Man hätte vermuten können, dass der aktuelle America’s Cup-Zyklus das Ende einer Ära einläutet. Zu viel Ärger, zu große Konkurrenz vom SailGP, zu wenig Kontinuität. Aber nun gibt es so viele Syndikate wie seit 20 Jahren nicht mehr. Heute starten die ersten Rennen. Wer schon gute Form zeigt.
„Wir haben einen heftigen Aufprall erlebt – und sind uns nicht sicher, ob wir etwas gerammt haben. Aber das führte zu einer unbeabsichtigten Halse, nach der wir leider kenterten.“ So beschreibt Hannah Mills den Vorfall am Mittwoch, der sie in voller Fahrt mit dem unter dem britischen Label Athena Racing antretenden AC40 erlebte. Die mit zweimal Gold und einmal Silber (im 470er) dekorierte erfolgreichste Olympiaseglerin aller Zeiten steuert auf der rechten Seite vor Trimmerin Ellie Aldridge, der Kite‑Olympiasiegerin 2024.

Das Missgeschick des zweiten britischen Teams steht am Donnerstag, einen Tag vor dem Start der ersten Preliminary Series für den America’s Cup 2027, im Mittelpunkt des Interesses. Es sorgt für spektakuläre Bilder, die verdeutlichen, wie sehr auch diese kleinen America’s‑Cup‑Variationen auf Messers Schneide gesegelt werden.
Der Grund für den heftigen Spin‑out wurde danach nicht kommuniziert. Beobachter vermuteten einen Schaden im Steuerungssystem. Nicht auszudenken, wenn so etwas in unmittelbarer Nähe eines anderen Bootes bei Höchstgeschwindigkeit passiert. Der SailGP lässt grüßen. Allerdings sind die Segler auf den AC40 deutlich besser geschützt als beim SailGP.

Nur die Köpfe sind knapp über Deck zu sehen. Es gibt keine Grinder. Batterien sorgen für die Energie. Alle Systeme werden per Knopfdruck bedient.

Schreibe einen Kommentar