40 „Crédit Mutuel“ nicht nur den Tagessieg, sondern auch den Gesamterfolg – denkbar knapp nach einem bis zuletzt offenen Duell mit den erstaunlich starken Belgiern von Belgium Ocean Racing. Sie hatten am Ende rund 30 Meilen Rückstand.

Die Entscheidung fiel auf der Schlussetappe, auf der beide Teams punktgleich gestartet waren. Die Franzosen setzten sich kurz nach der Äquator-Passage knapp an die Spitze, konnten Jonas Gerckens und Benoît Hantzperg dann aber nie entscheidend abschütteln. Gut 1000 Meilen vor dem Ziel gelang den Belgiern sogar ein überraschender Split, indem sie nach Norden halsten und Lipinski nicht reagierte. Die Investition in den Nordkurs barg für die Franzosen eine große Gefahr.

Aber dann rauschte in der Nacht von Donnerstag auf Freitag der Gennaker ins Wasser, nachdem sich das Fallenschloss (Hook) geöffnet hatte. Es dauerte mehrere Stunden, bis das Segel gerettet war, und es erlitt einen Riss. So entschied sich das Rennen, auch wenn fast gleichzeitig die Franzosen in ein Fischernetz gerieten und rückwärts segeln mussten, um es loszuwerden.

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