Faszination H-Boot: 30 Knoten und drei Stunden Schönfeldt

„Von Seglern für Segler“

Zur Internationalen Deutschen Meisterschaft der H-Boote auf dem Tegeler See gibt es jetzt den passenden Film. Er gewährt Einblicke in eine Klasse, die auf dem kleinen See zeitweise harten Sport zeigte und auch an Land ein großes Seglerfest feierte.

Der Tegeler Segel-Club (TSC) lud Anfang September zur Internationalen Deutschen Meisterschaft der H-Boote. 42 Teams gingen auf dem Tegeler See an den Start, gesegelt wurde mangels ausreichenden Platzes in zwei wechselnden Gruppen. Was zunächst nach einer eher normalen Berliner Leichtwind-Regatta aussah, entwickelte sich im Verlauf der Meisterschaft zeitweise zu einem eindrucksvollen Starkwind-Spektakel.

Es wurde aufwändig gefilmt, geschnitten und produziert von dem aus Myanmar nach Berlin geflohenen Videojournalisten Kyaw Soe, der normalerweise mit Sven Hansen H-Boot segelt. Hansen widmete ihm auf SR schon ein Porträt mit der Flucht- und Segelgeschichte aus Anlass ihrer ersten gemeinsamen H-Boot-Meisterschaft.

Patenthalse bei der H-Boot IDM auf dem Tegeler See. © Kyaw Soe

Bei der Regatta in Tegel wurden schließlich Böen bis zu 30 Knoten gemessen. Selbst für die offshoretauglichen H-Boote bedeutete das ordentlich Druck auf dem Kessel, und es entstanden entsprechend spektakuläre Bilder auf dem Wasser.

Am Ende setzte sich Andi Lachenschmid vom Münchner Yacht-Club mit Alexa Hausotter, Moritz Ellinger und Basti Henning durch. Nach zehn Wettfahrten standen 17 Punkte und fünf Tagessiege zu Buche. Für Lachenschmid war es nach 2024 bereits der zweite deutsche Meistertitel im H-Boot. 2016 wurde er Weltmeister im Musto-Skiff. Inzwischen arbeitet er als sportlicher Leiter beim MYC.

Die Siegercrew um Andi Lachenschmidt blieb auch zu viert unter dem Gewichtslimit von 300 Kilogramm. © Matthias Kreplin

Rang zwei ging an Holger und Jan Köhne mit Sven Ulrich vom Potsdamer Yacht-Club. Dritter wurde Thomas Kausen mit Janni und Franzi Funk vom Berliner Yacht-Club.

Zum zweiten Mal holte Andi Lachenschmid (Zweiter von rechts) mit seiner Crew den Titel im H-Boot. © Matthias Kreplin

Doch die IDM war beim TSC mehr als eine Aneinanderreihung der Ergebnisse aus zehn Wettfahrten. Der Verein, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiert, hatte ein umfangreiches Programm rund um die Meisterschaft organisiert. Die rund 150 Teilnehmer wurden nicht nur auf dem Wasser, sondern auch an Land bestens versorgt und unterhalten.

Das H-Boot-Feld auf dem Tegeler See. © MatthiasKreplin

Ein Höhepunkt war der Auftritt von Frank Schönfeldt. Matrose Schönfeldt und seine Schwimmwesten  spielten drei Stunden lang auf einer eigens aufgebauten Seebühne vor rund 500 Zuhörerinnen und Zuhörern. Für die H-Boot-Szene hatte Schönfeldt sogar ein neues Lied geschrieben, das sich dem langjährigen TSC-Erfolgsduo Sven Taube und Felix Krabbe widmete.

Schönfeld und die Schwimmwesten beim Live-Auftritt in Tegel. © Matthias Kreplin

Taube und Krabbe waren diesmal allerdings nicht gemeinsam unterwegs. Taube segelte mit Frank Schönfeldt und Micki Liebl auf Rang fünf, während Felix Krabbe mit Lars Bähr und Markus Keding Siebter wurde. Gleichzeitig gehörten beide zu dem Team, das die Meisterschaft auf dem Wasser und an Land organisierte.

Genau diese Mischung aus Sport und Gemeinschaft vermittelt nun auch der neue Film. Er zeigt die H-Boote bei kräftigem Wind auf dem Tegeler See, aber ebenso die Atmosphäre an Land – mit Musik, Essen und der großen H-Boot-Familie, die die Meisterschaft gemeinsam feierte. „Von Seglern für Segler“ lautete das Motto der Veranstaltung. Der jetzt erschienene Film zeigt ziemlich gut, was damit gemeint ist.

Frank Schönfeldt:

 

 
 
 
 
 
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Erik Heil Grußbotschaft:

 

 
 
 
 
 
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H-Boot-Logistik beim TSC:

 

 
 
 
 
 
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Ergebnisse H-Boot IDM 2026

Ein Kommentar zu „Faszination H-Boot: 30 Knoten und drei Stunden Schönfeldt“

  1. Manfred

    sagt:

    Einfach großartig!
    Die H-Boot Klasse zeigte schon immer guten Sport. Da änderte auch die abfällige Bemerkung in der Yacht, als Perschi Halbe das Boot nach einer Testfahrt (Anfang der 80er?) als Klo-und Küchenboot bezeichnete. Schön das es immer wieder guten Nachwuchs gibt, die die Stärken des H-Bootes auf See und Seen zu schätzen wissen.
    Smooth sailing!
    Manfred
    ex internationaler H- Boot Präsident

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