SegelReporter-Ticker: Begleitet uns und Boris Herrmann auf den letzten Meilen ins Ziel

+++ Wie der Crash passierte +++

Die Bilder des Crashs

9.30 Uhr: 

© Boris Herrmann / Sea Explorer – YC de Monaco

© Boris Herrmann / Sea Explorer – YC de Monaco

© Boris Herrmann / Sea Explorer – YC de Monaco

© Boris Herrmann / Sea Explorer – YC de Monaco

© Boris Herrmann / Sea Explorer – YC de Monaco

© Boris Herrmann / Sea Explorer – YC de Monaco

© Boris Herrmann / Sea Explorer – YC de Monaco

© Boris Herrmann / Sea Explorer – YC de Monaco

Herrmann erklärt sein Unglück

08.30 Uhr Traurig, Boris so zu sehen. Im Video erklärt er, was passiert ist. Und grübelt, wie das passieren konnte.

Boris Herrmann erklärt den Zusammenstoß. © Boris Herrmann Racing

Das Drama in Zahlen

22.30 Uhr Herrmann humpelt jetzt mit sieben Knoten Richtung Ziel. Er hat noch gut 70 Meilen auf direktem Weg zurückzulegen. Das kann also noch dauern. Denn ein direkter Weg ist noch nicht möglich.

Unglaublich. Es ist nicht das erste Mal, dass Vendée Globe-Skipper mit Fischerbooten kollidieren. Die Gefahren sind bekannt. Dabei sind in der Nacht insbesondere die oft unbeleuchteten Fischer nicht zu erkennen, die auch noch ohne Automatic Identification System (AIS) unterwegs sind. Sie erscheinen nicht auf dem Navigationsbildschirm der Segler. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit einer solchen Kollision gering. Kaum zu glauben, dass es nun ausgerechnet Hermann trifft.

Die Zahlen von seinen Sensoren, machen das Drama noch einmal deutlich.

Gut zu sehen, wann die Kollision passierte. Herrmann segelt mit etwa sieben Knoten Richtung Ziel.

Die Daten lassen den plötzlichen Druckverlust im Rigg erkennen.

Die Last auf dem Backstag sackt ab.

Offizielle Flash-Meldung Boris Herrmann kollidiert mit Fischerboot

21.50 Uhr So lautet nun die offizielle Meldung: “Heute Abend um 1950 Uhr UTC kollidierte der deutsche Skipper Boris Herrmann (Seaexplorer-Yacht Club de Monaco) auf dem dritten Platz liegend etwa 90 Meilen vor der Ziellinie der Vendée Globe vor Les Sables d’Olonne mit einem Fischerboot. Er berichtet von Schäden an seinem Steuerbord-Foil und einigen anderen Schäden, aber er ist unverletzt und hat das Boot gesichert. Er segelt mit reduzierter Geschwindigkeit in Richtung Ziellinie.”

Was für ein Mist!!!

Herrmann rammt Fischerboot

21.37 Uhr Aus internen Teamkreisen von Boris Herrmann ist zu hören, dass er mit einem Fischerboot kollidiert ist. Ein Foil sei zerstört. Er soll unverletzt sein und versucht zum Ziel zu kommen.

Sorge um Boris

21.24 Uhr Bei Boris Herrmann ist der Speed dramatisch abgesackt. Muss man sich Sorgen machen? Hat er irgendjemanden oder irgendwas gerammt?

Der Speed ist mächtig abgesackt…

…Der Wind blieb stabil…

Hat es etwas hiermit zu tun? Weniger Last auf dem Bobstay – das Stag, das den Bugspriet nach unten stabilisiert?

Dalin im Ziel

20:36 Uhr Charlie Dalin hat die Ziellinie überquert. Nun geht das Warten los.

Erste Bilder von Dalin

20:30 Uhr Die Live-Übertragung beim NDR ist nun doch mit Verspätung gestartet mit der Ankunft von Charlie Dalin. Er ist noch voll im Rennen. Es geht für ihn um jede Minute. Die Startlinie wurde extra verlängert, damit die Skipper das Finish finden. Im englischsprachigen Livestream geben Dee Caffari und Will Harris ihr Wissen weiter.

 

17 Minuten hinter Dalin?

19.55 Uhr Will Harris Routings sagen aus, dass Dalin berechnet 17 Minuten Vorsprung auf seinen Co-Skipper haben kann – Bestaven liegt deutlich vorne. Das wäre ein minimaler Abstand, der durch kleinste Winddreher verändert wird. Herrmann würde eine weitere Rechtsdrehung helfen. Momentan sieht es aber nicht so aus.

Der wahre Wind (TWD) müsste weiter nach rechts drehen, um Herrmann zu helfen. Die Gradzahlen sollten höher werden. Danach sieht es gerade nicht aus.

 

Die Ruhe vor dem Sturm

19.45 Uhr Wenn die ersten Boote im Ziel sind wird es noch einmal richtig ungemütlich in der Biskaya. Armel Tripon überlegt 48 Stunden lang zu bremsen, um nicht in die zehn Meter hohen Wellen zu geraten. Er schaltet in den Überlebensmodus. (ck)

Armel Tripon in Aktion mit seinem Plattbug-Foiler in schwerer See. © Pierre BOURAS / L’Occitane en Provence

Schümann über Boris

19.28 Uhr Jochen Schümann erklärt im SWR Topthema, was für Maschinen da um die Welt segeln. Auch SR darf was sagen (Spotify-Link)

Der Stream beginnt

19.15 Uhr: Vor einigen Minuten ging die Live-Übertragung zur Vendée Globe los. Derzeit wird noch das Zoom-Meeting auf Englisch übertragen. Jeweils eine halbe Stunde vor einem Zieleinlauf soll die Liveübertragung starten.

Erlebt der deutsche Segelsport jetzt einen Boom?

19.00 Uhr: Ganz gleich wie die Vendée Globe in den nächsten Stunden ausgeht, Boris Herrmann hat dem Segelsport in Deutschland ein Gesicht gegeben, das Medienecho ist gigantisch! Doch wie nachhaltig kann diese Momentaufnahme auf die Ziellinie vor Les Sables d’Olonne sein? Wir sprachen mit einem Marketingfachmann, der selber Segler ist.

Viel Geschwindigkeit, 120 Meilen to go

18.45 Uhr: Seit der Halse pusht Boris das Boot beinahe kontinuierlich über der 20-Knoten-Marke in Richtung Les Sables d’Olonne. Kratzt dabei gelegentlich an der 25-Knoten-Marke. Er segelt dabei beinahe einen Anlieger ins Ziel, muss bei derzeitigen Kurs aber noch zwei Halsen fahren – wie Dalin, der den Anlieger ebenfalls nicht schaffte, jetzt aber nur noch eine Halse bis ins Ziel vor sich hat.
Allerdings dreht der Wind momentan auch ganz leicht und sachte weiter nach West. Vorteil für Boris Herrmann?

Yannick Bestaven hat mittlerweile auch den 200-Meilen Radius erreicht und donnert mit maximaler VMG auf Les Sables zu. Boris Herrmann ist zwar etwas schneller, doch berechnet liegt Bestaven vorn. (kk)

 

Die Heldinnen und Helden der Vendée Globe

17.25 Uhr: 33 Skipperinnen und Skipper sind vor fast drei Monaten in Les Sables d’Olonne gestartet, um bei der neunten Auflage der Vendée Globe alles zu geben. Viele von ihnen haben wir in den letzten Wochen und Monaten porträtiert. Wer sind die mutigen, talentierten und so unterschiedlichen Seglerinnen und Segler? Was treibt sie an? Unsere Porträt-Sammlung.

 

Bibbern am Ticker

 

 
 
 
 
 
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Die letzte Halse?

16.34 Uhr Passt das mit der Anliegelinie? Seit gut einer Stunde segelt Boris Herrmann einen direkten Weg zum Ziel. Wenn der Wind weiter nach rechts dreht könnte er ohne weiteres Manöver ins Ziel gehen. Je stärker die Drehung ausfällt, einen umso besseren und schnelleren Winkel steuert er ins Ziel. Im Idealfall muss Bestaven (rot) noch einmal halsen. Wenige Grad Winddrehung können am Ende über die Platzierung entscheiden. Herrmann befindet sich jetzt im 200 Meilen-Radius zum Ziel, ab dem der Tracker für ihn und die beiden Gegner voraus in 30 Minuten-Abständen aktualisiert wird. Im 60 Meilen-Radius erfolgt eine Aktualisierung alle 5 Minuten

Die letzte Halse? 190 Meilen vor dem Ziel scheint Boris Herrmann nun direkten Kurs auf auf das Ziel nehmen zu können.

Deshalb hat er so lange mit der Halse gewartet. Der Wind drehte von 12:30 bis jetzt um gut 20 Grad nach rechts. Das spart viel Weg.

 

Auch der SegelReporter gibt seinen Senf dazu

16:18 Uhr Heute im Radio gesendet bei hr-iNFO. Der Moderator ist Werner Schlierike

Copyright by hr-iNFO https://www.hr-inforadio.de/index.html

 

Der letzte Samurai

15.42 Uhr Während sich vorne das Rennen zuspitzt, haben die Segler achteraus noch jede Menge Arbeit vor sich. Der Japaner Kojiro Shiraishi, den wir vergangene Woche vorgestellt haben, hat noch 3300 Meilen zu bewältigen. Er postet gerade vergleichsweise unorthodoxe Bilder von Bord. (ck)

Der letzte Samurai hat offenbar immer ein Holzschwert zum Üben dabei. © Kojiro Shiraishi / DMG Mori Global One

Shiraishi auf dem Weg nachhause. © Kojiro Shiraishi / DMG Mori Global One

 

Richomme sieht Boris jetzt auf 2 vor Dalin

15.20 Uhr: Yoann Richomme sieht Boris Herrmann in seinem 15.00-Uhr-Update jetzt nach berechneter Zeit ganz knapp vor Dalin. Noch ist nichts entschieden. Richommes Berechnungen zeigen, dass sich die Podiumsverteilung noch jederzeit ändern kann. Vor drei Stunden sah die Podiumsbesetzung bei Richomme noch anders aus. Zu dicht segeln die Vendée-Segler in Richtung Ziellinie. Bei diesem Finale entscheidet jeder Winddreher, jede Unaufmerksamkeit! (kk)

Mise à jour de 15h
ETA 20h12

Gepostet von Yoann Richomme am Mittwoch, 27. Januar 2021

Der Speedfreak

15.00 Uhr: Dieser Typ hat sie alle überrascht: Louis Burton segelt auf der Sieger-IMOCA der letzten Vendée Globe einem völlig unerwarteten, superspannenden Finish entgegen. Dass Burton überhaupt nicht ins Klischée des Hochsee-Regattaseglers passt, beschreiben wir Euch hier

Der ärmste Hund

14:50 Uhr Während das dramatische Finish in die Enphase geht, kann Jérémie Beyou kaum hinsehen. Er hätte eigentlich mittendrin sein sollen nun ist er stattdessen nur dabei bei dieser Vendée Globe. Der Top-Favorit segelte mit einem Schaden zurück und startete nach neun Tagen dem Feld hinterher. Nun lag er Tage lang in der Flaute. Warum er einer der ärmsten Hunde bei dieser Regatta ist. (ck)

Auch das noch: Mega-Flaute in den Doldrums. © Jeremie Beyou / Charal

Video von Bord: Jetzt erstmal ein Müsli

14.11 Uhr: Die Biskaya schäumt im letzten Video von Boris. (kk)

 

 
 
 
 
 
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Im Ziel wartet ein alter Weggefährte auf Boris Herrmann

13:30 Uhr: Mit Felix Oehme segelte und gewann Boris Herrmann 2009 das Portimao Global Ocean Race, ein Etappenrennen um die Welt auf Class40-Booten. Jetzt reiste sein alter Weggefährte extra aus Deutschland an, um ihn heute Abend zu empfangen. Wie Felix Oehme auch bei der Vendée Globe irgendwie an Boris’ Seite war, schildert er hier. (kk)

 

Spannung pur

13.10 Uhr: Auf Instagram hat das Team von Boris Herrmann ein kurzes Video mit ein paar Szenen aus den vergangenen 80 Tagen gepostet:

 

 
 
 
 
 
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Livestream auf SegelReporter.com

13.00 Uhr: Ab circa 18.00 Uhr werden wir auf SegelReporter.com den NDR-Livestream vom Zieleinlauf übertragen. Es kann natürlich sein, dass sich die Übertragung etwas nach hinten verschiebt. Ihr könnt den Stream hier auf unserer Seite oder auf unserem Facebook-Profil verfolgen. (kk)

Bronze scheint relativ sicher

12.41 Uhr Richomme sieht in seiner 12Uhr-Rechnung immer noch Bestaven vorne. Herrmann soll am Ende eine halbe Stunde auf Rang zwei fehlen. Aber es sieht nach einem sicheren dritten Platz aus.

Boris halst erneut

12.25 Uhr: Die letzte Halse von Boris kam für uns etwas überraschend. Anscheinend lief die Halse auch nicht so glatt, da die Geschwindigkeit für ein paar Minuten auf zehn Knoten sinkt. Windgeschwindigkeit wird noch immer mit knapp 20 Knoten angeben. Er wird sich jetzt im Zick-Zack-Kurs zum Ziel vorarbeiten. Südlich haben wir allerdings etwas mehr Druck derzeit. Zu Bestaven hat er nur ein paar Meilen verloren. (kk)

Rückstand auf Dalin vergrößert sich

12.15 Uhr Beim 12 Uhr Tracker-Update ist der Rückstand von Boris Herrmann zu Charlie Dalin im Vergleich zur letzten Positionsmeldung um mehr als 30 Meilen auf 88,8 Meilen angewachsen. Es werden mindestens noch zwei Manöver nötig sein. (ck)

Positionsmeldung um 112 Uhr. Herrmanns Winkel zum Ziel sieht nicht gut aus. Er muss noch mal halsen.

Boris der “Teufels-Skipper”

11.43 Uhr Schöne Schlagzeile. So geht BILD mit dem Thema Boris Herrmann in einem Artikel von gestern um. “‘Ich habe den Käpt‘n gebeten, seinen Kurs zu ändern.’ Nach 30 Minuten Diskussion drehte der schwarze Riese 30 Grad nach Steuerbord ab.”

Eine Prognose sieht Herrmann vorne

11.32 Uhr Immer mehr Menschen jagen die Daten der fünf besten aktuellen Vendée-Globe-Skipper durch ihre Rechner und staunen über die unglaubliche Dramaturgie nach 80 Tagen Wettkampfdauer. Eine Berechnung, die seit dem Morgen im Netz kursiert, sieht Boris Herrmann tatsächlich vorne. Die Quelle wird auf die Schnelle allerdings nicht klar.

Eine Rechnung, die Herrmann am Ende vorne sieht. Quelle: unbekannt

Seriöser ist die Rechnung von Offshore-Profi Paul Meilhat, der die vergangene Vendée Globe auf Rang drei liegend nach 52 Tagen wegen eines Kielschadens beenden musste – seine ex SMA segelt jetzt Clarisse Cremer. Er sieht eine Differenz von 30 Minuten zwischen den ersten Dreien. Soll heißen: Alles ist offen!

Die Berechnung von Paul Meilhat sieht 30 Minuten zwischen den Top Drei.

Boris Herrmann gibt Gas

11.00 Uhr: Nach der Halse heute Morgen drückt Boris aufs Gas. Segelt wieder über 20 Knoten im Foilmodus. Falls der Wind nicht weiter drehen sollte, wird er aber noch mindestens eine Halse fahren. (kk)

Guillaume Verdier: Der Mann, der Boote fliegen lässt

10.45 Uhr: Während Boris und Co. durch die Biskaya brettern, haben wir uns den Mann angesehen, der an fast allen Booten aus der Spitzengruppe als Konstrukteur mitgearbeitet hat: Guillaume Verdier. Der Franzose war unter anderem maßgeblich an der Entwicklung der Foils im America’s Cup 2013 beteiligt und hat auch die IMOCA-Klasse revolutioniert. Hier lest ihr das Porträt des außergewöhnlichen Designers.

Boris Herrmann wirklich zeitgleich mit Dalin?

10.13 Uhr Figaro-Sieger Yoann Richomme hat seine aktuelle Prognose entsprechend der Routing-Daten des Adrena-Prgramms veröffentlicht. Demnach würde Boris Herrmann in der Gesamtwertung inklusive Zeitkompensation (6 Stunden) zeitgleich mit Charlie Dalin sein. Unglaublich! Yannick Bestaven scheint am Ende mit seiner 10:15 Stunden Gutschrift ein Zeitpolster von eineinhalb Stunden zu haben. So ähnlich sahen auch schon die Bestaven-Daten von gestern Nachmittag aus. Die Rechnung scheint sich zu stabilisieren. (ck)

Boris halst mit Kurs auf das Ziel

9.55 Uhr: Boris hat vor einigen Minuten gehalst, noch kann er das Ziel aber nicht anliegen.

Dalin hat bereits den 200-Seemeilen-Radius erreicht. Seine Position wird jetzt regelmäßig im Vendee-Tracker aktualisiert. Louis Burton wird wahrscheinlich der nächste sein, der in den Radius eintritt. Boris anschließend als dritter. (kk)

Boris Herrmann erklärt, warum er in der Nacht kurz langsam war

9:50 Uhr “Mir ist ziemlich warm am Grinder geworden als ich vom großen Gennaker auf den kleinen Gennaker gewechselt bin”, erklärt Boris Herrmann am frühen Morgen. “Ich habe mein Ölzeug-Oberteil ausgezogen und dachte, einen Tag vor dem Ziel kann man riskieren, nass zu werden! Es dauerte nicht lange, bis ich von Kopf bis Fuß völlig durchnässt war. Eine komische Welle von der Seite, die hinten das Cockpit schwappte.

Die letzte Stunde des Segelwechsels hat länger gedauert, als ich wollte. Es war stockdunkel. Ich weiß nicht, wie man es schneller machen kann. Ein bisschen Müdigkeit ist sicher dabei, aber jetzt habe ich einen kleinen Gennaker mit einem Reff gesetzt und das Boot beschleunigt zeitweise auf 27kts, ich habe 25kts Wind vor Finisterre und das sollte bis zum Ende so bleiben. Ich werde jetzt noch ein bisschen an der Wetter-Navigation arbeiten.” (ck)

Trifft Isabelle Joschke Kollegin Samantha Davies?

9.35 Uhr Was macht eigentlich Isabelle Joschke? Erlauben wir uns einen kurzen Abstecher weg von Herrn Herrmann und Konsorten, zur anderen Seite des Atlantiks. Nach 16 Tagen „Segeln wie auf Eiern“ ist die Deutsch-Französin im brasilianischen Salvadore de Bahia angekommen. Während der gesamten Southern Ocean-Passage mischte „Isa“ die Top Ten dieser Vendée Globe auf und musste nach Rundung des Kap Hoorn im südlichen Atlantik wegen einer schweren Havarie aufgeben: Der Kiel pendelte „willenlos“ unter der IMOCA „MACSF“ im Seegang hin und her. Was folgte war eine Art Glücksspiel: Sie musste den IMOCA bei möglichst langsamer Fahrt +- platt vor dem Wind (und somit ohne Lage/Krängung) Richtung südamerikanisches Festland segeln.

Isabelle – endlich – im Glück. Oder platter formuliert: Endlich “trägt” diese Vendée Globe für sie “Früchte” © MACSF Joschke

Zwei ausgesprochen abenteuerliche Wochen schaukelte Isabelle Joschke im wahrsten Sinne der Worte durch diverse Wettersysteme nach Salvadore de Bahia – inkl. mehrerer Kenterungen. Dort wurde sie von Team Manager Alain Gauthier (Sieger der 2. Vendée Globe) und ihrem Technik-Team erwartet. Als Willkommensgruß gab es einen Korb mit Früchten – danach „gierte“ Isabelle Joschke bereits seit Tagen. 

Sollten die Techniker das Problem mit dem Kiel relativ schnell beheben können, wäre eine sympathische „Begegnung der anderen Art“ auf Hoher See möglich: Isabelle hat bereits angekündigt, dass sie ihr Boot nach einer etwaigen Reparatur nach Hause segeln wolle. Und Kollegin Samantha Davies (die nach Aufgabe wegen Havarie vor dem Kap der Guten Hoffnung und anschließender Reparatur hinter der der Flotte herzockelt und ihre Weltumseglung außer Konkurrenz beenden will) hat bereits vorgeschlagen, dass beide Frauen – Boot neben Boot – nach Les Sables d’Olonnes zurücksegeln könnten. Wäre das nicht eine tolle Aktion? (miku)

 

Apivia hebt ab

9.17 Uhr Das Speedrennen zum Ziel beginnt. Charlie Dalin hat auf die Rechtsdrehung des Windes gewartet, gehals und er holt jetzt auf dem Bug mit seiner intakten Tragfläche alles aus seinem Neubau-Foiler heraus. Herrmann wird bald in seinem Kielwasser halsen und ebefalls das Potenzial seiner Flügel der neuesten Generation genießen. Ob das reicht Apivia in Schach zu halten? (ck)

9h Positionsreport: Apivia (r.) hat auf die Anliegelinie zum Ziel gehalst und gibt jetzt richtig Gas

Boris Herrmann im Nebel

8.56 Uhr In seinem letzten Video von Bord berichtet Boris Herrmann vor der Nacht, wie aufgeregt er ist. “Wie vor Weihnachten”. Der gestrige Tage habe ihm viel Nebel beschert aber er ist sichtbar flott unterwegs. (ck)

Der Stand nach der Nacht

8.05 Uhr In der Nacht hing Seaexplorer eine Stunde im Windloch. Jetzt geht’s wieder ab

In der Nacht sackte der Speed eine Stunde lang unter 12 Knoten. Nun knackt er wieder die 20 kn

7.55 Uhr Herrmann hat laut 5 Uhr Tracker massiv zu Apivia aufgeholt (ck)

Die Situation nach der 5 Uhr Positionsmeldung. Herrmann hat signifikant zu Dalin aufholen können. Die Nordgruppe macht wie erwartet mächtig Druck.

Zoom-Meeting vor dem Zieleinlauf

Mittwoch, 7.30 Uhr: Kurz vor dem Zieleinlauf haben Fans von Boris Herrmann die Gelegenheit, live an Bord dabei zu sein. Um 19.00 Uhr könnt ihr euch unter diesem Link über Zoom hinzuschalten. Die Videokonferenz wird auf Englisch stattfinden.
Passwort: 162583
Webinar-ID: 865 9682 4144
Es gibt keine Teilnehmerbegrenzung. (kk)

Der Norden holt auf

19.07 Uhr: Die neuesten Berechnungen sehen Boris Herrmann knapp auf Platz 2. Bestaven gibt auf der Nordroute mächtig Gas und könnte Boris Herrmann schließlich über die Zeitgutschrift überholen. First-Ship-Home wird wahrscheinlich Dalin auf Apivia, der morgen gegen 19.00 Uhr erwartet wird. Mehr hier.

Bumm-Bumm-Boris

18.09 Uhr Tracker checken, Nachrichten lesen, Wetterentwicklungen beobachten: Für die Fans der Vendée Globe wird der Zieleinlauf der Spitze im Laufe des Mittwochs zu einem Fulltime-Job. Mittendrin im Geschehen: Offshore-Bundestrainer Tim Kröger. Er wird den Zieleinlauf als Co-Kommentator im NDR-Livestream analysieren und ist voller Begeisterung ob der Leistung von Deutschlands erstem Vendée-Segler Boris Herrmann. Mehr hier.

113 Kommentare zu „SegelReporter-Ticker: Begleitet uns und Boris Herrmann auf den letzten Meilen ins Ziel“

  1. avatar Trollinger sagt:

    Ich verstehe diesen Herrmann nicht – dass er so kurz vor dem Ziel noch so viel Zick-Zack Kurs segelt. Sieht so aus als wäre sein Kompass defekt. Die anderen im Norden fahren einfach geradeaus Richtung Ziel und werden Ihn wahrscheinlich noch überholen, wenn der so weiter macht. Aber ich habe irgendwo gelesen, dass das seine erste Teilnahme an dieser Regatta ist …

    • avatar Jörg Gosche sagt:

      Stimmt – er hätte lieber quer über das Kap Finistere nach Hause segeln sollen. Das wäre deutlich kürzer.

    • avatar luisi sagt:

      Such dir Bitte irgend ein anderes Thema wo du mitreden kannst

      Das nervt einfach

      Danke

      • avatar Trollinger sagt:

        Das finde ich ehrlich gesagt etwas unfair. Ich kann durchaus auch etwas Expertise vorweisen. Als ich mein Bodensee Schifferpatent gemacht habe hat Herr Herrmann wahrscheinlich noch seinen Opti ausgepützt. Und wer schon mal einen richtigen Sturm am Bodensee erlebt hat, der weiß, dass sich da ziemliche Wellenberge aufbauen kann. Nicht umsonst heißt es “das schwäbische Meer”. Außerdem lese ich schon seit über 10 Jahren Segelreporter. Da kann man schon auch einiges lernen. Wenn ich mich nur mal an die Diskussion hier zum Matchrace bei der 470 Olympiaquali der Damen. Das war noch richtig großer Sport.

        Dagegen verstehe ich ehrlich gesagt den Hype um die Vendee Globe nicht. Hier scheint es nur noch darum zu gehen, wer die schönsten Sonnenuntergang Videos postet. Gesteuert wird vom Autopiloten. Das Routing übernimmt hauptsächlich der Computer. Und wenn man sich das Boot von Herrn Thomson anschaut, dann könnte man das Ölzeug ja auch gleich zu hause lassen. Wahrscheinlich werden für die nächste Etappe Motoren für den Grinder zugelassen, damit die Skipper mehr Zeit für Ihre Videos haben. Dann kann man das Boot aber auch gleich von zu hause aus Steuern. Herr Herrmann hat ja auch schon vorgeschlagen, dass er seine Kamera 24/7 laufen lassen möchte …

        • avatar Trollinger sagt:

          Und wenn ich lese, dass Herrmann so kurz vor dem Ziel noch Zoom-Konferenzen abhält, dann scheint er das Rennen ja auch nicht wirklich ernst zu nehmen. Damit würdigt das ganze eher zu einer Youtube Influencer Veranstaltung herab.

          • avatar Jörg Gosche sagt:

            Trollinger, Du scheinst ein heisser Typ zu sein! Schreibt Du sonst vllt. die Texte für Dieter Nuhr? Ich finde es wirklich lustig,

          • avatar PL_trollinger sagt:

            Dieter Nuhr? … das geht jetzt wirklich unter die Gürtellinie

          • avatar Steinhuder sagt:

            Die Sache mit den -zu- vielen Medienkontakten bei Herrmann sehe ich auch kritisch.

        • avatar luisi sagt:

          Dann bleib doch da wo du bist
          Ich finde es großartig !!

          Wenn es dir nicht gefällt … einfach etwas anderes suchen !

          Boris bringt mit Sicherheit viele Leute zum segeln ….und das hat dann wieder Auswirkungen auf das was vor deiner Haustüre passiert !

          • avatar PL_trollinger sagt:

            Ich finde die Häfen sind schon voll genug mit Booten von fremd-inspirierten Leuten. Unterstützung braucht eher die Segel-Journalie, denen gegenüber haben sich in der Krise einige Anzeigenkunden ganz schön unsolidarisch und egoistisch verhalten. Und da ich auf meine alten Tage keine Heldentaten mehr vollbringen kann, über die man packende Berichte schreiben könnte, versuche ich wenigstens mit ein bisschen Opposition ein paar Visits, Clicks und Conversions beizusteuern. Ich hätte ja gerne mal gewusst wie hoch die Clickzahlen zu Zeiten der Olymipic Class WM in Perth bzw. im Nachgang im Vergleich zu jetzt waren – also nur mal relativ. … Redaktion?

          • avatar PL_trollinger sagt:

            … aber ja: Ich bleibe, wo ich bin.

          • avatar Gisela Mertens sagt:

            Mannomann, ihr habt’s drauf, ich fahre lieber mit dem Eunerkajak bei windstärke 9 kreuz und quer über den Bodensee als mit so einer Regattayacht durchs südliche polarmeer. Ihr müsst mal den Bericht von Erdmann lesen der auch als Einhandsegler durchs Polarmeer gesegelt. Das ist die die Hölle, die pure Hölle auf Erden. 80 Tage lang ganz alleine, essen trinken, schlafen,navigieren,Wetter suchen, Schiff reparieren usw. das verdient höchsten Respekt

    • avatar L sagt:

      Er kann vom Wind her nicht geradeausfahren. Wenn du beider Tracking map den Windsimulatoreinschaltest, siehst du den Grund däfür. Genau aus diesem Grund sind Bourton usw. den längeren Weg nach Norden gefahren, weil sie dann Herrmann usw. überholen können Lund sehr viel Wind haben. Sie können sehr schnell relativ gerade auf das Ziel zusteuern.

    • avatar Hiasi heu sagt:

      Du redest ganz schön geschwollen daher!
      Welche Erfolge kannst du denn nachweisen, außer vielleicht mal mit nem Floß über den Bodensee getrieben zu sein.

      Ich habe vor Boris Herrmannn den höchsten Respekt und finde seine Leistung außerordentlich klasse.

    • Hallo Leute,
      Bitte genießt doch den Segelwahn, freut euch doch über diese tolle aufwändige Regatta, ist sehr spannend!
      Sicher ist da viel tolle Technik im Spiel.
      Ist halt heute so. Mein erstes Schiff (Opti) war sicher auch sehr schlicht heute segle ich mit einer alten Trias, macht Spaß.
      Ich würde gerne mit so einer modernen Jacht auf See gehen, obgleich ich sicher bei 50-70 kmh staunen würde.
      Ich gratuliere Boris egal welches Ergebnis er einsegelt und wünsche ihm alles gute bis ins Ziel! Er und sein Team haben sicher eine Taktik die wir nicht durchschauen, wir Laien!
      Apropos es gibt da auch noch den sensationellen Amerika Cup, super Bilder……

  2. avatar Andreas Borrink sagt:

    Jörg: Ironie “on”!??

    Nun seid mal tolerant. Der Trollinger kommt bestimmt aus dem schwäbischen und trinkt stets reichlich von demselben. Und das Kreuzen vor dem Wind kennt eben nicht jeder……mit ner Wanderjolle von Gruben geht das ja auch nicht.

    Genervt sein “off”.

    • avatar Jörg Gosche sagt:

      Ironie!!
      Weil ich bereits fand, dass der Boris sich auch in den Doldrum an Dalin hätte halten sollen finde ich es jetzt nur konsequent was er macht. Was dann am Ende dabei heraus kommt weiß man eben noch nicht, TopFive sollten es auf jeden Fall sein und damit wäre das Minimalziel erreicht. Alles darüber ist Bonus.

      Es kann ja auch keiner sagen wie es anders laufen würde, wenn Boris mit Yannick Nordroute gefahren wäre? Wohlmöglich hätte er dort seine Yacht zerlegt mit den grossen nachgerüsteten Foils.

      Ich finde es phantastisch was Boris da leistet ….. und was Trollinger ablässt ist Slapstick pur. Wahrscheinlich fährt er U-Boot.

  3. avatar nad sagt:

    Haha, was haben Sie nur? Das war doch witzig.
    Der Mitmensch als solcher ist dumm und nervt, weil…
    a)…Corona
    b)…Netiquette fehlt
    c)…dieses Finale soo spannend ist.

  4. avatar PL_peterklingmueller sagt:

    Habt mal Vertrauen in den Jung, der kennt seine Jolle sicherlich ein bisschen.
    war ja schon erfolgreich im 505,vielleicht hat er auch mal PIRAT gesegelt?!

  5. avatar Segler2104 sagt:

    Mit der Zeitgutschrift im Rücken, finde ich die Route sehr nachvollziehbar. Als es um die Entscheidung zwischen der Nordroute und der Südroute ging, war er nah genug hinter Apivia, um “nur” dran bleiben zu müssen. Die Nordroute war schon da ein Vabanquespiel. Natürlich kann es sich für die “Nordfahrer” noch auszahlen. Aber im Süden ist weniger Seegang und damit auch die Chance, stabiler zu foilen. Am Ende zählt die bessere Durchschnittsgeschwindigkeit und nicht ein höherer Topspeed, wobei man bei jeder fünften Welle stecken bleibt.
    Aber es ist und bleibt spannend, was in der Endphase eines Vendeeglobe ja noch niemals so war. Im Vergleich zu allen vorherigen Ausgaben, gibt es dieses Mal eigentlich mehr als eine Hand voll Sieger, von Jean Le Cam mal ganz zu schweigen, der im Southern Ocean nachts kurz mal nen Mitbewerber aus der Rettungsinsel aufsammelt.
    Ich würde sagen: Kein Champagner bevor Jean Le Cam nicht im Ziel ist.

  6. avatar Segler2104 sagt:

    Endlich neue Positionsmeldungen! Apivia ist scheinbar raus und steuert das afrikanische Festland an (Bruch?).
    Ich frage mich, warum es nicht schon jetzt einen Livetracker gibt. Ich meine mich zu erinnern, dass das beim letzten Volvo Ocean Race schon früher war. Naja, für mich war der enge Zieleinlauf schon früher absehbar. Für die Organisatoren des Rennens wohl nicht. An PR scheint denen ja nicht viel zu liegen??!. Dieser 200 nm Radius mit kurzfristigen Updates ist ja ein Witz. Die Regatta entscheidet sich jetzt.

    • avatar Torsten Finger-Reschke sagt:

      Moin, na Segler 2104…du bist ja noch nicht so ganz wach…..Charlie Dalin auf der APIVIA ist ja nun von Afrika ganz schön weit weg…….er befindet sich vor der Spanischen Küste zwischen A Corinna und Dijon.
      Freundliche Seglergrüße aus Hamburg

  7. avatar Segler2104 sagt:

    Wenn ich Boris Dashboard richtig deute, wechselt er gerade die Segel auf eine Nummer kleiner und halst. Bisher hatte er wohl den großen Gennaker und die G3 oben, also voll Zeug. Was macht er? Kleiner Genauer oder direkt große Genuar? Ich sag mal, kleiner Genauer.

  8. avatar Fanboy39 sagt:

    ach es wird nur das boot welches im 200meilen zirkel ist aktualisiert? siehe Apivia 8UTC und die anderen 7:30UTC
    Das verfälscht ja die Entfernungen total.

    • avatar Kristof sagt:

      Das ist ja echt beknackt. Gibt’s alternative Tracker?

      • avatar Werner sagt:

        Hätten die einen Tracker wie bei den XALPS, könnte man sogar sehen wie die Boote in den Wellen hoch und runter gehen;-)

    • avatar Fanboy39 sagt:

      Die Entfernungsangaben werden eingefroren von der letzten gemeinsamen Aktualsierung.
      Naja so macht es aber noch nicht so viel sinn das ganze alle 30min zu aktualisieren wo man dann nur sieht das Apivia ein Meter weiter ist

  9. avatar Segler2104 sagt:

    Boris hat gehalst. Das letzte Manöver?

  10. avatar Jörg Gosche sagt:

    Klasse Haufen hier. Alles leidenschaftliche Fans …. manche nicht ganz ausgeschlafen. Hoffentlich kommt Boris zwischendurch zur Ruhe und behält seinen kühlen Kopf!

  11. avatar Werner sagt:

    Habe eine vielleicht blöde Frage, aber für wieviele Tage wird das Essen kalkuliert? Ich denke da besonders an die letzten des Feldes!

  12. avatar Karsten Stümpel sagt:

    Ich muss noch mal zu den herabwürdigenden Kommentaren unseres schwäbischen Meerfahrers Trollinger was sagen. 80 Tag auf dem Wasser, eine Kampagne über Jahre aufgestellt, an die psychischen Grenzen gehend, die physischen nicht mitgerechnet und der klare Einsatz für ein übergeordnetes Ziel…noch Fragen? Und nun das Herzschlagfinale in dem noch alles drin ist. Damit ist Segeln etwas medialer geworden und das ist gut. Würde ohne die Technik nicht gehen, denn man kann eben keine Zuschauer in Tribünen auf das Wasser bringen.

    • avatar Werner sagt:

      Karsten, da stimme ich Dir voll zu!!
      Ich bin kein Segler und besonders auch kein Trollinger, aber seit nahezu 2 Wochen verfolge ich das Rennen mit großer Spannung. Drücken wir dem Boris mal die Daumen. Nun ja, den anderen selbstverständlich auch ,Ich habe Hochachtung von deren Leistung!

    • avatar L sagt:

      Ehrlich gesagt hätte ich auch keine Lust, „historisch“ ohne elektrischen Navigator, Strom an Bord usw. zu segeln. Die Segler riskieren so schon ihr Leben, dann sollen sie noch einen draufsetzen, und nur wegen der guten alten Zeiten und Segler auf alles verzichten und unnötig noch mehr riskieren, damit wir auf dem Sofa entspannt zugucken können, wie sich die Leute da abrackern und sie auslachen, wenn sie verloren gehen. Stimme dir auch zu.

    • avatar PL_trollinger sagt:

      Ich will hier überhaupt niemanden herab würdigen. Ich habe ebenso großen Respekt vor dieser Leistung und das ganze auch noch auf so einem Rennboot mitten auf dem Ozean. Ich hoffe mal das es bei der nächsten Auflage ein paar mehr deutsche Teilnehmer gibt. … vielleicht ja die Lochmann Zwillinge und Dagmar Kazakov 😉

      Misst, die Batterie von meinem Taschenrechner ist fast leer. Vielleicht sollte ich weniger posten.

  13. avatar Björn sagt:

    Schade überhaupt, daß die Blindmauke zu dieser Sternstunde hier ihren Müll ablassen darf.

  14. avatar Johannes Bahnsen sagt:

    Leute! Der Typ nennt sich TROLLinger. Fallt doch nicht darauf rein!

  15. avatar nad sagt:

    Herrmann aktuell mit 22kn unterwegs.

  16. avatar Segler2104 sagt:

    Ich verstehe nicht, dass die Rennleitung hier keinen Livetracker anbietet. Das es knapp wird, war doch absehbar.
    Die Positionsdaten müssen doch vorliegen, schon aus Sicherheitsgründen. Bei Boris läuft der Trecker doch auch durch.

    • avatar L sagt:

      Die haben auch jederzeit alle Daten. Nur so war es möglich, dass Herrmann, Le Cam usw. zur richtigen Zeit beim Unfall im Dezember an den halbwegs richtigen Ort manövriert wurden. Außerdem kann man sich nach der Aktualisierung der TrackingMap die Bewegungen der Boote für jede einzelne Minute angucken, also haben die alle Daten sehr detailliert.

      • avatar PL_harmsanette sagt:

        Genau.
        Es soll nicht jeder ständig die Position, Kurs und Geschwindigkeit der “Gegner” sehen können, sondern “sein eigenes” Rennen segeln.

        • avatar Segler2104 sagt:

          Als ob das jetzt noch einen Unterschied machen würde.

          • avatar PL_harmsanette sagt:

            @Segler2104: Du hast natürlich recht, wenn es um den Zieleinlauf geht. Ich wollte eher auf “L” antworten und meinte damit das ganze Rennen.

      • avatar nad sagt:

        Vielleicht konnten die ihre Server nicht mal eben für ein globales Massenevent, dass dieses spannende Finale auslöst, aufrüsten?

  17. avatar nad sagt:

    Upps, kleiner Sonnenschuss? Jetzt bitte nicht überdrehen 🙏

  18. avatar Maren Denker sagt:

    ich bin entsetzt über die Feindlichkeit von “Herrn Trollinger”

    • avatar nad sagt:

      Das ist schwäbischer Humor. “Net g’schumpft is scho g’lobt.”
      Trollinger trinken ist ja auch eher genussbefreit. > Rieslinggrüsse aus Baden 😉
      Ich hab auch mal dieBodenseeschifferpatentprüfung gemacht. Bei 2 Knoten Wind.

      • avatar Trollinger sagt:

        Liebe Maren,
        mit Feindlichkeit fühle ich ich mich doch sehr missverstanden, Ich habe aller größten Respekt vor seiner Leistung und von jedem der anderen Teilnehmer. Und ob “Herr Herrmann” am Ende nun als erster oder als fünfter platziert wird ist doch völlig egal. Er hat lange hart für seinen Traum gearbeitet, eine super Kampagne auf die Beine gestellt und sich den Erfolg redlich verdient.
        Und da wir wohl alle einer Meinung sind, können wir uns doch die Zeit bis zum Zieldurchgang mit ein paar Schein-Diskussionen, Kompetenz-Gerangel und glossarischem Nonsens die Zeit vertreiben.

  19. avatar Fanboy39 sagt:

    ah, boris halst wieder. Schade das er im Zick-zack kurs jetzt ins Ziel muss. Es werden voll noch ein paar Halsen folgen, denn er bekommt einfach nicht den richtignen Windwinkel. Apvia hat es gerade so geschafft den richtigen Winkel zu erhaschen.
    Naja, so wird ihm nicht langweilig und kalt 🙂
    Er wird ein spitzen Resultat einfahren. Angekommen mit Platz 10 war das minimal ziel und jetzt sieh es nach Platz 3 aus. Ist doch super und die ganzen Berichte von unterwegs waren Klasse. Daumen hoch.

    • avatar nad sagt:

      Der Wind soll noch weiter nach West drehen, wenn ich das richtig sehe. Was wird seine Zeitgutsxhrift wert sein? So etwa 80-120sm?

  20. avatar Torsten sagt:

    Trolle sollte man ignorieren und sich nicht an ihnen abarbeiten.

    Nach dem Tracker um 12 Uhr schätze ich dass Boris 4. wird, wenn es gut weiterläuft. Das ist eine super Leistung und mehr als er sich vorgenommen hatte!

    Boris war eben lt. Tracker etwa gleichauf mit Bureau Vallée und 100 sm vor Bestaven. Zusätzlich muss er aber noch ca. 100 sm nach Lee. Leider kann man nicht sehen, wie sich der Wind weiter entwickelt. Weiß da jemand mehr?

    Ich drücke Boris jedenfalls fest die Daumen!

    Wenn, wonach es aussieht, Bestaven mit einem alten Boot und alten Foils gewinnt, dürften die Designer und Segler wohl schwer ins Grübeln geraten, wie die Bootsentwicklung weitergeht.

  21. avatar Macki sagt:

    Mal eben locker gerechnet: Auf Bestaven muss er so um die 80sm Vorsprung bis ins Ziel halten, Dalin und Burton darf er nicht mehr als 100sm entwischen lassen. Dann reicht es m.E. für ganz, ganz oben. Es bleibt also mega spannend…

  22. avatar Jens Kühne sagt:

    Halo Karsten, ohne den ganzen Elektrokram würden wir nur den Start und nach 80 Tagen, wenn wir denn so lange aushalten und nicht eingeschlafen sind den Zieleinlauf im Fernsehen mitbekommen – kann keiner wollen. So haben wir seit gefühlt 3 Wochen Schnappatmung und Herzrhythmusstörungen. Wenn der Mann vom Bodensee das nicht aushält – sein Pech.

  23. avatar Fanboy39 sagt:

    Ich glaube die Zeitgutschrift wird nicht reichen um Dalin zu überholen aber um Burton zu überholen sollte es reichen. Jedoch wird er noch von Bestaven überholt durch seine Zeitgutschrift
    -> Platz 3
    Das ist meine Einschätzung

  24. avatar Schneemann sagt:

    Vor etlichen Jahren hat uns auch schon mal ein Boris mit großem Sport erfreut. Ich hätte nie gedacht, dass ich im Alter von 76 Jahren noch anfange, mich für den Segelsport zu interessieren. Aber Boris Hermann hat das geschafft. Angesteckt von meinem Mann verfolgen wir nun seit ein paar Wochen das große Rennen. Hochachtung vor dieser Leistung!! Wir drücken ganz fest die Daumen fürs Podium, aber das Wichtigste ist, gesund wieder nach Hause zu kommen und dann gesund zu bleiben. Eigentlich schade, dass es dann heute Abend vorbei ist.

  25. avatar Rolandes sagt:

    Trollinger schreibt wie ein Mensch ohne Hirn !

  26. avatar Werner sagt:

    Ich freue mich für unsere Helden !
    Bald fallen die Ausgangsbeschränkungen und sie dürfen wieder runter vom Boot ;-

  27. avatar Wolfgang Apel sagt:

    Vor zig Jahren wurde bemängelt, dass in DE sich keine Sau für´s Segeln interessiert, da die See eben keine Tribühne hätte.

    Und jetzt haben wir erstmalig eine hervorragende Tribüne mit Vid´s rund um die Welt und dem Herrn Trollinger gefällt das nicht. Unglaublich!

  28. avatar Carl Viersen sagt:

    Was ist denn da los? Im Live Tracker sieht es aus, als ob er kaum vom Fleck kommt…

  29. avatar Sven 14Footer sagt:

    Ich behaupte mal, das Podium ist ihm sicher. Gesegelt wird er als 3. ins Ziel schippern und mit der Zeitgutschrift wird es für Jean Le Cam nicht reichen vor Boris zu sein. Nach der Zeitgutschrift wird es sehr eng um Apivia, Maitre Coq und Boris. Damit ist für ihn auch so der 3. Platz sicher.
    Wenn denn alle ohne weitere Probleme ins Ziel schippern. klopf auf Holz drück, Daumendrück!
    Das ist ein Megaergebnis! plus die tollen Berichte damit wir alle mitsegeln konnten, plus die wahnsinns Spannung immerwieder und bis ins Ziel, plus die vielen wertvollen Daten aus dem Ozean. => SuperMega!

  30. avatar Andreas Borrink sagt:

    Alles leider nur Spekulation……mit dieser unsinnigen Aufteilung in 4 Std./30min./5min. – Zonen gibt es nie eine reale Reihenfolge, nicht mal ohne die Vergütung. Damit ist es für die Teilnehmer wohl spannend, für die Zuschauer nicht. Boris z.b. liegt in der Grafik schon auf dem Anlieger, wird aber noch mit 130° gelistet. Hier wird gerade die Chance auf ein dramatisches Finale verdaddelt. So kennen wir die Reihenfolge erst, wenn alle im Hafen liegen und die Tagesschau es bringt…….schade.

  31. avatar nad sagt:

    Was für eine Gruppe:
    Der exakt kalkulierende Dalin als Langzeitführender, der so leidenschaftlich segelnde Burton, der alle Widrigkeiten bezwingen konnte, der emphatische Herrmann, der so nachhaltig agiert, der kämpfende Ruyant mit seinen abgesägten Foils, der singende Bestaven, der im entscheidenen Moment da ist, der stets fröhliche Seguin, der all die Strapazen trotz körperlicher Einschränkung superb meistert,
    der launisch-witzige Le Cam, der seinem Rivalen das Leben rettet, usw. usf.
    Ich will jetzt auch mal wieder segeln gehen..

  32. avatar Jörg Gosche sagt:

    Trollinger, was ist los? Akku immer noch leer?

  33. avatar Autofahrer sagt:

    hallo,

    sorry bin kein Segler aber absolut gefesselt.
    Für nen Leihen siehts ja so aus das wenn Herrmann und Bestaven ihre jetztige Geschwindigkeit und den Kurs beibehalten können Bestaven mit der Zeitgutschrift (Stand 17 UTC ) praktisch jetzt über die Ziellinie fährt und Herrmann nur noch ca 10 SM fehlen

    Ist vermutlich nicht richtig aber ich wollte zumindest eine falsche Einschätzung abgeben

  34. avatar Autofahrer sagt:

    sorry autokorr.
    Laie

  35. avatar Jörg Gosche sagt:

    Gelungen!

  36. avatar Thomas Seeger sagt:

    Oh nein, drückt die Daumen, dass Boris mit dem Schiff heil ins Ziel kommt

  37. avatar PL_toens sagt:

    Fischerboot? Sabotage!!! 😉

  38. avatar PL_arcticwolfsailing sagt:

    Sehr sehr bitter. Tut mir sehr leid für ihn. Ich bin auf die Einzelheiten gespannt. Fischer sind ein Thema für sich

  39. avatar Pälmer, Reinhard sagt:

    2021> High Tech, Satelitenbeobachtung? Küstenwache im Einlaufkorridor? Algorithmen? Ki? => Nö, nö…. Mittelalter! => `s Menschelt halt immer noch 🙁

  40. avatar Inga sagt:

    Alle sprechen von Boris Herrmann, aber was ist mit dem Fischer und seinem Boot nach der Kollision. Gab es Verletzte, hätte gerettet werden können und müssen.?

  41. avatar Ernst Hartmann sagt:

    Als Motorschiff hätte er ausweichen müssen…. und ich denke son Kutter ist viel stabiler als die Seaexplorer. Und ich hoffe das dem Kaptn Kutter nix passiert ist, denn ich würde ihn gerne noch Kielholen.

    • avatar Thorsten sagt:

      Als fischender Trawler ist er einem Segelboot gegenüber nicht ausweichpflichtig.
      Kann er ja auch gar nicht. Welches Boot stabiler ist, spielt dabei überhaupt keine Rolle.

      Boris ist – wie jedes andere Schiff auch – verpflichtet ständig Ausguck zu halten.
      Er hat aber laut eigener Aussage geschlafen, was ein Verstoß gegen die COLREGS ist.
      Die COLREGS sind auch Bestandteil des Notice Of Race (NOR) der Vendée Globe.
      Ich könnte mir vorstellen, dass das ganze noch ein Problem wird…

  42. avatar PL_arcticwolfsailing sagt:

    Als Einbandsegler kannst du nicht ständig Ausguck halten. Irgendwann muss man pennen.. Problem mit Fischern ist eben oft, dass sie ihr AIS ausschalten und schwer auszurechnen sind. Aber dass sein Radar einen fetten Trawler nicht sieht, ist besorgniserregend. Zum Glück hat sich keiner verletzt.

  43. avatar PL_schlund sagt:

    AIS Signal(e) von Boris ( und der ganzen Meute) ist auch nicht zu erkennen.

  44. avatar R.Cirksena sagt:

    ist unverständlich da ja nun bekannt war das die Regatta auf der Zielgraden sind fährt man als Fischer doch nicht mitten in ein Reagttafeld und selbst wenn hat der Kapiän des Trawlers ebenso gepennt, da via AIS alles ersichtlich war+Webseite, allerdings weiß ich auch nicht ob ich an Boris stelle 12 std vor dem Ziel mich nochmal hingelegt hätte?!

  45. avatar Schlund sagt:

    Regattafeld Nordatlantik? Für Selbstverliebte? 2 Wochen?

    • avatar R.Cirksena sagt:

      gut,Regattafeld im herkömmlichen Sinne nicht, aber es war zumindest bekannt das sie die Route hat und wo auf welchem Kurs jeder grad is, da fährt man zumindest nicht vor den Bug und wenn man den Weg kreuzen will dann behält man auch dies zumindest im Auge, der Berufsfischer sollte ja ausgeschlafen gewesen sein!

  46. avatar PL_toens sagt:

    Ein AIS zu senden ist in der Berufsschifffahrt vorgeschrieben, im Segelsport nicht. Wäre ja auch dämlich seinen Gegnern mitzuteilen, wo man sich befindet und die eigene Taktik zu verraten. Warum aber Radar und Oscar nicht Alarm gegeben haben, obgleich er das den ganzen Tag über gegengecheckt hat, ist auch Boris ein Rätsel. Fakt ist aber, dass auch der Fisch-Trawler verpflichtet ist, Ausguck zu halten, was aber mangels Personal oft genug nicht hundertprozentig gewährleistet wird. Und die guten alten Positionslaternen haben ja bei aller Technik heutzutage auch noch ihre Berechtigung. Es bleibt rätselhaft.

  47. avatar Tabea Rohrer sagt:

    Hallo Leute, genießt doch den Segelwahn, freut euch doch über diese tolle aufwändige Regatta, ist sehr spannend!
    Sicher ist da viel tolle Technik im Spiel. Ist halt heute so. Mein erstes Schiff (Opti) war sicher auch sehr schlicht heute segle ich mit einer alten Trias, macht Spaß. Ich würde gerne mit so einer modernen Jacht auf See gehen, obgleich ich sicher bei 50-70 kmh staunen würde.
    Ich gratuliere Boris egal welches Ergebnis er einsegelt und wünsche ihm alles gute bis ins Ziel! Er und sein Team haben sicher eine Taktik die wir nicht durchschauen, wir Laien!
    Apropos es gibt da auch noch den sensationellen Amerika Cup, super Bilder……

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